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Schalke-Ultras beschenken Stambouli und Riether

Applaus für die Schalke-Fans: Kapitän Benjamin Stambouli nach dem 0:0 gegen Augsburg.

Applaus für die Schalke-Fans: Kapitän Benjamin Stambouli nach dem 0:0 gegen Augsburg.

Foto: Reuters

Gelsenkirchen  Mit einem 0:0 gegen Stuttgart hat sich Schalke 04 in die Sommerpause verabschiedet. Zwischen Mannschaft und Fans gab es versöhnliche Töne.

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Dabei hatte das während der Saison schon ganz anders ausgesehen. Nach der bitteren 0:4-Heimpleite gegen Fortuna Düsseldorf im März hatten die Vorsänger der Ultras Gelsenkirchen den Platz betreten und Benjamin Stambouli die Kapitänsbinde im Nordkurven-Design abgenommen. Diese hatten sie der Mannschaft nach der Vizemeisterschaft in der vorangegangenen Saison als Zeichen der Anerkennung und der Verbundenheit zwischen Mannschaft und Kurve überreicht.

Die Wegnahme der Binde hatte großes Aufsehen erzeugt. Doch zwischen Stambouli und den Ultras sorgte die Aktion anscheinend nicht für Unstimmigkeiten. Schon Ende März trafen sich Vertreter der Gruppe mit Stambouli zu einem Interview. Dieses veröffentlichten sie nun in der aktuellen Ausgabe ihres Spieltagsmagazins, dem "Blauen Brief".

Schalke-Profi Benjamin Stambouli hat Verständnis für Ultras

Darin stellen die Ultras klar, dass die Aktion nach dem Düsseldorf-Spiel nichts mit Stambouli als Person zu tun gehabt habe. "Es war ganz egal, wer an dem Tag Kapitän war - wäre es Ralle (Fährmann, d. Red.) gewesen, hätten wir ihm die Binde weg genommen. Es ging einfach darum ein Zeichen zu setzen, um vielleicht den ein oder anderen nochmal wach zu rütteln."

Stambouli selbst äußert im Interview durchaus Verständnis für die Aktion: "Wenn so starke Emotionen im Spiel sind, geschehen solche Situationen nun mal." Dennoch räumt der Franzose ein, dass es "kein einfacher Tag" für ihn gewesen sei. Auch hätte der 28-Jährige gerne die Chance gehabt, "bis zum Ende der Saison um diese Binde zu kämpfen."

Nach dem letzten Saisonspiel bekam Stambouli nun zwar nicht die Kapitänsbinde zurück - dafür aber eine gerahmte Version des Interviews aus dem "Blauen Brief" und einen Wimpel der Ultras. Bei Instagram bedankte sich der Franzose dafür mit den Worten: "Danke zum UGE für diese Geschenk, jetzt habe ich ein GEile Interview zu Hause."

Ein Geschenk gab es von den Ultras auch für Sascha Riether, der am Samstag seine Karriere als aktiver Fußballer beendete. Vertreter der Ultras überreichten dem 36-Jährigen ein T-Shirt der Nordkurve Gelsenkirchen.

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