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Schalkes Talent-Chef Knäbel: „Es geht noch besser“

Gute Aussichten: Peter Knäbel, der Technische Direktor Entwicklung auf Schalke.

Gute Aussichten: Peter Knäbel, der Technische Direktor Entwicklung auf Schalke.

Foto: Joachim Kleine-Büning / FUNKE Foto Services

Gelsenkirchen.  Peter Knäbel, auf Schalke für die Talent-Ausbildung verantwortlich, zieht Bilanz. Es geht um die Quote für die Profis, aber auch um den Verkauf.

Die vordringlichste Aufgabe der Schalker Knappenschmiede ist: Spieler so auszubilden, damit sie den Sprung in den Profikader schaffen. Das hat in der vergangenen Saison funktioniert – mit Can Bozdogan und Malick Thiaw (beide U19) sowie Timo Becker und Jonas Hofmann (beide aus der U23) gaben gleich vier Spieler aus dem eigenen Nachwuchs ihr Bundesliga-Debüt. „Die Quote ist gut“, bilanziert Schalkes Nachwuchschef Peter Knäbel in einem Interview auf Knappenschmiede.de. Zugleich betont er jedoch auch: „Aber es geht immer noch ein bisschen besser. Wir wollen weiter an der Qualitätsschraube drehen.“

Gerade in den Zeiten der klammen Knappen setzt Schalke mehr denn je auf Talente, die über die Nachwuchsabteilung aufgebaut werden: In diesem Sommer kamen bisher fünf externe Neuzugänge zur U19, darunter auch vielversprechende Talente aus Hoffenheim und Frankfurt. Vor einem Jahr war es Can Bozdogan, den Schalke vom 1. FC Köln geholt hatte und der sich in der Bundesliga bereits am meisten in den Vordergrund gespielt hat.

Eine „gute Quote“, aber es lag auch am Verletzungspech der Profis

Knäbel gibt in seiner Saisonbilanz aber auch zu bedenken: „Dass in diesem Jahr gleich vier Jungs der Knappenschmiede ihr Bundesliga-Debüt feiern durften, liegt in Teilen auch an der hohen Verletztenquote im Profi-Kader. Das dürfen wir nicht außer Acht lassen. Aber in diesen sportlich schwierigen Zeiten ist es für junge Spieler schwer sich durchzusetzen und dem Druck standzuhalten. Das haben alle vier Jungs gut gemeistert und sich im Profi-Kader behauptet.“

Der Czyborra-Verkauf brachte nochmal Kohle in die Kasse

Schalke hat in der vergangenen Saison aber auch finanziell von der Arbeit in der Knappenschmiede profitiert: Der Klub erhielt für den Wechsel von Lennart Czyborra vom holländischen Klub Almelo in die italienische Serie A zu Atalanta Bergamo einen Nachschlag von geschätzt 800.000 Euro – Czyborra war 2018 von Schalkes U19 nach Holland gewechselt. „Auch der Verkauf junger Talente ist enorm wichtig für die Knappenschmiede und den Gesamtverein“, sagt Knäbel. Der Transfer von Czyborra sei eine gute Einnahmequelle gewesen: „Das beweist einmal mehr, dass unsere Spieler auch auf dem internationalen Markt gefragt sind.“ (MH)

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