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Stefan Effenberg: Würde Ulreich nicht für Nübel opfern

Alexander Nübel verlor vor der Corona-Pause seinen Stammplatz auf Schalke.

Alexander Nübel verlor vor der Corona-Pause seinen Stammplatz auf Schalke.

Foto: firo

Essen.  Schalke-Torwart Alexander Nübel steht ab dem kommenden Sommer bei Bayern unter Vertrag. Stefan Effenberg versteht den Sinn des Wechsels nicht.

Dass Alexander Nübel den Fußball-Bundesligisten FC Schalke 04 nach dieser Saison verlassen und zum FC Bayern München wechseln wird, sorgt nahezu täglich für Nachrichten und meistens für Unverständnis. Ein solches hat nun auch Stefan Effenberg, der ehemalige Profi des FC Bayern, geäußert – und zwar sehr deutlich.

In seiner Sport1-Kolumne teilt Stefan Effenberg mit, dass er den Schritt Nübels nach wie vor nicht verstehe. „Jetzt zu den Bayern kommen und den Anspruch haben zu spielen? Ich meine, da steht immer noch Manuel Neuer. Das ist für mich ein unantastbarer Torwart. Da brauchen wir nicht über Alexander Nübel zu sprechen“, sagt der 51-Jährige zum bevorstehenden Torwart-Duell an der Säbener Straße.

Stefan Effenberg: Bayern sollte Nübel parken

Nicht nur das: Stefan Effenberg weist auf den aktuellen Ersatzmann des FC Bayern München hin. „Ich würde auch Sven Ulreich für Alexander Nübel nicht opfern“, sagt der 35-malige Nationalspieler. „Der ist seit Jahren ein perfekter zweiter Torwart. Trainer Hansi Flick stellt sich auch hinter ihn. So einen loyalen Torwart mit dieser Qualität musst du halten.“

Seitdem Nübel seinen Vertrag bis 2026 in München unterschrieben hat, gibt es ständig Wirbel. Bei den Königsblauen wurde der 23-Jährige kurz vor der zwangsweisen Corona-Pause von Cheftrainer David Wagner auf die Ersatzbank beordert und Markus Schubert zur Nummer eins befördert.

Wäre eine Ausleihe Nübels eine Option? Bayern-Sportdirektor Hasan Salihamidžić hat bereits mehrere Male gesagt, dass er nicht daran denke. Effenberg jedoch empfiehlt genau dies. „Den müssten die Bayern eigentlich für ein oder zwei Jahre irgendwo anders parken. Das ist die logische Konsequenz“, sagt er. „Denn der Junge muss spielen, um sich weiterzuentwickeln. Die Torwartposition muss ganz klar bestimmt werden. Und dann hast du ja auch noch Christian Früchtl hintendran. Für mich ergibt das keinen Sinn.“

Der 20-jährige Früchtl ist Stammkeeper der zweiten Bayern-Mannschaft, die in der 3. Liga spielt und dort als Aufsteiger mit 41 Punkten den siebten Tabellenplatz belegt. (AHa)

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