Schalke

Todibo nimmt auf Schalke den Abschied durch die Hintertür

Große Hoffnungen, schneller Absturz: Jean-Clair Todibo kehrt nach seiner Ausleihe nach Schalke nun zunächst zum FC Barcelona zurück..

Große Hoffnungen, schneller Absturz: Jean-Clair Todibo kehrt nach seiner Ausleihe nach Schalke nun zunächst zum FC Barcelona zurück..

Foto: Bernd Thissen / dpa

Gelsenkirchen.  Jean-Clair Todibo schien ein toller Transfer für Schalke 04 zu sein. Doch das hatte sich schnell erledigt. Es folgte ein stiller Abschied.

Sein Abschied von Schalke war still – das passte überhaupt nicht zu dem Getöse, das zwischenzeitlich um ihn geherrscht hatte. Im Februar wählten Schalkes Fans Jean-Clair Todibo (20) zum Spieler des Monats und danach gab es ein allgemeines Spekulieren, ob Schalke wohl irgendwie 25 Millionen Euro zusammenkriegen würde, um die Leihgabe vom FC Barcelona endgültig zu kaufen. Schalke schien einen ganz dicken Fisch an der Angel zu haben, bis Sportvorstand Jochen Schneider Anfang Juni in der WAZ beinahe nebenbei verkündete: Schalke hat die Kaufoption für Jean-Clair Todibo ungenutzt verstreichen lassen. Natürlich.

Nach dem Bremen-Patzer lief er nie wieder für Schalke auf

Denn zwischen März und Mai stürzte Schalke nicht nur in die finanzielle Krise, sondern auch der so verheißungsvoll gestartete Jean-Clair Todibo stürzte schnell ab. Negativer Höhepunkt: Bei der 0:1-Heimniederlage gegen Werder Bremen verbockte er das Spiel, als er es bei einem völlig sinnfreien Dribbling im Mittelfeld mit gleich drei Gegenspielern aufnahm, den Ball verlor und die nächste Pleite einleitete. Zur Halbzeit wurde der Franzose ausgewechselt, danach lief er nie wieder für Schalke auf. Es hieß, er sei verletzt.

Den Schalke-Fans wünscht Todibo alles Gute für die Zukunft

Acht Bundesliga- und zwei DFB-Pokalspiele hat Jean-Clair Todibo für Schalke nur absolviert. Nach seinem Abschied schrieb er auf Instagram: „Ich möchte mich bedanken, dass Schalke 04 mir diese Gelegenheit gegeben hat. Vergessen werde ich die Schalke-Fans nicht, ich wünsche euch alles Gute für die nächste Saison.“ Das klang dann schon nicht mehr ganz so euphorisch wie zuvor, als er nach seiner Wahl zum Spieler des Monats Februar gejubelt hatte: „Schon einige großartige Momente in zwei Monaten, viele weitere werden folgen.“

Dazu kam es nicht mehr. (MH)

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