VfL-Spielbericht

3:1 gegen Nürnberg: VfL Bochum feiert ersten Saison-Heimsieg

Bochum im Glück: Danilo Soares (2.v.r.) schreit die Freude über seinen Führungstreffer heraus.

Bochum im Glück: Danilo Soares (2.v.r.) schreit die Freude über seinen Führungstreffer heraus.

Foto: firo

Bochum.  Der VfL Bochum hat mit dem 3:1-Sieg gegen den 1. FC Nürnberg den Anschluss ans Zweitliga-Mittelfeld geschafft. Freitag geht es zum FC St. Pauli.

Das wäre es gewesen, dass Armel Bella-Kotchap mit einem Fallrückzieher ein Tor macht. Von der Strafraumgrenze wohlgemerkt. In der 17. Minute im Spiel gegen den 1. FC Nürnberg versuchte es der Innenverteidiger des VfL Bochum. So sieht Selbstvertrauen aus. Das war hoch beim VfL nach der guten Leistung im Pokal gegen die Bayern. Nicht nur bei Bella-Kotchap. Diesmal wurde es belohnt. Das 3:1 (3:0) gegen Nürnberg bedeutet den ersten Heimsieg in dieser Saison.

Dass Bella-Kotchap wieder spielen würde, war nach seiner Leistung gegen die Bayern zu erwarten. Weil Saulo Decarli mit neuerlichen Problemen am Hüftbeuger ausfiel, rückte Simon Lorenz in die Innenverteidigung. Die beiden machten ihre Sache ordentlich. Sie mussten aber lange Zeit auch nicht so viel wegverteidigen. Dafür sorgten ihre Neben- und Vorderleute. Vor allem mit etlichen Premieren.

Erstes VfL-Spiel für Willert

Danilo Soares hat schon viele gute Spiele für den VfL gemacht. Der Linksverteidiger ist schnell, zuverlässig, immer griffig im Zweikampf. Das war er im Spiel gegen Nürnberg auch. Es war sein 69. für den VfL. Es wird ein besonderes bleiben. Nachdem er den Ball knapp vor dem Nürnberger Strafraum erobert hatte, machte er nach feinem Zuspiel von Robert Tesche mit dem 1:0 das erste und sein erstes Tor für den VfL (9.).

Das 2:0 brachte die Torpremiere für Lorenz (40.). Er machte sein 13. Spiel für den VfL. Er konnte allerdings wenig dafür, dass er das Tor erzielte. Danny Blum hatte einen Freistoß scharf vor das Tor gespielt. Benedikt Willert, Nürnbergs Torwart, ließ den Ball fallen, genau vor die Füße von Lorenz.

Für Willert war es das erste Spiel für Nürnberg. Er spielt ansonsten für die A-Jugend der Nürnberger und ist die Nummer fünf in der Rangfolge der Nürnberger Schlussmänner. Die Nummern eins bis vier sind derzeit verletzt. Und natürlich hatten die Bochumer das auf dem Schirm.

Allen voran Blum. Der schnelle Außenangreifer beschäftigte seine Gegenspieler dauerhaft, war kaum zu stoppen. Seine Standards sind zudem immer gefährlich. So drehte er einen Freistoß an das Lattenkreuz. Kurz danach bediente er Manuel Wintzheimer und es hieß 3:0 (44.). Der durfte zum fünften Mal überhaupt und zum ersten Mal von Beginn an ran.

Videoschiedsrichter hilft Bochum

Silvere Ganvoula, der ansonsten im Sturmzentrum gesetzt ist, fehlte nach seiner fünften Gelben Karte. Und natürlich war es dann auch die Torpremiere für Wintzheimer.

3:0 zur Halbzeit. Ein überzeugender Auftritt. Das fand auch Patrick Fabian. Der zuletzt verletzte Innenverteidiger des VfL hatte viel Lob für sein Team, aber durchaus auch warnende Worte im Halbzeitgespräch. „Die erste Halbzeit war grandios. Wir haben den Schwung aus dem Bayern-Spiel mitgenommen. Ich hoffe jetzt nur, dass wir Ding nach Hause bringen.“ Fabian kennt seine Mitspieler. Sie schafften wieder kein Zu-Null-Spiel.

Asger Sörensen erzielte das 1:3 nach Flanke von Johannes Geis. Da war noch deutlich mehr eine halbe Stunde zu spielen. Und es musste kurze Zeit später der Videoschiedsrichter den Bochumern helfen. Das zweite Gegentor, das 2:3, es fiel, wurde aber wieder zurückgenommen. Der Videoschiedsrichter hatte ein ganz, ganz knappes Abseits gesehen.

Die vielen Unentschieden haben Spuren hinterlassen

Dem VfL fehlte im zweiten Abschnitt aber besonders nach dem Gegentor die Zielstrebigkeit und der Wille aus dem ersten Abschnitt. Und auch die Nürnberger hatten sich ja auf ihren Gegner gezielt vorbereitet. Dass die Bochumer immer Kandidaten für späte Gegentore sind, wussten sie. Daher versuchten sie es mit der Einwechslung aller zur Verfügung stehenden Stürmer, immer langen Bällen und einer deutlichen Druckerhöhung. Der aber hielten die Bochumer stand.

Wackelig, aber immerhin. Die vielen Unentschieden im eigenen Stadion mit vielen Toren und Gegentoren haben Spuren hinterlassen.

Zweikampfarbeit als Basis des VfL

So passte dann aber doch sehr viel zum und beim Premieren-Heimsieg des VfL in dieser Spielzeit. Besonders im ersten Abschnitt die Zweikampfarbeit als Basis für das im ersten Abschnitt gutes Spiel. Auch wenn sie nicht mit dem ersten Zu-Null-Sieg belohnt wurde. Mit dieser Premiere müssen die Bochumer noch etwas warten.

Die Start-Aufstellungen

Bochum: Riemann - Celozzi, Lorenz, Bella-Kotchap, Danilo Soares - Losilla, Tesche - Zoller, Lee, Blum - Wintzheimer

Nürnberg: Willert - Jäger, Mühl, Sörensen, Nürnberger - Kerk, Behrens, Geis, Dovedan, Hack - Frey

Schiedsrichter: Matthias Jöllenbeck (Freiberg am Neckar)

Der Live-Ticker zum Nachlesen:

Bochum - Nürnberg 3:1 (3:0)
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