2. Bundesliga

Bochums Celozzi denkt zuerst an das Team und dann an sich

Mit Ruhe am Ball: Stefano Celozzi (M.) überzeugte im Spiel gegen Nürnberg in der Defensive des VfL Bochum.

Mit Ruhe am Ball: Stefano Celozzi (M.) überzeugte im Spiel gegen Nürnberg in der Defensive des VfL Bochum.

Foto: Daniel Karmann / dpa

Bochum.  Es ist eine besondere Saison für Stefano Celozzi beim VfL Bochum. Er sollte verkauft werden, blieb aber. Gegen den 1. FC Nürnberg überzeugte er.

Dass der VfL Bochum auch beim 1. FC Nürnberg ohne Gegentor blieb, hatte natürlich viel mit der Abwehrleistung des gesamten Teams und insbesondere der Vierer-Abwehrkette zu tun. Dort fehlte nach seiner fünften Gelben Karte Cristian Gamboa. Für ihn spielte Stefano Celozzi. Der sollte den Verein im vergangenen Sommer bereits verlassen.

Herr Celozzi, Sie hatten seit Ende November 2019 nicht mehr gespielt. Sind Sie zufrieden mit ihrer Leistung?

Stefano Celozzi: Grundsätzlich fällt es mir schwer, meine Leistung zu beurteilen. Was ich aber auf jeden Fall sagen kann: Die Mannschaft hat es gut gemacht, mit den Ergebnissen seit dem Re-Start sind wir sehr zufrieden. Es geht dabei darum, was die Mannschaft gezeigt hat und natürlich auch um die Punktausbeute. Zwar sind wir nach Nürnberg gefahren, um zu gewinnen, aber man hat auch gemerkt, dass wir am Ende einer Englischen Woche waren, mit zwei Auswärtsspielen – das ging schon an die Substanz. Dennoch haben wir gepunktet und in den Auswärtspartien kein Gegentor bekommen, das sind neben dem Sieg über Kiel die positiven Aspekte.

Es ist eine besondere Saison für Sie. Erst sollten Sie verkauft werden, dann kam der Trainerwechsel und die Rückkehr in den Kader. Jetzt haben Sie ihr sechstes Spiel gemacht. Was erwarten Sie noch von dieser Saison?

Natürlich war ich überglücklich, wieder gemeinsam mit dem Team auf dem Platz zu stehen. Es ist ein gutes Gefühl, und ich habe versucht, das Spiel zu so gut es ging zu genießen. Wir wollen nun so schnell wie möglich die Punkte holen, um den Klassenerhalt sicher zu machen. Die Aufgabe ist schwer, aber zu schaffen. Je eher, desto besser. Nächstes Wochenende können wir einen großen Schritt in diese Richtung machen, denn dann kommt mit St. Pauli ein direkter Konkurrent. Generell habe ich den Eindruck, dass uns die Ereignisse in dieser Saison, speziell rund um die Corona-Krise, als Mannschaft noch einmal zusammengeschweißt haben. Die Punktausbeute kommt nicht von ungefähr.

Ihr Vertrag läuft aus. Ist es in diesen Coronazeiten möglich, dass Sie dennoch weiter beim VfL bleiben?

Aktuell ist nicht der Zeitpunkt, um über etwaige Szenarien zu diskutieren. Erst einmal haben wir den Klassenerhalt zu sichern, alles andere ist nebensächlich. Ich bin gerne bereit, wenn wir es geschafft haben, darüber zu sprechen. Bis dahin gilt der Fokus ausschließlich der Mannschaft und meiner Leistung, die ich im Training und im Wettkampf bringen muss.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben