Fußball - 2. Bundesliga

Der VfL Bochum will gegen Karlsruhe im „Flow“ bleiben

Zwei der drei Torschützen für den VfL beim 3:2 in Heidenheim: Simon Zoller (l.) und Silvere Ganvoula.

Zwei der drei Torschützen für den VfL beim 3:2 in Heidenheim: Simon Zoller (l.) und Silvere Ganvoula.

Foto: Marcel Engelbrecht / firo Sportphoto

Bochum.  Der erste Saisonsieg hat allen Beteiligten beim VfL gut getan. Nach der Länderspielpause möchte Trainer Reis mit dem Team den Trend bestätigen.

Für Thomas Reis kam die Länderspielpause gerade richtig. Zumindest versichert das der Chefcoach des Fußball-Zweitligisten VfL Bochum glaubhaft. „So hatten wir etwas mehr Zeit, das positive Gefühl zu genießen.“ Erst am neunten Spieltag gelang seinem Team der erste Saisonsieg. An das 3:2 beim FC Heidenheim möchte Reis beim Spiel gegen den Karlsruher SC, Sonntag, 13.30 Uhr, Ruhrstadion, gerne anknüpfen. „Ich hoffe, dass wir im Flow bleiben.“

Der soll sein Team zum ersten Heimsieg führen. „Die Zuschauer haben es verdient“, sagt Reis. Sein Team hat es sich bislang noch nicht verdient. Es gab einige Spektakel im Ruhrstadion in dieser Spielzeit. Es gab Aufholjagden, Führungen, viele Tore. Aber es gab noch keine konstant gute Leistung über 90 Minuten.

In Heidenheim sah das besser aus. Da wackelte der VfL nur kurz im zweiten Abschnitt und ganz am Ende, als die Heidenheimer noch den 2:3-Anschlusstreffer erzielten. Ansonsten überzeugte der VfL als Mannschaft. Auch, weil sich die Einwechselspieler nahtlos einfügten.

Große Auswahl an Offensiv-Qualitätsspielern

Die hießen da Milos Pantovic, Tom Weilandt und Thomas Eisfeld. Die könnten es auch jetzt wieder werden. Bis auf Uli Bapoh der mit einem Kreuzbandriss voraussichtlich den Rest der Saison ausfällt, hat Reis alle Spieler dabei. Zumindest die, die zuletzt nah an der Startformation waren. Denn Patrick Fabian, Görkem Saglam, Jan Wellers und Maxim Leitsch, die aktuell angeschlagen sind, gehörten in dieser Spielzeit noch nicht zu den Spielern, die für einen Einsatz in Frage kamen.

Anders sieht es bei Manuel Wintzheimer aus. Der überzeugte bei der U20-Nationalmannschaft mit Toren. „Er hat halt das Problem“, sagt Reis, „dass er Silvere Ganvoula vor sich hat. Der schießt Tore und bereitet sie vor. Aber Manuel kann auch auf anderen Positionen spielen.“ Das gilt auch für Chung-Yong Lee. Er wird erneut als weitere Ergänzungskraft dazu kommen. „Wir haben eine große Auswahl an Offensivqualitätsspielern“, sagt Reis dazu. „Das ist schön, macht es gleichzeitig aber auch schwerer. Ich grübele positiv daran, wen ich spielen lasse.“

Gerade Weilandt und Eisfeld gefielen beim 4:2-Sieg im Test gegen den KFC Uerdingen mit jeweils zwei Toren. Auch Lee konnte zeigen, dass er wieder auf einem guten Weg ist. In jedem Fall konnte sich Reis, halbwegs unter regulären Wettkampfbedingungen, ein Bild vom Leistungsvermögen des Südkoreaners machen.

Als VfL-Trainer noch ungeschlagen

In Summe ist Reis mit den ersten 43 Tagen seiner Tätigkeit beim VfL zufrieden. „Ich bin als Trainer des VfL noch ungeschlagen. Nicht zufrieden bin ich damit, wie viele Punkte wir haben. Das hätten mehr sein können. Aber ich sehe, dass es in die richtige Richtung geht. Die Spieler freunden sich mehr und mehr mit meiner Spielidee an. Auf diesem Weg wollen wir weitergehen. Aber wir wissen, dass das noch ein hartes Stück Arbeit wird.“

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