VfL-Testspiel

Die Jugend darf in Holland ran für den VfL Bochum

Luke Hemmerich (l.) ist jung, aber dank seiner Einsätze in der Liga wie gegen Düsseldorf zählt er schon zum Stamm des VfL Bochum, der heute in Holland spielt. Foto:Hendrik Steimann

Foto: Hendrik Steimann

Luke Hemmerich (l.) ist jung, aber dank seiner Einsätze in der Liga wie gegen Düsseldorf zählt er schon zum Stamm des VfL Bochum, der heute in Holland spielt. Foto:Hendrik Steimann Foto: Hendrik Steimann

Bochum.  Überwiegend junge Spieler sollen zum Einsatz kommen, wenn der VfL Bochum am Samstag beim niederländischen Zweitligisten Helmond Sport spielt.

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„Angebotsspiele“, so hat der VfL Bochum zu Gertjan Verbeeks Zeiten seine Testpartien getauft, und an diesem Samstag im niederländischen Helmond passt diese Bezeichnung wohl so gut wie selten zuvor. Denn wenn der deutsche Zweitligist beim holländischen Zweitligisten Helmond Sport ab 13 Uhr antritt, werden die meisten Stammspieler nicht dabei sein. Und das nicht nur, weil die Partie auf Kunstrasen stattfindet, was für häufiger und/oder länger verletzte Spieler kein guter Boden ist, um Vertrauen zu gewinnen.

Trainer Jens Rasiejewski will wie zeitweise ja schon gegen den B-Kreisligisten SF Westenfeld „den jüngeren Spielern“, darunter etlichen Talenten aus der U19, eine Chance geben, sagte er gestern nach dem nur wegen des Wetters ungemütlichen und ansonsten spielfreudigen Trainings. Insgesamt fahren nur 15 Spieler und zwei Torhüter mit nach Helmond.

Dornebusch steht im Tor

Im Tor wird Felix Dornebusch stehen, zu den etablierten Zweitliga-Spielern, die heute mitkicken, zählen Johannes Wurtz und Lukas Hinterseer, auch Luke Hemmerich reist mit. Zudem darf sich Vangelis Pavlidis, der am Doppel-Testspieltag gegen den BVB und Westenfeld sein Comeback feierte nach langer Auszeit, in der Offensive beweisen.

Die Erkenntnisse werden Rasiejewski und Co. womöglich längerfristig eine Hilfe sein, kurzfristig haben sie sicherlich keinen Einfluss auf das, was kommt. Die Spielvereinigung Greuther Fürth. Der Tabellenvorletzte. Am kommenden Samstag im Ruhrstadion (13 Uhr).

Der Druck ist wieder groß

Und wieder brodelt es, wieder steht der Klub unter enormen Druck. Bisher hielt die Mannschaft diesem Druck stand, wenn es zuhause – von den Auswärtsauftritten sei an dieser Stelle mal keine große Rede – so richtig ernst wurde. Als der mit dem Ziel Aufstieg und einem um zwei Millionen Euro verteuerten Kader gestartete VfL erst einen Punkt nach drei Partien hatte, kam Dynamo Dresden nach Bochum. Der VfL gewann dank eines Last-Minute-Treffers von Lukas Hinterseer mit 3:2. Der erste Saisonsieg. Und doch: keine Befreiung.

Denn dem Erfolg in Darmstadt folgten zwei weitere Pleiten in der englischen Woche, gegen Heidenheim und in Nürnberg. Es war ein offenes Geheimnis, dass Ismail Atalans Trainerstuhl längst wackelte. Ingolstadt kam – Bochum gewann mit der wohl besten Saisonleistung, mit 2:0 (seitdem hat Ingolstadt nicht mehr verloren bei vier Siegen und einem Remis).

Das letzte Tor fiel gegen den SVS

Atalan durfte bleiben. Doch nach dem 0:3 in Kiel und der Ausgliederungs-Versammlung eine Woche darauf war Schluss. Am Ende der turbulenten Woche mit Atalan-Aus und Bastians-Suspendierung kreuzte der SV Sandhausen auf. Bochum, erstmals gecoacht von Jens Rasiejewski, gewann. 2:0.

Eine Befreiung? War es wieder nicht. Seitdem hat der VfL kein Tor mehr erzielt in vier Pflichtspielen.

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