VfL Bochum

Fehlstart für den VfL Bochum: "Gefühlslage ist bedrückend"

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Die Spieler des VfL Bochum um Torwart Manuel Riemann (m.) stehen nach der Heimniederlage gegen Mainz 05 enttäuscht auf dem Rasen.

Die Spieler des VfL Bochum um Torwart Manuel Riemann (m.) stehen nach der Heimniederlage gegen Mainz 05 enttäuscht auf dem Rasen.

Foto: firo

Bochum.  Der VfL Bochum kassiert am ersten Bundesliga-Spieltag eine 1:2-Heimniederlage gegen Mainz 05. Das sagen die VfL-Spieler nach der Pleite.

„Man wird bei uns heute nur hängende Köpfe sehen“, sagte Kevin Stöger frustriert nach dem 1:2 des VfL Bochum zum Bundesliga-Auftakt gegen Mainz 05. Zwei Kopfballtreffer des ungestörten Karim Onisiwo machten den Unterschied. Zwei Treffer, „die so nicht fallen dürfen“, sagte Kapitän Anthony Losilla.

VfL Bochum: Flanke von Kevin Stöger rutscht zum 1:1 ab

Dabei hatte Stöger, der beste Bochumer Feldspieler und ehemalige Mainzer, mit einem sehenswerten 30-Meter-Schlenzer in den rechten Winkel für das 1:1 gesorgt. Gewollt, sagte der Österreicher ehrlich, war das nicht. „Ich habe Zolli am zweiten Pfosten gesehen, wollte flanken, aber der Ball ist mir abgerutscht und ins Tor gegangen“, erklärte er.

Mehr als um sein Tor aber ging es um eine wackelige Defensive nach dem 0:1, zwei Aussetzer bei den Toren und zu wenig eigener Torgefahr im zweiten Durchgang. Auch Gerrit Holtmann konnte nach der Pause nichts mehr bewirken, nachdem er gut angefangen hatte. „Wir haben zu viel quer gespielt, das sind nicht wir. Wir müssen durchstarten, die Chancen mehr erzwingen. Mainz stand sehr tief, wir haben keine Lösungen gefunden. Daran müssen wir arbeiten“, sagte der Linksaußen selbstkritisch. „Die Gefühlslage ist bedrückend. Wir hatten viel Ballbesitz, waren nicht schlecht, aber auch nicht gut“, meinte Holtmann. „Alle drei Tore fielen praktisch aus dem Nichts. In der zweiten Halbzeit lief das Spiel auf ein Unentschieden hinaus, dann kriegen wir nach einer Ecke das Tor.“

Anthony Losilla, der Kapitän, wollte nach dem 1:2 nicht alles schlechtreden und betonte auch das Positive. „Wir hatten viel Ballbesitz, haben bis auf eine Phase in der ersten Halbzeit nach dem 0:1, als wir die Ordnung ein bisschen verloren haben, wenig zugelassen“, meinte Losilla. „Aber Onisiwo kommt zwei Mal frei zum Kopfball, da muss man stören. Das 1:2 fällt nach einem Standard, als wir am Drücker waren“, kritisierte der Kapitän. „Mainz stand sehr tief, wir wollten mit Flanken und Präsenz in der Box zum Erfolg kommen, das ist uns nicht so gelungen wie geplant. Aber wir waren trotzdem die spielerisch bessere Mannschaft. Die Niederlage tut deshalb sehr weh.“

Etwas Pech kam hinzu, als es nach Videocheck keinen Handelfmeter gab für Bochum. Simon Zoller hatte Maxim Leitsch im Strafraum angekeköpft. Brust? Hand? „Der Schiedsrichter hat mir gesagt, dass der Ball erst an die Brust von Leitschi ging und dann an die Hand, deshalb gab es keinen Elfmeter“, erklärte Losilla.

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VfL Bochum am zweiten Spieltag in Hoffenheim

Zwiegespalten fiel auch die Bilanz von Kevin Stöger aus. „Die Niederlage ist sehr ärgerlich, heute wird man bei uns nur hängende Köpfe sehen. Wir sind gut ins Spiel gekommen, das 0:1 fällt aus dem Nichts. Aber wir haben Mentalität gezeigt, sind fantastisch zurückgekommen“, meinte der Ex-Mainzer. „Wir haben das Spiel gemacht, Mainz hat sich sehr tief zurückfallen lassen. Mainz hat noch nie so defensiv gespielt wie heute.“ Dass Bochum wenige Chancen herausspielte, lag eben auch an der Mainzer Abwehrarbeit. „Zwei, drei Mal kommen wir auch in der zweiten Halbzeit noch gefährlich vors Tor“, so Stöger, „viel mehr Chancen kriegst Du in so einem Spiel dann nicht.“

Jetzt gelte es, an Fehlern zu arbeiten, wie Losilla meinte: Denn bei der TSG Hoffenheim hat der VfL Bochum am nächsten Samstag (13. August, 15.30 Uhr) eine schwere Aufgabe vor der Brust.

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