VfL Bochum

Grönemeyers Auftritt steigert die Stimmung beim VfL Bochum

Das Comeback des Sonntags: Im Oktober 2006 war Herbert Grönemeyer im Ruhrstadion, danach verlor der VfL mit 0:6 gegen Werder Bremen. Vor dem Spiel gegen Greuther Fürth singt der Musik-Star die Hymne „Bochum“. Foto:firo

Das Comeback des Sonntags: Im Oktober 2006 war Herbert Grönemeyer im Ruhrstadion, danach verlor der VfL mit 0:6 gegen Werder Bremen. Vor dem Spiel gegen Greuther Fürth singt der Musik-Star die Hymne „Bochum“. Foto:firo

Grumme.   Herbert Grönemeyer singt am Sonntag im Ruhrstadion die Bochum-Hymne mit den Fans. Danach ist die Mannschaft gefordert, gegen Fürth zu punkten.

Herbert Grönemeyer ist zweifellos das Thema des Tages beim VfL Bochum. Der Sänger wird vor dem Anpfiff des Zweitliga-Spiels gegen Greuther Fürth am Sonntag (13.30 Uhr) mit den Fans die Hymne Bochum intonieren, und natürlich dürfte allein dieser Kurzauftritt einige Zuschauer ins Stadion locken, die den Fußball des VfL nicht live sehen wollten.

Seit rund anderthalb Jahren mühte sich der Verein mit dem Grönemeyer-Management um diese Show-Einlage. Damals war die 10.000-Mitglieder-Marke geknackt worden, und der Kult-Sänger hatte für diesen Fall sein Kommen vor einem Spiel versprochen.

Ein Highlight für Verein, Fans, Stadt

Nun ist es soweit, und vielleicht ist der wie auch immer zustande gekommene Zeitpunkt – der Musikstar verknüpft die Gesangseinlage mit einer Co-Moderation für Amazon Music – ja gerade richtig für die Fußballer in Bochum: „Das ist super“, sagt jedenfalls Robin Dutt, der Trainer. Und Stefano Celozzi, der Kapitän, sagt: „Wir freuen uns. Das ist ein Highlight für den Verein, für die Fans, für die Stadt.“

Ob es die Spieler auch beflügeln kann, wird sich zeigen. Beim letzten „Herbie“-Besuch im Ruhrstadion im Rahmen eines Spiels passierte das Gegenteil: Gegen Werder Bremen verlor der VfL mit 0:6. Immerhin in der 1. Liga allerdings.

Celozzi sieht die Gefahr: „Wir müssen punkten“

Kapitän Celozzi weiß, dass die Mannschaft gefordert ist, dass sie sich auf sich selbst konzentrieren muss. „Wir müssen zu unserer alten Stärke finden“, sagt der Rechtsverteidiger. „Die Mannschaft will. Wir müssen hundert Prozent Leidenschaft auf den Rasen bringen.“

Der Kapitän ist ebenso wie der Trainer weit davon entfernt, in Panik zu

verfallen mit Blick auf ganz unten, auf die Abstiegsregion. „Aber jeder kann die Tabelle lesen“, mahnt er. „Die Gefahr ist da, das weiß jeder von uns. Wir müssen Punkte holen.“ Acht Zähler beträgt der Vorsprung ja nur noch auf den Fünfzehnten Sandhausen und den Sechzehnten Magdeburg. Der FCM könnte den Rückstand mit einem Sieg in Bochum am 4. Mai selbst verkürzen. Kurzum: Noch hat der VfL Bochum den Klassenerhalt nicht eingetütet.

Kein zuletzt fehlender Profi kehrt zurück

Auch gegen Fürth wird Robin Dutt wohl auf den Kader der letzten Woche setzen müssen, auch am Donnerstag kehrte keiner der zehn fehlenden Profis ins Mannschaftstraining zurück. „Die Spieler, die da sind, haben viel Qualität. Die müssen wir auf den Platz bringen.“

Im Training gestern mischten dabei gleich sechs A-Jugendliche mit, neben den derzeit zum Stamm zählenden Stelios Kokovas und Moritz Römling auch Torwart Joshua Wehking sowie Michael Martin, Gentrit Limani und Ömer Uzun. Für Letztere handelte es sich eher um ein Casting. Kokovas indes scheint auf der linken Seite weiterhin die erste Alternative zu sein für die fehlenden Danilo Soares und Vitaly Janelt.

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