VfL Bochum

Nach Bochum-Pleite - VfL-Trainer Dutt kritisiert sein Team

Große Enttäuschung bei Robin Dutt nach dem 1:3 gegen St. Pauli.

Große Enttäuschung bei Robin Dutt nach dem 1:3 gegen St. Pauli.

Foto: firo Sportphoto/Jürgen Fromme / firo Sportphoto

Bochum  Die Ernüchterung nach der 1:3-Pleite in der 2. Bundesliga gegen den FC St. Pauli war auch bei Bochum-Trainer Robin Dutt groß.

Markus Kauczinski und Robin Dutt betraten nach dem Abpfiff das Medienzentrum des VfL Bochum zur turnusmäßigen Pressekonferenz nach der Partie. Während Pauli-Trainer Kauczinski breit lächelte, verzog VfL-Trainer Dutt auf dem Podium keine Miene. Die bittere 1:3-Schlappe im direkten Duell der Verfolger hatte ihm sichtlich zugesetzt. In seinem Statement zum Spiel kritisierte Dutt die Mannschaft deutlich.

"Ich freue mich für jeden, der ein gutes Spiel gesehen hat, aber ich kann meiner Mannschaft in diesem Spiel wenige Komplimente machen", sagte der gebürtige Kölner. Sein Gegenüber, Markus Kauczinski, hatte zuvor die Attraktivität des Zweitliga-Topspiels hervorgehoben und dem VfL einen guten Auftritt attestiert. "Wir waren sicherlich nicht die bessere Mannschaft", hatte der ehemalige KSC-Trainer betont. Doch von diesem Lob wollte Bochums Trainer nicht wirklich etwas hören: "Von uns war es nur bedingt ein gutes Spiel." Vielmehr hob Dutt zwei zentrale Kritikpunkte hervor, die seiner Meinung nach zur Niederlage geführt hätten.

Fehler in der Defensive – mangelhafte Offensive

Den Fokus legte er zunächst auf das ungewohnt sorglose Verhalten in der Defensive seiner Mannschaft: "Unsere Restverteidigung war sehr offen. Das sind wir von der Mannschaft nicht gewohnt." Vor dem 16. Spieltag hatte der VfL lediglich 16 Gegentreffer kassiert und hatte damit die drittbeste Verteidigung der gesamten Liga. Durch die drei Pauli-Tore muss sich Bochum diesen Status nun mit dem 1. FC Köln teilen. Dutt zu den Gegentreffern: "Ich habe es meiner Mannschaft vorher gesagt: Fehler werden von Mannschaften, die oben in der Tabelle stehen, anders bestraft als von Mannschaften, die unten stehen."

Auch die mangelhafte Chancenverwertung machte Dutt als Hauptfaktor für die Pleite im letzten Heimspiel des Jahres 2018 aus: "Wir hatten so viele Chancen. Silvere Ganvoula muss das 2:2 machen, auch in der 90. Minute kriegen wir den Ball zweimal nicht über die Linie." Abschließend bilanzierte er: "Der Sieg für Pauli war sicherlich nicht unverdient." Auf den VfL Bochum warten bis zum Jahresende zwei schwere Auswärtsspiele bei Union Berlin und beim 1. FC Köln. Aktuell ist Bochum Siebter in der Tabelle und hat vier Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz.

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