Kaderplanung

Nominiert: Bochums Kruse kann sich wohl bei der WM empfehlen

Könnte sich bei der WM auf großer Bühne empfehlen: Robbie Kruse vom VfL Bochum (rechts).

Foto: Lars Baron

Könnte sich bei der WM auf großer Bühne empfehlen: Robbie Kruse vom VfL Bochum (rechts). Foto: Lars Baron

Bochum.  Robbie Kruse vom VfL Bochum steht im vorläufigen WM-Kader Australiens. Der Zweitligist drückt jetzt in der Relegation Wolfsburg die Daumen.

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Nach der Saison ist vor der Saison. Die Planungen für die kommende Spielzeit haben auch beim VfL Bochum bereits begonnen, die Verpflichtung von Milos Pantovic ist ein deutliches Zeichen dafür. Aber man wird nichts überstürzen an der Castroper Straße, schließlich beschert die Weltmeisterschaft in Russland nicht nur ein weit geöffnetes Zeit- und Urlaubsfenster. Zunächst wird wohl zu klären sein, wer von den Kandidaten, deren Verträge gerade eenden, beim VfL bleiben will und wird.

Im Gespräch darüber sei man mit allen, heißt es. Klar ist, dass Evangelos Pavlidis, der ein halbes Jahr bei der U23 von Borussia Dortmund verbracht hat, zurückkommen wird. Gleiches gilt für Tom Weilandt, der an Holstein Kiel ausgeliehen war, aber noch einen gültigen Vertrag mit dem VfL Bochum besitzt. Von Weilandts technischen Fähigkeiten halten die Verantwortlichen eine Menge. Nach seiner Rückkehr und dem Pantovic-Transfer verfügt der VfL bereits über zwei zusätzliche Flügelspieler, insbesondere für Selim Gündüz könnte es damit knapp werden.

Kader soll behutsam reduziert werden

Sportvorstand Sebastian Schindzielorz hat auch Tom Baack und Ulrich Bapoh, deren Jugendzeit inzwischen beendet ist, auf der Rechnung. Dennoch will man den Kader, so es geht, behutsam reduzieren. Allerdings mit Bedacht, denn eine U23 als Reservoir existiert ja schon längere Zeit nicht mehr.

Ziemlich sicher sein darf man, dass nach Kevin Stögers Weggang etwas im zentralen Mittelfeld passieren wird. An zwei bis maximal sechs neue Spieler wird gedacht, ob ein Abwehrspieler darunter sein wird, muss sich zeigen. Es gibt ja offene Fragen. So zieht sich die Verletzung von Maxim Leitsch hin, und ob Timo Perthel, der zuletzt problemlos trainieren konnte, nach seiner langen Pause wieder sofort wird eingreifen können, bleibt abzuwarten. Sollte das der Fall sein, dann, sagt Schindzielorz, haben wir eine „Top-Bestzung auf der linken Seite“: mit Perthel und Danilo Soares. Schindzielorz: „Timo Perthel ist ein total positiver Typ, er macht einen sehr guten Eindruck.“

Offensive ist nicht von schlechten Eltern

Auch die Offensive ist nicht von schlechten Eltern, so sie denn bleibt, wie sie ist. Die 14 Saisontreffer von Lukas Hinterseer haben den Österreicher vielleicht auch interessant gemacht für einen der äußerst solventen englischen Zweitligisten. Zu hören ist zwar bislang nichts davon, aber das kann sich ja noch ändern. Und Robbie Kruse, der gestern von Australiens Nationaltrainer Bert van Marwijk ins vorläufige WM-Aufgebot berufen wurde, aus dem nur noch drei Spieler gestrichen werden müssen, könnte die Bühne in Russland nutzen, um sich für höhere Aufgaben zu empfehlen. Dass der schnelle Offensivmann Bochum angeblich für 300 000 Euro verlassen darf, wie zu lesen war, nötigt den VfL-Verantwortlichen ein Lächeln ab.

Kiel-Aufstieg kostet Millionensumme

An der Castroper Straße hat man jedenfalls keine Eile. Erst will man genau wissen, wieviel TV-Geld man zu erwarten hat. Ein eventueller Aufstieg von Holstein Kiel, hat Finanzvorstand Ilja Kaenzig überschlagen, könnte den VfL eine siebenstellige Summe kosten. Selbst wenn Kiel Zweitligist bleibt, werden die Bochumer nicht im Geld schwimmen. Dann gibt es zwar mehr TV-Geld, aber kaum Transfereinnahmen. Große Sprünge kann man also nicht machen.

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