VfL Bochum

VfL-Trainer Reis will Montag viel vom Bayern-Spiel sehen

Robert Tesche (M.) überzeugte gegen die Bayern. Anthony Losilla (r.) ließ 12,9 Kilometer.

Robert Tesche (M.) überzeugte gegen die Bayern. Anthony Losilla (r.) ließ 12,9 Kilometer.

Foto: Ralf Ibing / firo Sportphoto

Bochum.  Für ihre Leistung im DFB-Pokalspiel gegen die Bayern haben die Profis des VfL viel Lob bekommen. Jetzt gilt es das in der 2. Liga zu bestätigen.

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Wenn es doch nur so einfach wäre. Das Flutlicht geht an und die Profis des VfL Bochum rufen eine tadellose Leistung ab. Gegen den FC Bayern München zeigten die Bochumer ihre vor allem beste kämpferische Leistung der Saison. Wenn es so einfach wäre, Licht an – Leistung an, wären die nächste Ligaspiele für das Team von Trainer Thomas Reis gegen den 1. FC Nürnberg (Montag, 20.30 Uhr) und am Freitag in St. Pauli (18.30 Uhr) fast ein Selbstläufer. Bei beiden Spielen wird das Flutlicht leuchten. Reis kann aber auch nur hoffen und fordern, dass seine Spieler erneut bis an ihre Grenzen gehen.

Im Internet kursierte nach dem Bayern-Spiel ein schönes Bild. Es zeigte das Ruhrstadion von oben als Heatmap, also vermeintlich mit einer Wärmebildkamera aufgenommen. Dazu stand dann der Satz: „Man munkelt, Anthony Losilla läuft immer noch durchs Ruhrstadion.“ Rekordverdächtige 12,9 Kilometer lief der VfL-Spielführer gegen die Bayern. Der Kapitän ging voran. Er hatte diesmal aber auch ein Team hinter sich, das genauso viel investierte.

Die Bayern am Rande einer Niederlage

„Dass muss der Maßstab auch für die Liga sein“, sagten zahlreiche VfL-Spieler zum Pokalspiel. Auch Reis fordert das: „Wir haben gezeigt, dass wir das können. Wir hatten die Bayern am Rande einer Niederlage. Und das nicht nur, weil die Bayern so schlecht waren, sondern weil wir es wirklich gut gemacht haben. Aber das kann eben nur der erste Schritt in die richtige Richtung sein. So muss es jetzt weitergehen. Gegen Nürnberg müssen wir genauso viel investieren.“

Gegen die Bayern investierten die Bochumer so viel, dass es bei einigen Spielern noch bis zum Freitag zu merken war. So konnte Chung-Yong Lee nicht mit der Mannschaft trainieren. Der südkoreanische Mittelfeldspieler hat leichte muskuläre Probleme. Ebenso wie Saulo Decarli. Der Abwehrchef absolvierte zumindest einen Teil der Freitagseinheit, ging aber vorzeitig in die Kabine. „Das ist bei beiden eine reine Vorsichtsmaßnahme“, sagte Reis. „Ich gehe davon aus, dass beide gegen Nürnberg einsatzbereit sein werden.“ Das sieht bei Cristian Gamboa nicht so aus. Der costa-ricanische Nationalspieler hat eine Muskelverletzung, fehlte daher auch schon gegen die Bayern. Für ihn rückte Stefano Celozzi ins Team.

Wechsel im Sturmzentrum

Zwangsläufig einen Wechsel wird Reis auch im Sturmzentrum vornehmen müssen. Silvere Ganvoula, bislang bester Bochumer Torschütze, fehlt gegen Nürnberg gesperrt. Er sah beim 1:2 gegen Holstein Kiel die fünfte Gelbe Karte. Für ihn rückt aller Voraussicht nach Manuel Wintzeimer ins Team. Er war die letzte Verpflichtung der Bochumer vor dem Schließen des Transferfensters. Nun bekommt er wohl seine erste Chance von Beginn an. „So ist das im Fußball“, sagt Reis dazu. „Ein Spieler verletzt sich oder fehlt, ein anderer kann sich beweisen.“

So auch Robert Tesche. Der Routinier rückte gegen die Bayern ins Team, machte seine Sache dann sofort mehr als ordentlich. „Vitaly Janelt, der ansonsten auf seiner Position spielt, hat das ja auch lange sehr gut gemacht. Jetzt ist er in einem kleinen Leistungsloch und muss sich nun im Training wieder zeigen. So muss es sein.“ Im Zweifel auch, wenn das Flutlicht nicht an ist.

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