Länderspiele

Trotz Verletzung: Bochums Kruse fliegt nach Australien

Fliegt am Dienstagabend nach Australien: Robbie Kruse, hier im Länderspiel gegen Japan mit dem Ex-Bochumer Takashi Inui. Foto:Matt Roberts, dpa

Fliegt am Dienstagabend nach Australien: Robbie Kruse, hier im Länderspiel gegen Japan mit dem Ex-Bochumer Takashi Inui. Foto:Matt Roberts, dpa

Bochum.  VfL-Stürmer Robbie Kruse fliegt am Dienstagabend nach Australien. Der verletzte Bochumer könnte im Playoff-Rückspiel gegen Honduras auflaufen.

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Vier Pflichtspiele in Folge hat der VfL Bochum kein Tor mehr erzielt, in den letzten drei Partien hat der stärkste Angreifer gefehlt. Robbie Kruse musste wegen seiner Kniereizung passen, er wurde schmerzlich vermisst beim VfL Bochum. Am Montag absolvierte er auf dem unteren Rasenplatz ein Lauftraining. Im Schatten des Ruhrstadions. Also keine Länderspielreise um die halbe Welt?

Doch. Am Dienstagabend, erklärte Kruse recht gut gelaunt nach seiner Einheit inklusive einiger Mut machender Steigerungsläufe, werde er abheben. Richtung Australien. Denn natürlich will auch sein Nationalteam nicht auf die Dienste des Stürmers verzichten, der Verband hat ihn angefordert. Es geht in zweimal 90 Minuten plus eventueller Verlängerung um die WM-Qualifikation. In den Playoffs ist Australien erst in Honduras gefordert und dann auf dem eigenen Kontinent.


Die gute Nachricht für den VfL, immerhin: Der australische Fußballverband verzichtet auf den angeschlagenen Kruse in Honduras, wo am kommenden Freitag, 10. November, das Hinspiel steigt. In Australien sollen die dortigen Ärzte und Physiotherapeuten Kruse weiter behandeln, dort wird er weiter an seiner Form arbeiten.

Rückspiel steigt in Sydney

Das Rückspiel steigt am Mittwoch, 15. November (20 Uhr Ortszeit, 10 Uhr MESZ), im Olympiastadion von Sydney. Ob Kruse bis dahin seine Blessur auskuriert haben und zum Kader der Australier zählen wird, ist aktuell noch offen. Mit seiner Rückkehr ins VfL-Training jedenfalls ist erst am Freitag kommender Woche zu rechnen - einen Tag vor dem wichtigen Spiel gegen Greuther Fürth. „Natürlich hoffen wir, dass Robbie Kruse schnell wieder richtig fit wird und für uns spielen kann“, sagt VfL-Trainer Jens Rasiejewski grundsätzlich.

Kruse ist nicht der einzige Nationalspieler des VfL, auf den er zumindest in der ersten Woche der Vorbereitung auf das Kellerduell gegen Fürth verzichten muss. Auch Dimitrios Diamantakos, der in Kaiserslautern völlig blass blieb, hat zwei heiße Playoff-Duelle vor sich: Mit Griechenland geht es für den VfL-Neuzugang gegen Kroatien am Donnerstag erst auswärts in Zagreb und am Sonntag in Piräus um die WM-Teilnahme. Diamantakos soll kommende Woche Dienstag wieder an Bord sein beim VfL.

Bereits unterwegs ist auch Görkem Saglam, der für die U20 des DFB nominiert wurde. Auf Abruf bereit halten sich Luke Hemmerich und Maxim Leitsch, ebenso wie Lukas Hinterseer für das A-Team Österreichs. Die A-Jugendlichen Ulrich Bapoh und Torwart Niclas Thiede spielen für die U19 des DFB, Tom Baack hat abgesagt.

Fabian meldet sich zurück

Wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen ist gestern Patrick Fabian. „Alles gut“, sagte der zuletzt wegen Knieproblemen fehlende Innenverteidiger nach der Einheit mit vielen Torschussübungen und Spielformen zum Kreieren von Torchancen. Denn „die Spielproblematik“ wie in Kaiserslautern, so Rasiejewski, dass also der Gegner tief steht und engmaschig verteidigt, werde man noch häufiger erleben. Zum Beispiel: gegen Fürth.

Auch Tim Hoogland trainiert wieder in Bochum

Auch Tim Hoogland ist wieder zurück. Der Innenverteidiger litt an einem Haarriss im Fuß, verpasste daher die letzten fünf Ligaspiele.

Nach zwei Reha-Wochen mit Kraft- und Laufprogramm trainierte er gestern auf dem VfL-Platz individuell, absolvierte vorwiegend Laufübungen. „Ich will keine Prognose abgeben“, sagte er auf die Frage, wann mit ihm zu rechnen sei. Und fügte an: „Aber das nächste Spiel ist ja erst in zwei Wochen.“

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