2. Liga

VfL Bochum hofft noch auf Lees Einsatz gegen Wiesbaden

War in Hamburg vor allem defensiv gefordert: Chung-Yong Lee

War in Hamburg vor allem defensiv gefordert: Chung-Yong Lee

Foto: firo Sportphoto/Christopher Neundorf / firo Sportphoto

Bochum.  Chung-Yong Lee könnte am Samstag zum Kader des VfL Bochum zählen. Bei einem anderen sieht es schlecht aus. Dutt schwärmt vom Bayern-Los.

Die Video-Analysen beim VfL Bochum vor der ersten Einheit der Woche dauern in dieser Saison bisher ein wenig länger als gewohnt. Auf der Suche nach der richtigen Balance zwischen Defensive und Offensive gibt es viel zu klären, vor dem Bildschirm, auf dem Platz. „In Hamburg“, sagte Trainer Robin Dutt nach dem späten Training am Dienstag, „haben wir unser mit Abstand bestes Spiel gemacht bisher.“

Auch wenn, so Dutt, das Stellungsspiel in der Offensive nicht wie erhofft funktioniert, der Druck im letzten Drittel gefehlt habe. „Wir müssen mehr Druck erzeugen und uns mehr Chancen erarbeiten, ohne hinten mehr auf zu sein“, sagte der Trainer vor dem Schlüssel-Duell gegen Schlusslicht Wehen Wiesbaden am Samstag (13 Uhr). Das Spiel im letzten Drittel stand auf dem Trainingsplan am Dienstag. Dutt: „Daran arbeiten wir, und die Jungs ziehen gut mit.“

Optimale Mischung hat Dutt noch nicht gefunden

Die optimale Mischung hat Robin Dutt bisher noch nicht gefunden. In Hamburg etwa setzte er auf Tom Weilandt, der zuletzt in Regensburg begonnen hatte - beides Mal zeigte der 27-Jährige eine enttäuschende Leistung, besser lief es für ihn nur als Joker nach seiner Einwechslung gegen Bielefeld.

Weilandt klagt über Schmerzen im Fuß

Allerdings ist Weilandt nicht beschwerdefrei: Immer wieder klagt er über Schmerzen, über Druck im Fuß, eine genaue Ursache konnte bisher nicht gefunden werden. Auch am Dienstag musste er aussetzen mit dem Training, „mit einer Prognose tue ich mich schwer“, sagte Robin Dutt. Voraussichtlich fällt Weilandt am Samstag aus.

Bei Lee sieht es deutlich besser aus

Besser sieht es bei Chung-Yong Lee aus. Der Koreaner, der am Dienstag nicht mittrainierte, hat sich eine Innenband-Dehnung im Knie zugezogen in Hamburg. Nichts Dramatisches. Dutt: „Bei Lee hoffe ich noch, dass er am Samstag im Kader sein kann.“

Zoller und Blum sind Optionen für die Startelf

Auch bei Lee, der den Beginn der Vorbereitung angeschlagen verpasst hatte, gab es bisher Licht und noch viel Schatten, ebenso wie bei Sebastian Maier, der nach seinem Seuchen-Jahr sicherlich noch ein paar Wochen Spielpraxis benötigt, oder bei Danny Blum, bei Simon Zoller. Blum und Zoller fielen auch schon mindestens einmal verletzungsbedingt aus, für Samstag sieht es gut aus. Gut möglich, dass sie die offensiven Außen besetzen gegen Wiesbaden.

Lorenz könnte erneut rechts verteidigen

Im defensiven Zentrum präsentierten sich in Hamburg Saulo Decarli nach auskurierter Hüftverletzung und Vitaly Janelt als Sechser als Säulen, Thomas Eisfeld wird es nach bisher schwachen Leistungen schwer haben, Janelt wieder zu verdrängen. Decarli und Janelt dürften ebenso gesetzt sein wie Danilo Soares links, Anthony Losilla im Mittelfeld, Stürmer Silvere Ganvoula und auch Simon Lorenz, der wohl erneut den Rechtsverteidiger spielt. Im Spiel mit dem Ball wurde in Hamburg aus der Viererkette eine Dreierkette mit Lorenz auf halbrechts - eine Marschrichtung, die auch gegen Wiesbaden eine Option sein dürfte.

Dutt freut sich auf die Bayern: „Das ist ein Wahnsinnslos“

Und vielleicht gibt ja auch das Bayern-Los einen kleinen Schub. Trainer Robin Dutt jedenfalls ist vom Pokal-Gegner der 2. Runde begeistert: „Das ist ein Wahnsinns-Los. Einerseits muss das natürlich noch weit weg sein. Andererseits kann uns das aber auch über die nächsten Wochen ein wenig tragen“, sagte er, ohne den Blick auf den Liga-Erhalt zu verlieren. Gegen Wiesbaden gilt es, und für den Trainer gibt es in einem 90-Minuten-Spiel der 2. Liga keine Favoriten, keine Außenseiter. Dutt: „Wer sich in dieser Liga vorab besser macht oder kleiner macht als der Gegner, der hat schon verloren.“

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