Coronakrise

VfL Bochum: Wie Jugendfußballer mit der Krise umgehen

Simon Schuchert, Trainer der U16 des VfL Bochum und Koordinator der U9 bis U12, hat das Thema bereits früh angesprochen.

Simon Schuchert, Trainer der U16 des VfL Bochum und Koordinator der U9 bis U12, hat das Thema bereits früh angesprochen.

Foto: Ingo Otto / FUNKE Foto Services

Bochum.  Die Coronakrise hat den Jugendfußball im Griff. Simon Schuchert, Trainer und Koordinator beim VfL Bochum, erklärt, wie seine Jungs damit umgehen.

Simon Schuchert, Trainer der U16-Fußballer des VfL Bochum und Sportlicher Leiter der U9- bis U12-Abteilung des Zweitligisten, äußert gegenüber Funke Sport zum Umgang mit der Coronavirus-Krise.

Ihr Team ist in diesem Jahr in der B-Junioren-Westfalenliga noch ungeschlagen, überzeugte im letzten Spiel vor der coronabedingten Spielpause mit einem 1:1 gegen SC Paderborn und ist damit bis auf drei Zähler an die Tabellenspitze herangerückt. Wie beurteilen Sie die letzte Partie und wie hat Ihr Team auf die Einstellung des Spielbetriebs reagiert?

Simon Schuchert: Gegen Paderborn war es wirklich eine herausragende Leistung meiner Jungs. Der SC ist eine absolute Spitzenmannschaft und Top-Favorit auf den Aufstieg. Wir sind sehr motiviert aufgetreten und haben in Unterzahl kurz vor Schluss noch den Ausgleich erzielt. Ich hatte den Umgang mit dem Coronavirus schon recht früh immer wieder thematisiert. Es war ja klar, das irgendetwas passieren würde. Deshalb kam die Spielpause auch nicht so überraschend. Alle Spieler gehen sehr bescheiden damit um und haben vollstes Verständnis dafür, dass der Fußball aktuell in den Hintergrund rücken muss.

Stehen Sie weiterhin regelmäßig in Kontakt mit Ihren Spielern und welche Maßnahmen müssen die Jungs nun ergreifen, um sich auch ohne Mannschaftstraining fit zu halten?

Schuchert: Wir stehen in regelmäßigen digitalen Kontakt mit allen aus der Mannschaft und haben Laufpläne bis zum 19. April erstellt. Auch Stabilitäts- und Kraftübungen sollen die Jungs zu Hause absolvieren. Weil aktuell aber keiner genau weiß, wie es weitergeht, sind wir mit den Empfehlungen sehr vorsichtig. Alle Spieler sollten bei den Aktivitäten immer auf die Gesundheit von sich und ihren Mitmenschen achten.

Müssen alle Jugendmannschaften des VfL nun Heimtraining absolvieren? Wie gehen die Jüngsten mit der Situation um?

Schuchert: Für die Jüngsten in unserem Verein ist das natürlich alles am wenigsten greifbar. Im Vergleich mit den A- und B-Junioren, wo doch auch der Leistungsgedanke eine wichtige Rolle spielt, steht bei den ganz jungen Spielern sicherlich zum Großteil noch der Spaß im Vordergrund. Dass das jetzt alles wegfällt, ist natürlich nicht schön für die Jungs. Wir gehen aber auch mit den U9- bis U12-Mannschaften sehr transparent mit dem Thema um und haben versucht, die Jungs und Mädchen unter anderem mit dem Beispiel der schützenswerten Großeltern für die Thematik zu sensibilisieren. Wir Trainer müssen diesbezüglich natürlich auch Vorbilder sein.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben