VfL Bochum

VfL Bochum will mit Sieg über Kiez-Kicker nach oben

Weiß, wie man gegen St. Pauli trifft: Yusuke Tasaka im April nach seinem Tor zum 3:0, links Slawo Freier.

Weiß, wie man gegen St. Pauli trifft: Yusuke Tasaka im April nach seinem Tor zum 3:0, links Slawo Freier.

Foto: Udo Kreikenbohm

Bochum.  Der VfL Bochum empfängt am Freitagabend nach zwei sieglosen Ligaspielen den FC St. Pauli. Die Mannschaft von Trainer Peter Neururer hat gute Erinnerungen an den Gegner. Kurz vor Ende der letzten Saison gab es gegen den Kiez-Klub ein 3:0 im eigenen Stadion. Onur Bulut in der Startelf.

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Es war wohl eines der besten Spiele der vergangenen Saison. Mit 3:0 bezwang der VfL Bochum in der Zeit der dramatischen Neururer-Festspiele den FC St. Pauli. Die Bochumer unter den 26000 Zuschauern im April waren begeistert, und die Mannschaft bekam offensichtlich den nötigen Rückenwind, um später vor einer noch größeren Kulisse auch den 1. FC Köln in die Knie zu zwingen. Am Freitag (20.30 Uhr/live bei uns im Ticker) kreuzen die Hamburger erneut in Bochum auf, der Sieger darf sich in den oberen Tabellenregionen einordnen, der Verlierer bekommt das Etikett Fehlstart verpasst und gerät bereits früh unter Druck. Ein wichtiges Spiel also.

„Wir gehören zu denen, die eigentlich ihre Punkte zu Hause holen sollten“, sagte Peter Neururer am Donnerstag und unterstrich damit noch einmal den Willen seiner Mannschaft, nach zwei Spielzeiten mit ziemlich kläglicher Ausbeute zumindest im eigenen Stadion die Trendwende zu schaffen.

Neururer schickt Sukuta-Pasu und Aydin ins Rennen

Offensivgeist hatte Neururer in den letzten Tagen angekündigt, offensiv ist dementsprechend die Aufstellung. Mit zwei „Keilstürmern“ (Richard Sukuta-Pasu und Mirkan Aydin), wie der VfL-Trainer sagte, will man den FC St. Pauli unter Druck setzen, Yusuke Tasaka als offensiver Mittelfeld-Mann (Neururer: „Ich hoffe, dass er nicht zu tief steht“) soll das Duo so oft wie möglich zu einem Trio erweitern. Um dennoch größtmögliche defensive Stabilität zu ermöglichen, verschafft die Bochumer Trainercrew einem weiteren Talent eine Premiere (Neururer: „Wir sind weit vorne im Wettbewerb Jugend forscht“).

Erstmals wird nämlich Onur Bulut in der Startelf der Zweitliga-Mannschaft stehen. Der 19-Jährige, vermutlich einer der ausdauerndsten Spieler dieser Preisklasse, war bereits im Heimspiel gegen Dynamo Dresden eingewechselt worden, nun darf er also von Anfang an ran - an der Seite von Florian Jungwirth und Danny Latza. Denn mit Christian Tiffert hat der VfL - neben Felix Bastians und Piotr Cwielong (gesperrt) - einen weiteren Ausfall zu kompensieren. Tifferts unfreiwillige Pause hatte sich wegen seiner Sitzbein-Problematik angekündigt, soll aber wohl nur von kurzer Dauer sein.

Butscher scheint fit genug

Die dritte personelle Änderung betrifft die Bochumer Defensive. Heiko Butscher, das kommt nach dieser Trainingswoche nicht unerwartet, scheint trotz dreieinhalbwöchiger Verletzungspause bereits fit genug zu sein, um gegen St. Pauli die linke Außenbahn dicht zu machen. Der Routinier gilt besonders in der Defensivarbeit als sichere Bank und könnte künftig die Rolle eines sportlichen „Ziehvaters“ für Talent Fabian Holthaus übernehmen. Der 18-Jährige wird am Freitag nämlich erstmals in dieser Spielzeit auf der Reservebank sitzen müssen. „Erfahrung führt die jungen Spieler. Wir wollen und werden Fabian langsam aufbauen“, sagte Peter Neururer dazu.

In der Hinterhand hat der VfL Bochum diesmal auch Ken Ilsö. Der Däne, bislang nur in der Regionalliga für den VfL am Ball, dürfte die erste Alternative für die Offensive sein, Sven Kreyer die zweite. Der ehemalige Leverkusener wird damit der Bochumer U23, die bereits am Freitag bei der Kölner Viktoria antritt, erneut nicht zur Verfügung stehen.

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