VfL Bochum - Stimmen

VfL Bochum: Zwei Verletzungen trüben nach 0:0 die Stimmung

Verletzt: Chung-Yong Lee (r.) vom VfL Bochum - hier mit Vereinsarzt Dr. Bauer.

Verletzt: Chung-Yong Lee (r.) vom VfL Bochum - hier mit Vereinsarzt Dr. Bauer.

Foto: firo

Hamburg.  Im Spiel beim FC St. Pauli kam der VfL Bochum nicht über ein 0:0 hinaus. Dominik Baumgartner und Chung-Yong Lee verletzten sich. Die Stimmen.

Entspannte Töne und Kampfansagen an Aufstiegsanwärter Union Berlin, der am letzten Spieltag in Bochum aufläuft, gab es von den Profis des VfL Bochum nach dem leistungsgerechten 0:0 beim FC St. Pauli zu hören. Allerdings trübten zwei Verletzungen die Stimmung: Bei Dominik Baumgartner gibt es einen Verdacht auf einen Bänderriss am Knöchel, Chung-Yong Lee musste mit Knieproblemen das Feld verlassen. “Bei beiden sieht es leider nicht so gut aus”, sagte VfL-Trainer Robin Dutt.

Die Stimmen zum Spiel des Zweitligisten.

Robin Dutt (Trainer VfL Bochum): “St. Pauli war in der ersten Halbzeit die klar bessere Mannschaft, hat viel Druck gemacht und durch Allagui die beste Chance, Riemann hält den Ball stark. Wir haben schon in der ersten Halbzeit umgestellt auf ein 4-2-3-1, das war eher Schadensbegrenzung. Nach der Pause haben wir erneut umgestellt, und wer mich kennt, weiß, dass ich nicht gerne zwei Umstellungen der Grundformation im Spiel vornehme, das ist ein Kompliment für den Gegner. Im 4-1-3-2 hatten wir deutlich besseren Zugriff, haben Druck gemacht, Ganvoula hätte bei seiner Chance vielleicht besser schieben sollen. Letztlich wäre ein 3:3 für die Zuschauer sicherlich schöner gewesen, der Punkt aber geht in Ordnung.”

Sebastian Schindzielorz (Geschäftsführer Sport VfL Bochum): “St. Pauli hatte am Anfang mehr vom Spiel und in der ersten Halbzeit die besseren Chancen, wir in der zweiten Halbzeit. Letztlich war es ein ordentliches Auswärtsspiel mit einem gerechten Remis.

... zur Zukunft von Jannik Bandowski und Silvere Ganvoula, deren Verträge im Sommer auslaufen: Wir schauen uns alles an, es gibt Tendenzen, wir sprechen auch nochmal mit den Spielern. Und dann gibt es eine Entscheidung.”

Manuel Riemann: “Das Unentschieden geht absolut in Ordnung. Man hat auch gemerkt, dass es für beide um nicht mehr alles ging, denn die Räume, die bespielt werden konnten, waren größer als im Normalfall. Umso erstaunlicher, dass die Partie 0:0 ausgeht.

... zum Saisonfinale gegen Union Berlin: Prinzipiell gönne ich es jedem, der am Ende aufsteigt. Aber ich fände es nicht so geil, wenn Berlin in unserem Stadion aufsteigt. Das wollen wir verhindern und gewinnen.

... zur Saison: Wir haben eine relativ vernünftige Saison gespielt; keine gute, aber auch keine schlechte. Dass wir nicht noch etwas besser platziert sind, sollte man nicht auf die vielen Verletzten schieben, das wäre zu einfach.”

Anthony Losilla: “Wir haben nicht gut angefangen, hatten gar nichts im Griff. Aber es stand zur Pause immer noch 0:0. In der zweiten Halbzeit haben wir umgestellt, das hat viel besser geklappt. Wir können noch in die obere Tabellenhälfte klettern, dafür werden wir gegen Berlin alles geben. Wir möchten nicht, dass Union in unserem Stadion den Aufstieg schafft.”

Thomas Eisfeld: “In der ersten Halbzeit hatten wir sehr wenig Zugriff, im Mittelfeldzentrum das Spiel nicht im Griff. Wir haben umgestellt, in der zweiten Halbzeit lief es deutlich besser. Wir hatten einige Chancen, das 1:0 zu machen, waren kompakter. Wir können zufrieden sein mit dem einen Punkt. Für Union Berlin ist es bei uns nochmal ein besonderes Spiel, wir werden alles raushauen, um die drei Punkte zu behalten. Wir wollen nicht, dass ein Gast im Ruhrstadion den Aufstieg feiert.”

Dominik Baumgartner: “St. Pauli hat anfangs viel Druck gemacht, wir sind glücklich mit einem 0:0 in die Pause gekommen. In der zweiten Halbzeit haben wir es phasenweise richtig gut gemacht, hatten die große Chance von Silvere Ganvoula zum 1:0. Der Punkt geht in Ordnung, wir nehmen ihn mit nach Hause.

... zu seiner Verletzung: "Laut Doc gibt es einen Verdacht auf einen Bänderriss am Knöchel. Am Mittwoch soll ein MRT Aufschluss geben, jetzt ist es noch zu sehr geschwollen.”

Leserkommentare (2) Kommentar schreiben