Einzelkritik

VfL-Profi Sam fehlt es an Tempo und Wille - Note 5

Sidney Sam.

Sidney Sam.

Der VfL Bochum hat am 16. Spieltag 1:3 (1:1) gegen den FC St. Pauli verloren. Vor 22.916 Zuschauern sorgten defensive Patzer für die Pleite.

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Manuel Riemann (4): Was für ein bitteres Spiel für Bochums Nummer eins: Verursachte in der 42. einen Elfmeter, hielt den Versuch von Allagui im Anschluss und musste dann im selben Moment trotzdem den Treffer zum 1:2 hinnehmen. Hatte in der 67. Minute Glück, als er mit einem Harakiri-Pass beinahe das 1:3 verursachte.

Stefano Celozzi (4): In der Rückwärtsbewegung orientierte er sich oft weg von seinem Gegenspieler, im Spiel nach vorne nur vor dem Ausgleichstreffer auffällig – ein dürftiger Auftritt des Kapitäns.

Jan Gyamerah (3,5): Leistete sich in der 15. Minute einen folgenschweren Patzer, als er im Strafraum ausrutschte und so Schuld am 0:1-Rückstand durch Allagui hatte. Auch danach mit einigen Fehlern. In Durchgang zwei dann aber äußerst abgeklärt und sicher.

Tim Hoogland (4): Spielt bislang eine sehr seriöse Saison. Gegen St. Pauli wackelte aber auch er in einigen Zweikämpfen mit Allagui und Veermann.

Danilo Soares (3): In der ersten Hälfte extrem auffällig und präsent, kurbelte viele Angriffe über die linke Seite an. Manko: Zwei Gegentreffer entstanden letztlich auf seiner Abwehrseite.

Robert Tesche (3): Gewohnt zweikampfstark und ballsicher. Vor allem im ersten Durchgang ein Stabilisator für das Bochumer Spiel. Doch auch er spielte eine schwächere zweite Halbzeit – so wie die gesamte VfL-Mannschaft.

Anthony Losilla (4): Humpelte nach wenigen Minuten und verlor in der Folge ungewohnt viele Zweikämpfe im defensiven Mittelfeld und spielte den einen oder anderen Ball zum Gegner. Steigerte sich aber durch seine enorme Mentalität mit zunehmender Spieldauer.

Sidney Sam (5): Er war stets bemüht, doch sowohl seinen Dribblings als auch seinen Torschüsse fehlten Tempo und Wille. Scheiterte in der 84. Minute kläglich aus rund sieben Metern vor dem Pauli-Tor.

Tom Weilandt (4,5): Der Weilandt gegen St. Pauli war mutlos, ohne Ideen und harmlos. Der Weilandt gegen St. Pauli hatte also nichts mit dem Weilandt der bisherigen Saison gemein. Verlor vor dem 1:3 den Ball nahe der Mittellinie.

Görkem Saglam (2,5): Sammelte beim 1:1 seinen ersten Assist in dieser Saison. War im ersten Durchgang sehr agil und auffällig. Leitete viele Angriffe des VfL mit klugen Pässen ein. Der Auftritt macht Mut und wird ihm Selbstvertrauen geben.

Lukas Hinterseer (3): Erzielte in der 35. Spielminute spektakulär im Fallen den Ausgleich – halb rutschend, halb fliegend. Wirkte im gesamten Spiel frischer, beweglicher und aktiver als in den vergangenen Wochen.

Silvere Ganvoula, ab 65. für Saglam: Köpfte in der 78. Minute zu zentral auf Pauli-Torwart Himmelmann. Hätte in der Szene das 2:2 erzielen müssen. Dennoch: Er belebte die Offensive nach seiner Einwechslung.

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