Handball

Deshalb ist dieser Handballer fürs Nationalteam unersetzlich

Vor der Rückkehr aufs Handballfeld: Martin Strobel.

Vor der Rückkehr aufs Handballfeld: Martin Strobel.

Foto: dpa

Essen.  Martin Strobel, der Spielmacher der Nationalmannschaft, kehrt nach langer Verletzungspause in die Bundesliga zurück. Reicht es für die EM?

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Jüngst demonstrierte Martin Strobel im Videomagazin der Handball-Bundesliga sein Lieblings-Anspiel. Strobel sprang dabei vor dem Tor in die Höhe und ließ den Ball im Vorwärtsfliegen gefühlvoll über das Handgelenk nach hinten auf einen Mitspieler abrollen. „Das perfekte Kreisanspiel“, erklärte er lächelnd.

Erstmals seit längerer Zeit sah man Martin Strobel so wieder auf dem Spielfeld. Es war das Anzeichen einer möglichen Rückkehr des 33-Jährigen, die nun am Sonntag tatsächlich offiziell werden könnte. „Es sieht gut aus. Wenn bis zum Wochenende alles funktioniert, werde ich im Kader sein“, sagte der Profi des HBW Balingen-Weilstetten vor der Bundesliga-Partie gegen GWD Minden (16 Uhr/Sky).

Mit Strobel vielleicht WM-Medaille?

In Martin Strobel kehrt nicht irgendein Spieler aufs Feld zurück, sondern der Spielmacher der Nationalmannschaft. Der Mann, der sein Team bei der zurückliegenden WM im Januar souverän durch die Vorrunde und die Hauptrunde geführt hatte. Als das Halbfinale erreicht war, war Strobel allerdings schon auf dem Weg ins Krankenhaus. In Köln hatte er sich im Spiel gegen Kroatien verletzt: Kreuz- und Innenbandriss im linken Knie. Ohne ihren Regisseur landeten die deutschen Handballer auf dem vierten Platz. Bob Hanning, Vizepräsident des Deutschen Handball-Bundes ist noch immer überzeugt: „Mit Martin hätten wir eine Medaille geholt.“

Ersatzmänner sind verletzt

Mit dem Bundesliga-Comeback Strobels nähren sich nun auch die Hoffnungen auf die Rückkehr ins Nationalteam – zur EM im kommenden Januar in Norwegen/Schweden/Österreich. Denn die Spielmacherposition hat sich auch in den jüngsten Testspielen gegen Kroatien als Schwachpunkt erwiesen, denn auch Strobels Ersatzmänner Tim Suton und Simon Ernst fallen mit Kreuzbandrissen aus. „Ich glaube nicht, dass ich direkt 60 Minuten hoch und runter laufe. Das wird eher ein Antesten unter Wettkampfbedingungen“, sagt Strobel selbst über sein erstes Spiel seit Mitte Januar.

Die vergangenen Monate hat er sich auf die Rückkehr vorbereitet, arbeitete verbissen im Kraftraum. Wie er selbst die Chancen einschätzt, im Januar bei der EM dabei zu sein? „Ich mache es von meinem Körper abhängig, von meinem Gefühl“, sagt Strobel. „Ich kann aktuell leider nicht vorhersagen, ob es reicht.“

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