Iserlohn Roosters

Iserlohn Roosters haben ein Problem mit dem Toreschießen

Roosters-Angreifer Michael Halmo scheitert an Schwenningens Torwart Dustin Strahlmeier.

Roosters-Angreifer Michael Halmo scheitert an Schwenningens Torwart Dustin Strahlmeier.

Foto: STEFAN AREND / FUNKE Foto Services

Krefeld.  Am Sonntagabend standen die Iserlohn Roosters mit leeren Händen da. Nach vier Spielen hat sich ein besonderer Schwachpunkt herauskristallisiert.

Jason O’Leary nahm seinen Besten vom Eis. 85 Sekunden waren noch zu spielen, als der Trainer der Iserlohn Roosters alles auf eine Karte setzte und Anthony Peters aus dem Tor beorderte. In Überzahl sollte seine Mannschaft wenigstens noch den Ausgleich schaffen, um mindestens einen Punkt mit auf die Heimreise zu nehmen. Doch O’Learys Plan ging nicht auf – William Besse traf ins leere Roosters-Gehäuse und machte damit die 1:3-Niederlage der Sauerländer gegen die Krefeld Pinguine perfekt.

„Wenn wir schon keine Punkte mitnehmen, nehme ich mir wenigstens ein Wasser mit“, sagte der Trainer der Roosters später kurz vor der Pressekonferenz. Er nahm die zweite Niederlage des Wochenendes nach dem 1:4 daheim gegen die Schwenninger Wild Wings mit Humor. Anschließend analysierte O’Leary punktgenau: „Wir hatten Chancen genug, aber wir schießen zu wenig Tore. Das ist ein Problem.“

Drei Treffer beim Overtime-Sieg gegen Köln, zwei bei der Penalty-Niederlage gegen Straubing und nun jeweils einer gegen Schwenningen und Krefeld – mit diesen sieben Toren gehört die Roosters-Offensive zu den harmlosesten der Liga. Nur Köln traf noch seltener.

„Ein Tor… das kann mal hinhauen, aber generell benötigen wir mehr“, sagte Christian Hommel, Manager der Roosters, bereits am Freitagabend fordernd. Seine Spieler bemühten sich, beim Auswärtsspiel in Krefeld seinen Vorgaben zu entsprechen. Allerdings blieb es nur bei den Bemühungen.

Zwei Gegentore in Unterzahl

Brody Sutter etwa nutzte im ersten Drittel die beste Chance der Gäste nicht. Im Mittelabschnitt lief Michael Halmo alleine auf Pinguine-Torwart Jussi Rynnäs zu – und scheiterte (30. Minute). Außerdem kamen die Sauerländer zu weiteren Chancen, doch alle blieben ungenutzt. Was O’Leary nach der Partie mit der erneuten Feststellung „Unsere Special Teams müssen besser werden“ meinte, zeigten die Gastgeber zuvor. Das Tor von Phillip Bruggisser (10.) zum 1:0 und der fein herauskombinierte Treffer von Chad Costello zum 2:0 (28.) fielen jeweils in Powerplay-Situationen.

Weil Anthony Peters, der wieder im Iserlohner Tor stand, jedoch zahlreiche gute Paraden zeigte, blieben die Sauerländer im Spiel. Aus Peters drittem Einsatz im vierten Spiel zu folgern, er sei die neue Nummer eins der Roosters, sei aber falsch, kommentierte O’Leary. „Auch wenn es jetzt vielleicht komisch klingt, aber wir entscheiden vor dem nächsten Spieltag wieder neu“, sagte er.

Peters’ Paraden und das erste Tor in der Deutschen Eishockey Liga von Youngster Neal Samanski in der 54. Minute sorgten für eine spannende Schlussphase. Samanski schaltete am schnellsten, als Rynnäs die Scheibe nach einem Fernschuss nicht sichern konnte. Sechs Minuten und 53 Sekunden versuchten die Roosters anschließend, mit einer Schlussoffensive noch zum Ausgleich zu kommen. Doch mit der Schlusssirene war das erste Null-Punkte-Wochenende der Saison für die Sauerländer besiegelt.

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