Judo

Das sagt Judo-Ass Szaundra Diedrich über ihr Comeback

Szaundra Diedrich (re.) während eines Kampfes in Düsseldorf.

Szaundra Diedrich (re.) während eines Kampfes in Düsseldorf.

Foto: Foto: Sebastian Sendlak/Imago

Brilon/Köln.   Nach langer Verletzungspause ist Judo-Ass Szaundra Diedrich zurück auf der Matte. Was „keine Katastrophe“ ist und welche Aufholjagd weitergeht.

Sieben lange Monate hatte Szaundra Diedrich auf diesen Moment gewartet. Nach ihrer Ellbogenverletzung hatte sie sich durch die Reha gequält und geduldig sein müssen, um nicht zu schnell auf die Judomatte zurückzukehren. Beim Grand Prix in Antalya stand die 25-Jährige jetzt wieder einer Gegnerin gegenüber – und ihr Comeback endete deutlich früher als erwartet.

„So war das nicht geplant“, sagte Diedrich, die ihre Karriere einst beim TV Brilon begann und mittlerweile für den JC Bushido Köln startet, nach ihrem Comeback. In der ersten Runde traf sie in der Gewichtsklasse bis 70 Kilogramm auf die Chinesin Xiaoqian Sun, die in der Weltrangliste hinter der Sauerländerin rangiert und Diedrich trotzdem überraschend aus dem Wettbewerb warf.

Olympia-Konkurrentin punktet

Im ersten Moment war die Wahl-Kölnerin enttäuscht. Zumal später mit Miriam Butkereit eine ihrer nationalen Konkurrentinnen um den Startplatz bei den Olympischen Spielen in Tokio 2020 gegen Sun gewann und sich damit den dritten Platz sowie weitere wertvolle Punkte für das Ticket nach Tokio holte. Neben Butkereit wollen in dieser Gewichtsklasse auch Laura Vargas-Koch und Giovanna Scoccimarro in Tokio um olympisches Edelmetall kämpfen.

Den bisherigen Dreikampf möchte Diedrich zum Vierkampf ausweiten. Umso ärgerlicher ist die frühe Niederlage beim Comeback in Antalya. „Sie ist aber auch keine Katastrophe und so einen ersten Kampf nach einer Verletzung muss man immer erstmal machen“, erklärt Diedrich. Nach unter anderem einem Kreuzbandriss im Knie verfügt sie über Comeback-Erfahrung, obwohl sie erst 25 Jahre jung ist. „An diesem Kampf kann und sollte man nicht alles messen“, erklärt sie, „natürlich wäre es schön gewesen, wenn das Comeback anders verlaufen wäre.“

Saisonpremiere in der Bundesliga

Damit hakt Szaundra Diedrich den Auftritt in Antalya ab und trainiert für ihre Rückkehr in die Bundesliga. Am zweiten Wettkampftag der Gruppe Süd trifft sie mit ihrer Mannschaft vom JSV Speyer am 27. April auf BC Karlsruhe. Das 7:7 (70:64) des Vizemeisters gegen den Meisters des Vorjahres, die TSG Backnang Judo, zum Ligaauftakt im März verpasste Diedrich noch.

Nach der Bundesliga steht der nächste internationale Auftritt an – und dann geht die Aufholjagd in Richtung Olympia 2020 weiter.

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