Hallenfussball

Faires Flair bei der Sunderner Stadtmeisterschaft

Gratulation: Peter Humpert (2. von rechts) überreicht den Siegerpokal an Phillip Frank, Torhüter des frisch gebackenen Stadtmeisters SuS Langscheid/Enkhausen II. Frank zeigte im Finale eine famose Vorstellung.

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Gratulation: Peter Humpert (2. von rechts) überreicht den Siegerpokal an Phillip Frank, Torhüter des frisch gebackenen Stadtmeisters SuS Langscheid/Enkhausen II. Frank zeigte im Finale eine famose Vorstellung.

Sundern.   Den vorletzten Tag des Jahres verbrachte Peter Humpert aufgrund der Fußball-Stadtmeisterschaft größtenteils in der Sporthalle des Schulzentrums.

Den vorletzten Tag des Jahres hat Peter Humpert zum Großteil in der Sporthalle des Schulzentrums in Sundern verbracht. Er ist Vorstand Fußball des SSV Allendorf, der seit Saisonbeginn eine Spielgemeinschaft mit GW Amecke bildet. Der SSV Allendorf war Ausrichter der Hallenfußball-Stadtmeisterschaft 2017 für Seniorenteams. Humpert saß am Kampfgericht, zeichnete nach der Entscheidung den Sieger und die Platzierten aus und griff nach dem offiziellen Turnierabschluss zum Besen. Ein Fulltime-Job.

„Ich denke, die Stadtmeisterschaft ist sehr gelungen gewesen, es war ein faires Turnier. Es gab ein paar Zeitstrafen, aber insgesamt herrschte ein sehr faires Flair, auch unter den Rivalen untereinander“, lautete das Fazit von Peter Humpert. Der SSV Allendorf sei, so Humpert, als Ausrichter sehr zufrieden. „Die Halle war mit rund 200 Besuchern gut besucht“, erläuterte Humpert. Auch der Zeitplan, der oftmals bei Turnieren nicht eingehalten werden kann, war diesmal perfekt abgestimmt. „Wir sind zeitlich sehr gut durchgekommen“, stellte Humpert zufrieden fest. Deutlich früher als geplant stand der Sieger fest.

Spielzeit verschwindet plötzlich

Doch nicht alles lief nach Plan. „Uns hat die Technik im Stich gelassen“, stellte Humpert ein bisschen zerknirscht fest. Gemeint war die digitale Anzeigentafel in der Sporthalle, die eigentlich die noch zu absolvierende Spielzeit und das Ergebnis verlässlich anzeigen sollte. Doch sie spielte an diesem Tag verrückt. Mal funktionierte sie wie gewünscht, im nächsten Spiel verschwand plötzlich der Spielstand oder es wurde unvermittelt aus einem 1:1 ein 5:6, obwohl überhaupt keine Torerfolge zu bejubeln waren. Ähnlich willkürlich wurde die Spielzeit angezeigt. „Wie lange ist noch zu spielen?“, fragten die Kicker, die sich für ihren Einsatz am Spielfeldrand punktgenau vorbereiten wollten. Auf die Anzeige war kein Verlass an diesem Tag. „Die sollen doch eine Sanduhr nehmen“, spottete ein Kicker. Peter Humpert versuchte das Beste an diesem Tag aus der Situation zu machen und verkündete die verbleibende Spielzeit schließlich per Mikrophon über die Lautsprecheranlage.

Was war denn los? „Das wissen wir auch nicht. Wir haben mit den Verantwortlichen der Stadt Sundern in Kontakt gestanden. Wir haben mehrere Sachen ausprobiert, die Kabel gewechselt, neue Stromanschlüssse gelegt, aber es passte einfach nicht. Ist wohl auch noch nicht hier vorgekommen“, erläuterte Humpert das Technik-Malheur bei den Titelkämpfen. „Aber ich denke, wir haben die Stadtmeisterschaft dennoch gut hinbekommen“, sagte Humpert.

Die Gruppenphase sei, so Humpert, sehr eng gewesen. „Die Halbfinalspiele waren da im Vergleich schon etwas klarer. Da war es schön, dass das Spiel um Platz 3 im Neun-Meter-Schießen entschieden werden musste und das Finale relativ eng war“, führte Humpert mit Blick auf die Endrunde aus.

Die zweite Mannschaft des SuS Langscheid/Enkhausen hat am Ende die Hallenfußball-Meisterschaft der Stadt Sundern für Seniorenteams gewonnen. Der B-Kreisligist setzte sich im Endspiel gegen den bisherigen Seriensieger und Bezirksligisten TuS Sundern mit 3:0 durch. Im „kleinen Finale“ behauptete sich der B-Kreisligist SV Endorf, der die SG Grevenstein/Hellefeld-Altenhellefeld (Kreisliga A) nach einem Neun-Meter-Schießen mit 3:2 bezwang.

Verdienter Feierabend

Direkt nach der Auszeichnung des Siegers und der Platzierten auf dem Spielfeld war Peter Humpert schon wieder in der Cafeteria mit dem Besen schwungvoll im Einsatz, um die Sporthalle blitzblank zu hinterlassen. „Wir räumen noch ein bisschen auf und dann denke ich, dass wir uns ein Fläschchen Bier verdient haben“, blickte er und die weiteren fleißigen ehrenamtlichen Helfer dem verdienten Feierabend entgegen.

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