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Laura Nolte: Neuer Vertrag und ein verrückter Trainingsort

Laura Nolte, Bobpilotin des BSC Winterberg, startete im Winter 2019/2020 zum ersten Mal im Weltcup – und wie.

Laura Nolte, Bobpilotin des BSC Winterberg, startete im Winter 2019/2020 zum ersten Mal im Weltcup – und wie.

Foto: Privat

Winterberg.  Corona fordert auch Wintersportler. Einige trainieren in einer Umkleide. Bobpilotin Laura Nolte vom BSC Winterberg nutzt etwas ganz anderes.

Die Corona-Krise fordert auch Wintersportler. Die Rennrodler Robin Geueke und David Gamm zum Beispiel absolvieren ihr Krafttraining ebenso wie Cheyenne Rosenthal in der zum Fitnessstudio umfunktionierten Umkleide der Veltins-EisArena in Winterberg. Den verrücktesten Trainingsort haben sich aber Christopher Weber und Laura Nolte ausgesucht.

Beide wohnen zwar in Dortmund, starten im Weltcup aber weiterhin für den BSC Winterberg. Sowohl der Bobanschieber als auch die Bobpilotin verlängerten ihren Vertrag mit dem Klub jetzt bis zu den Olympischen Winterspielen 2022. „Laura verfügt über großes Potenzial“, sagte Christoph Brieden, Interimsvorsitzender des BSC, über die 21-Jährige, die in der vergangenen Saison eine sensationelle Premiere im Weltcup feierte. „Dass es Abwerbungsversuche gab, ist uns bekannt, aber sie fühlt sich bei uns wohl und ist aus vollster Überzeugung bei uns geblieben. Das freut uns natürlich sehr.“

Frau Nolte, Sie trainieren aktuell im Autohaus K+W Automobile in Schwerte. Warum und mit wem?

Laura Nolte: Das Autohaus gehört dem Vater meines Trainingspartners Christopher Weber – und mit Chris trainiere ich dort auch zusammen.

Als die Coronakrise begann, konnten wir ja keine andere Sportstätte benutzen. Chris hat sich ein paar Geräte angeschafft, ein paar Hantelstangen und Gewichte haben wir uns aus Winterberg geliehen und jetzt trainieren wir in der Werkstatt Kraft.

Riecht es wie in einer normalen Werkstatt nach Öl und Gummi?

Es riecht dort nicht unbedingt nach Öl und Gummi, zumal wir ja auch mal lüften. (schmunzelt) Dort werden unter anderem alte Porsche restauriert und Chris arbeitet dort mit. Aber ja, es ist schon eine etwas verrückte Trainingslocation.

Die Sie beibehalten, obwohl Sie seit einiger Zeit auch den Olympiastützpunkt in Dortmund wieder nutzen dürfen?

Wir dürfen als Kaderathleten in die Halle und den Kraftraum, ja. Aber das geht nur zu vorgegebenen Zeiten und strengen Regeln. Natürlich halten wir auch in der Werkstatt alle Regeln ein, aber dort sind wir von den Zeiten eben flexibler. In die Halle gehen wir aktuell nur für die Laufeinheiten.

Sie studieren Wirtschaftspsychologie in Bochum. Wie läuft das Studium in Corona-Zeiten ab?

Normalerweise säße ich jetzt im Hörsaal, aber nun wird komplett online studiert. Es gibt Zoom-Vorlesungen, Unterlagen werden hochgeladen, wir müssen Dinge hochladen. Eigentlich wollte ich in diesem Sommer auch ein Praktikum machen, ob das klappt, steht jedoch nicht fest. Aber: Wir bekommen unser Training hin, das Studium läuft – auf Grund der Coronakrise ist alles etwas alternativer, doch es funktioniert super.

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