Fussball-Landesliga

RW Erlinghausen ist nach dem Fehlstart gefordert

RWE-Team-Manager Olcay Eryegin und Trainer Vaidas Petrauskas.

RWE-Team-Manager Olcay Eryegin und Trainer Vaidas Petrauskas.

Foto: RS / rs

Erlinghausen.  Nach drei Niederlagen am vergangenen Spieltag wollen die Landesligisten RW Erlinghausen, SV Hüsten 09 und SV Brilon zurück in die Erfolgsspur.

Fünf Spiele, sechs Punkte. RW Erlinghausen, Tabellendritter der vergangenen Spielzeit, hat den Saisonstart in der Fußball-Landesliga 2 verpatzt. „Ganz klar, wir sind hinter den Erwartungen zurück. Die Ausbeute ist viel zu wenig. Wir müssen sehen, dass wir schnell die Kurve bekommen und den Abstand nach oben nicht zu groß werden lassen“, sagt Teammanager Olcay Eryegin vor dem Heimspiel am Sonntag, 15. September, 15 Uhr, gegen Schlusslicht Spielvereinigung Olpe. „Wir müssen wieder an unsere Stärken glauben und dabei die Ruhe bewahren. Die beste Medizin sind Erfolge und die müssen wir kurzfristig einfahren“, ergänzt Eryegin.

Tabellenführer Hagen 11 hat bereits neun Zähler Vorsprung und die danach folgenden Mannschaften aus Dröschede (10 Punkte) und Hüsten (9 Punkte) haben gegenüber RW Erlinghausen erst vier Spiele ausgetragen. Da muss jetzt eine Siegesserie her, um den Abstand zu verringern. Nach dem Heimspiel gegen Olpe hat RWE spielfrei und erwartet danach den VfL Bad Berleburg. „Wir brauchen nicht um den heißen Brei herumzureden: Aus diesen Spielen müssen sechs Punkte her“, fordert Olcay Eryegin und nimmt die Mannschaft in die Pflicht. „Danach schauen wir dann weiter.“

Seit sieben Jahren Team-Manager

Der 45-jährige Olcay Eryegin hat als Spieler die ganz großen Zeiten von RW Erlinghausen erlebt. Seine Laufbahn begann er in der Jugend des VfB Marsberg. Danach hat er einige Jahre beim FC Marsberg gespielt und ist im Anschluss zu den Rot-Weißen gewechselt. Im Jahre 2000 feierte er mit der ersten Mannschaft den Aufstieg in die Landesliga. Vier Jahre später folgte der Schritt in die damalige Verbandsliga (heute Westfalenliga). Im Jahr 2009 zog sich Erlinghausen aus der Westfalenliga zurück und startete einen Neuanfang in der Bezirksliga. Die Rückkehr in die Landesliga gelang im Jahr 2012.

„Dies waren einfach tolle Zeiten, an die ich mich gerne erinnere. Nach dem zweiten Landesligaaufstieg habe ich meine aktive Laufbahn dann beendet und bin kurze Zeit später Teammanager geworden“, berichtet Olcay Eryegin. „Der Job hat mich gereizt und mittlerweile mache ich das jetzt schon sieben Jahre.“

Den Fehlstart in die neue Saison führt Eryegin nicht zuletzt auf den kleinen Kader (17 Spieler) und die personellen Ausfälle zurück, unter anderem fehlen Dzuigas Petrauskas und André Watzke. Bei Ümral Bahceci, der nach einer Herzmuskelentzündung länger pausieren musste, gibt es Licht am Ende des Tunnels. Der Mittelfeldspieler ist auf dem Weg der Besserung und hat nach einer erneuten Untersuchung vom Arzt grünes Licht bekommen, wieder langsam in das Training einzusteigen. „Der Kader ist jetzt natürlich zu klein. Früher hatten wir auch keinen größeren Kader gehabt, aber da sind die Ausfälle nicht gleich zu Beginn der Saison erfolgt“, teilt Olcay Eryegin mit.

Jetzt will man nach zuletzt zwei Pleiten in Folge (1:2 beim BSV Menden, 2:4 gegen den SV Hüsten 09). „Aufgrund der beiden Niederlagen stehen wir unter Druck. Wir müssen in der Defensive stabiler stehen und vorne unsere Chancen besser nutzen“, sagt RWE-Coach Vaidas Petrauskas und ergänzt: „Gegen Olpe müssen wir dreifach punkten.“

Hüsten hat die erste Niederlage aufgearbeitet

Das Top-Spiel des sechsten Spieltages in der Fußball-Landesliga 2 findet auf der Bezirkssportanlage Emst statt. Aufsteiger Hagen 11, der mit fünf Siegen aus fünf Partien die Tabelle anführt, erwartet den SV Hüsten 09, der aus den ersten drei Partien neun Zähler geholt hat. Anstoß der Partie ist um 15.15 Uhr.

Hüsten hat die erste Saison-Niederlage zuletzt gegen den FSV Werdohl (2:3) aufgearbeitet. „Wir haben über das Spiel gesprochen. Jetzt gilt die volle Konzentration der Partie bei Hagen 11“, sagt 09-Trainer Klaus Borschel. „Und das wird alles andere als einfach.“

Unter der Woche hat Hagen 11 seine Erfolgsserie weiter ausgebaut und ist mit einem 3:1-Sieg gegen Westfalenligist SV Sodingen in das Achtelfinale im Westfalenpokal eingezogen. „Hüsten ist ein physisch starker Gegner, der eine herausragende Offensive besitzt. Die müssen wir unbedingt in den Griff bekommen“, sagt Hagens Trainer Stefan Mroß. „Wir gehen mit breiter Brust ins Spiel und dürfen keinen Millimeter vom Gas gehen. Schließlich ist Hüsten eine Mannschaft, die auch Fußballspielen kann.“ Fehlen werden Yalcin Erkaya (Knieprobleme) und Nico Wehner (Kreuzbandriss). Fraglich ist zudem das Mitwirken von Keeper Niklas Ester und Dominik Möhrke.

Der SV Hüsten 09 will beim Tabellenführer nach Auskunft von Coach Borschel „aus einer kompakten Abwehr heraus Nadelstiche setzen“. Fraglich sind noch die Einsätze von Steffen Kern, Robin Balder und Christopher Gierse. Angeschlagen ist Patrick Kampschulte.

Brilon hat nach vier Wochen Pause wieder ein Heimspiel

er SV Brilon will in der Fußball-Landesliga 2 nach der 0:1-Niederlage beim VfL Bad Berleburg zurück in die Erfolgsspur. Die Mannschaft von der Jakobuslinde hat an diesem Sonntag, 15. September, erstmals nach vier Wochen wieder ein Heimspiel und trifft auf Aufsteiger SC Obersprockhövel.

Der Neuling aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis ist sehr gut in die neue Saison gestartet, hat sieben Punkte (2 S., 1 U., 1 N.) auf dem Konto und erst drei Gegentore kassiert. Die bisher einzige Niederlage gab es am letzten Spieltag daheim gegen Borussia Dröschede (0:1). Sechs Zähler auf dem Konto hat der SV Brilon, der in Hüsten und Bad Berleburg zwei Niederlagen einstecken musste und jetzt daheim gefordert ist.

Die personelle Situation beim SV Brilon hat sich gegenüber den vergangen Spielen nicht groß geändert. Benedikt Brüne (Aufbautraining), Patrick Plonka (Riss des Syndesmosebandes), Jan Schmidt (Sprunggelenk), Sascha Ruhnau (Aufbautraining), Alexander Flock und Julian Tilly (beide urlaubsbedingt) sind nicht dabei. Außerdem drohen Patrick Rummel und Marc Herkrath, die beide unter der Woche wegen muskulärer Probleme nicht trainieren konnten, auszufallen. Die Einsatzquote bezeichnet SVB-Trainer Stefan Fröhlich auf 30 Prozent.

Fröhlich: „Mit Obersprockhövel kommt eine Mannschaft gespickt mit Oberliga- und Junioren-Bundesligaspielern zu uns. Wir sind aber seit fast einem halben Jahr zu Hause ungeschlagen und sehr unbequem zu bespielen.“

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