Handball

SG Ruhrtal feiert Derby-Sieg gegen den TV Neheim

Derbysieger: Die SG Ruhrtal feiert mit den Fans.

Foto: Franz-Josef Molitor

Derbysieger: Die SG Ruhrtal feiert mit den Fans. Foto: Franz-Josef Molitor

Oeventrop.   Die Bezirksliga-Handballer der SG Ruhrtal haben das Derby gegen den TV Neheim mit 33:29 gewonnen.

Es war ein Handball-Fest in der rappelvollen Ruhrtalhalle in Oeventrop: Das Bezirksliga-Derby zwischen den zuvor punktgleichen Aufstiegsaspiranten SG Ruhrtal und TV Neheim bescherte den Gastgebern nach packendem Spielverlauf einen am Ende zu hohen, insgesamt aber verdienten 33:29 (15:13)-Erfolg.

Die SG Ruhrtal bleib damit auf Platz vier, machte aber auf den Rangzweiten TG Voerde, der in Lössel knapp verlor, zwei Punkte gut. Der TV Neheim muss sich allerdings nicht grämen, denn die Mannschaft aus der Leuchtenstadt hatte großen Anteil daran, dass die fast 300 Zuschauer bestens unterhalten wurden.

In der Anfangsphase hinterließ der TV Neheim sogar spielerisch den besseren Eindruck. Schnelle und druckvolle Pässe wurden in gute Wurfchancen umgemünzt. Vor allem Felix Pater war „heiß“, traf zum 4:2 gleich dreimal und war insgesamt mit zehn Toren der herausragende TVN-Torschütze. Im ersten Durchgang war auch Sören Frohen auf der halblinken Position von der zu passiven SG-Deckung nicht zu stoppen. Trotzdem bekam die SG Ruhrtal Aufwind, weil sie ihre technischen Fehler nach dem 4:5 deutlich minimierte. Mit Youngster Matthias Storm für den zunächst unsicheren Alex Blanke bekam das Aufbauspiel der Mähl-Schützlinge mehr Struktur, zudem musste Neheim mit dem großen Handicap umgehen, dass der etatmäßige Haupttorschütze Hannes Koch früh durch zwei Zeitstrafen belastet war. „Das hat uns schwer geschadet. Überhaupt war ich mit etlichen Schiedsrichterentscheidungen nicht einverstanden“, resümierte TVN-Trainer Ludger Klinkemeier später. „Wer gleich zu Beginn viel protestiert, bekommt Probleme. Wir haben versucht, uns auf die Regelauslegungen einzustellen“, teilte hingegen Frank Mähl mit. Das für Volmetal pfeifende Damengespann Hugger/Witte verteilte insgesamt elf Zeitstrafen, davon sieben für die Neheimer, die sich zwischenzeitlich auf 10:10 herangekämpft hatten, dann aber wieder mit 11:14 in Rückstand gerieten und zur Pause mit zwei Toren (13:15) hinten lagen.

Rapude sieht Rote Karte

Ruhrtal kam konzentriert aus der Pause und zog auf 19:15 davon. Eine Vorentscheidung war das aber noch lange nicht. Als Mathis Rapude nach hartem Foul an Steffen Hackmann die Rote Karte sah, fehlte Ruhrtal eine Option für Würfe aus größerer Distanz. Neheim kam, weil jetzt auch Spielmacher Moritz Pater erfolgreich den Abschluss suchte, mehrfach bis auf ein Tor heran. Bis zum 25:23 (47.) war noch alles möglich, aber dann gelang der SG Ruhrtal auch dank einiger Glanzparaden von Keeper Timo Gierse ein Dreierpack. Zudem drehte nun der auf der Halbposition eingesetzte Stamm-Linksaußen Aaron Humpert groß auf. Der 24:28-Rückstand (51.) zwang den TV Neheim, seine Abwehr zu lockern. Es hätte noch dramatisch werden können, aber nach Kochs Gegenstoß-Fehlpass beim Spielstand von 31:28 war es Blanke, der mit einem Doppelschlag den Derby-Sack zumachte.

SG Ruhrtal: Gierse, Humpert (9), Blanke (6), Trüller (4), Rapude (3), Probst (3/3), Storm (2), Röttger (2), Lehmenkühler (2), Gräbener (1), Bauerdick (1), Hammer, Struwe. - TV Neheim: Scalogna, Grosse, Baukmann; F. Pater (10), S. Frohne (7/1), M. Pater (6/2), Koch (3), T. Frohne (1), Hackmann (1), Caruso (1), Ilskens.

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