Skispringen

Willingen: Antworten nach der Absage des Weltcups am Sonntag

Die Mühlenkopfschanze im Flutlicht: Am Sonntag wird kein zweites Weltcup-Einzelspringen ausgetragen. Es wurde auf Grund des Sturms abgesagt.

Die Mühlenkopfschanze im Flutlicht: Am Sonntag wird kein zweites Weltcup-Einzelspringen ausgetragen. Es wurde auf Grund des Sturms abgesagt.

Foto: Swen Pförtner / dpa

Willingen.  Nach der Absage des für Sonntag geplanten Springens beim Weltcup in Willingen stellt sich auch die Frage: Was passiert mit den Eintrittskarten?

Sie trösteten sich mit dem ersten Weltcupsieg ihres Skispringers Stephan Leyhe. Doch die Absage des für Sonntag geplanten zweiten Weltcup-Einzelspringens schlug den Verantwortlichen des SC Willingen schon aufs Gemüt. Warum abgesagt wurde und was zum Beispiel mit den bereits gekauften Eintrittskarten für Sonntag passiert.

Krisenstab trifft Entscheidung

Um kurz nach 19 Uhr traf am Samstagabend ein unter Federführung der allgemeinen Polizeibehörde gebildeter Krisenstab, bestehend aus Vertretern der Polizeibehörde, der Gemeinde Willingen (Upland), des SC Willingen und des Internationalen Ski-Verbandes FIS, die Entscheidung: Das bereits auf Sonntagmorgen vorgezogene zweite Einzelspringen des Kult-Weltcups wird abgesagt. Der hauptsächliche Grund war eine Verschärfung der Wetterprognose.

Bereits für Sonntagmorgen sagen die Wetterexperten Windböen mit Geschwindigkeiten bis zu 70 km/h voraus – ein für die Springer sicherer, fairer und am Stück durchgeführter Wettbewerb ist bei so einer Prognose nicht zu gewährleisten. Bereits am Freitag hatten die Organisatoren dem aufziehenden Sturmtief Sabine Tribut gezollt und Training sowie die Qualifikation um drei Stunden vorgezogen. Das Resultat: Da früher als erwartet Wind aufzog, wurde das Training immer wieder unterbrochen – und am Ende beides auf den Samstag verlegt.

Keine Alternative

Hinzu kam für das Springen am Sonntag, dass auch hinter der problemlosen Abreise der Fans aus dem Strycktal nach dem Wettbewerb ein Fragezeichen stand. „Am Ende gab es zu der Entscheidung, das Springen am Sonntag abzusagen, leider keine Alternative“, hieß es seitens des SC Willingen.

Auf die Geschäftsstelle des Klubs wird deshalb in den nächsten Tagen ein Haufen Arbeit zukommen, um die Rückerstattung der bereits für Sonntag gekauften Eintrittskarten abzuwickeln. Bereits am Samstagabend klingten die Telefone.

So werden Karten erstattet

Damit weder Mitarbeitern noch Fans unnötige Arbeit und überflüssiger Frust entsteht, weisen die Willinger ausdrücklich auf folgende Regelung hin: „Die Kosten der Eintrittskarten werden abzüglich der Vorverkaufsgebühr gegen Vorlage der Originaleintrittskarten erstattet, und zwar dort, wo das Ticket gekauft wurde. Eine Barauszahlung erfolgt nicht.“

Die Absage des Springens ist übrigens nicht die erste in den vergangenen Jahren. 2013 etwa wurde am Freitag die Qualifikation gesprungen, am Samstag ein Teamspringen – bevor das geplante Einzelspringen am Sonntag zu starkem Wind zum Opfer fiel. Der Unterschied damals: Die Fans waren bereits im Stadion an der Mühlenkopfschanze und ihr Eintrittsgeld war unwiderruflich verloren.

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