Leichtathletik

A46-Run: Das sind die Gewinner der einmaligen Rennen

Das ist doch mal etwas Anderes: In den Wettbewerben, die der A46-Run in Bestwig für die etwa 2200 Starter bereit hält, geht es nicht nur um sportlichen Ehrgeiz. Die Leichtathleten genießen auch die besondere Atmosphäre bei diesem für sie einmaligen Lauferlebnis.

Das ist doch mal etwas Anderes: In den Wettbewerben, die der A46-Run in Bestwig für die etwa 2200 Starter bereit hält, geht es nicht nur um sportlichen Ehrgeiz. Die Leichtathleten genießen auch die besondere Atmosphäre bei diesem für sie einmaligen Lauferlebnis.

Foto: Georg Giannakis

Bestwig.  Nicht nur die Atmosphäre ist speziell, auch sportlich hat der A46-Run in Bestwig jede Menge zu bieten. Das sind die Gewinner.

Zähfließender Verkehr herrscht auf dem neuen Teilstück der A46 bei Bestwig. Aber es sind (noch) nicht die vorbeirauschenden Fahrzeuge, die auf dem Asphalt der Autobahn das Geschehen dominieren. Denn: Etliche Sonntags-Spaziergänger, Musik-Gruppen, Unmengen an stimmungsgeladenen Zuschauern und tausende agile Sportler prägen das Bild mitten auf der Autobahn: Der A46-Run lockt viele Begeisterte an.

Auf 115 schwindelerregenden Höhenmetern über dem Ruhrtal herrscht gestern Ausnahmezustand. Ein in der langen Historie der Sauerland-Autobahnlinie erstmals in dieser Form organisiertes Sportspektakel mobilisiert die Massen. 2200 junge und alte Hobby-Läufer sind aus dem ganzen Sauerland angereist, um beim berüchtigten A46-Run dabei zu sein und sogleich Zeitzeuge eines so nie wiederkehrenden Ereignisses zu sein. „Davon könnt ihr noch euren Kindern und Enkelkindern erzählen. So etwas wird es kein zweites Mal mehr geben“, gibt Moderator Michael Küsgen lauthals über sein Mikrofon bekannt und führt dem Publikum den besonderen Stellenwert dieses Events vor Augen.

Die mit Schuttle-Bussen hinauf zur Autobahn gefahrenen Sportler und Veranstaltungsbesucher sind bestens gelaunt. Im Fokus des sportlichen Reigens stehen zuallererst die Jüngsten. Wenige Minuten sind es noch bis zur Startfreigabe. In einem kurzen und mit musikalischer Begleitung abgehaltenen Aufwärmprogramm werden die „Bambinis“ für ihren Lauf fit gemacht.

So läuft’s für die Kinder und Jugendlichen

Derweil bezieht eine bunte Gruppe bestehend aus bunt bekleideten Samba-Musikern am Startbereich Position. Laute Trommelschläge und rhythmische Raschelklänge sind zu hören. Viele Zuschauer postieren sich am Straßenrand, um mit Schlachtrufen und mittels laut knatternder Anfeuerungsutensilien die Mädchen und Jungen für die Bewältigung des ein Kilometer langen Laufes zu motivieren.

Hintereinander und in einer Reihe versammelt sich der Nachwuchs via Polonaise zum Start. Der aus Boxkämpfen bekannte Hit „Conquest of Paradise“ von Vangelis weckt bei ihnen das Adrenalin. Und dann geht es auch los: Im Eiltempo flitzen die Minis los. Nach 500 Metern müssen viele der 112 Starter bereits ihre Reserve anwerfen. Doch die Anfeuerungen der Zuschauer bäumen nahezu alle wieder auf. Dann steht der Zieleinlauf für die ersten Kinder an, nur noch wenige Meter sind es bis zum Freudentaumel. Lauter Beifall empfängt die Protagonisten. Ehrenamtliche Helferinnen, die etliche Medaillen an ihren Armen hängen haben, gehen auf jedes Kind zu und würdigen dessen Einsatz mit dieser wohlverdienten Trophäe.

Ein ähnliches Bild zeichnet sich auch bei den anschließenden Läufen der Erwachsenen, die sich über fünf, zehn und zwanzig Kilometer ihre Rennen liefern, ab. Betriebskollegen, Vereinsmitglieder und auch Einzelkämpfer treten zum Wettstreit auf der Autobahn an. Ebenso greifen Walker und Nordic-Walker in das Geschehen ein.

Mitfavorit setzt sich durch

Im 20-Kilometer-Lauf ist Yarkhan Kharoot der Schnellste. Der Athlet vom Verein Vega Sprinter Hennese“ sichert sich mit einer Zeit von 1:13:23 Stunde den Sieg bei den Herren. Bei den Frauen gewinnt Lisanne Neumeier von der LGO Dortmund (1:30:07 St.). Beim Zehn-Kilometer-Lauf hat Mitfavorit André Kraus vom LAC Veltins Hochsauerland am Ende die Nase vorn. Er gewinnt in einer Zeit von 36:02 Minuten. Bei den Frauen ist Yvonne Volz (Marathon-Club Menden, 42:35 Min.) die Beste.

Über fünf Kilometer gewinnt bei den Frauen Lara Baehr vom SC Hagen-Wildewiese (22:44 Minuten). Bester männlicher Starter ist am Ende Henrik Dömer (Gymnasium Antonianum Geseke) in 16:59 Minuten. Viele Kinder und Jugendliche machen in den Wettbewerben mit. So sind im Teens Run (fünf km) mit Paula Schürmann (1.), Charlotte Nockemann (2.) und Chiara Frigge (3.) am Ende drei Starterinnen des LAC Veltins Hochsauerland vorne.

Ein positives Fazit der Großveranstaltung zieht das Organisationsteam der Veranstaltergemeinschaft. „Wir haben ein gigantisches Fest des Sports und der Freude erlebt. Der A46-Run wird als einmaliges und prägnantes Ereignis in die Analen eingehen. Darauf können wir alle sehr stolz sein“, sagt Elmar Dünschede (TuS Velmede-Bestwig).

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