Team Sauerland NRW

Aaron Grosser Titelaspirant bei der U23-DM in Holzwickede

Power in der Domstadt: Aaron Grosser (4. von rechts) vom „Team Sauerland NRW“ belegt beim Radrennen „Rund um Köln“ den sechsten Platz und ist damit hinter Marcel Kittel zweitbester deutscher Fahrer gewesen. Nun will das Sprint-Ass aus dem Sauerland bei der U23-DM in Holzwickede erneut angreifen.

Foto: TS

Power in der Domstadt: Aaron Grosser (4. von rechts) vom „Team Sauerland NRW“ belegt beim Radrennen „Rund um Köln“ den sechsten Platz und ist damit hinter Marcel Kittel zweitbester deutscher Fahrer gewesen. Nun will das Sprint-Ass aus dem Sauerland bei der U23-DM in Holzwickede erneut angreifen. Foto: TS

Eslohe.   Sprint-Ass Aaron Grosser vom „Team Sauerland NRW“ verpasste beim Radrennen „Rund um Köln“ die Sensation. Jetzt blickt er auf die U23-DM.

Während alle Augen auf das Sprintduell der Tour-de-France-Stars Sam Bennett (Bora-Hansgrohe) und Marcel Kittel (Katusha-Alpecin) gerichtet waren, schaffte Youngster Aaron Grosser vom „Team Sauerland NRW“ beim Radrennen „Rund um Köln“ fast die Sensation. Nur wenige Zentimeter war Grosser vom Podium entfernt und erfüllte die Erwartungen des Teams voll und ganz. „Es war ein schweres Rennen und ich musste mich auf den drei Zielrunden in die vorderen Positionen kämpfen. Auf den letzten Metern nahm mir Marcel Kittel mit einer Welle den Schwung und ich musste etwas rausnehmen“, sagte Grosser nach dem Ende des Rennens.

Dem spannenden Finale war ein langer Renntag über 217 Kilometer durch das Bergische Land voraus gegangen. Auf Aaron Grosser, der seit drei Jahren in Diensten des in Eslohe beheimateten „Teams Sauerland NRW p/b SKS Germany steht, wartet bereits die nächste Herausforderung. Am kommenden Sonntag, 17. Juni, startet er bei den Deutschen U23-Meisterschaften in Holzwickede. Wir haben mit dem Sprint-Ass über seine Erwartungen und Ziele gesprochen:

War der Klassiker „Rund um Köln“ eine gelungene Vorbereitung auf die Deutschen Meisterschaften in Holzwickede?

Aaron Grosser: Es war mehr als nur eine gelungene Vorbereitung auf die DM. „Rund um Köln“ selbst hat zu meinen Saisonhöhepunkten gezählt und ich habe bei dem Rennen ein großes Ausrufezeichen gesetzt für den Sonntag. „Rund um Köln“ war ein sehr wichtiges Rennen auf großer Bühne für mich.

Sie sind viele Jahre für den RSV Unna gefahren. Holzwickede grenzt an die Kreisstadt Unna. Kennen Sie den DM-Kurs von Ihren damaligen Trainingstouren?

Ja, das stimmt. Von meinen Trainingstouren kenne ich die Strecke jedoch nicht. Ich kenne die Strecke erst seit der Streckenbesichtigung.

Wie schätzen sie das Streckenprofil ein?

Nicht leicht. Da wir 16 Runden fahren wird es von Runde zu Runde ein

Ausscheidungsfahren. Die Runde wird mit Sicherheit von vielen unterschätzt. Ich hoffe sehr, dass es ein richtig hartes Rennen wird.

Könnte es von Vorteil sein, dass Sie im Sauerland mit den vielen knackigen Anstiegen trainiert haben?

Nee, es wird keine Vorteile gebracht haben. Andere Fahrer fahren auch Rennen oder trainieren an knackigen Anstiegen. Aber für den Kopf ist es wichtig, dass man nochmal viele Höhenmeter im Sauerland gesammelt hat.

Wie lautet Ihre persönliche Zielsetzung für den DM-Start?

Mein Persönliches Ziel werde ich nicht sagen, um mir keinen weiteren Druck beim Heimrennen zu machen. Ich werde 100 Prozent für das Team geben und zum Schluss werden wir sehen, wofür es gereicht hat.

Welche Teamkollegen werden Sie unterstützen?

Ich hoffe, dass alle Teamkollegen mich unterstützen werden. Nur als ein „Team“ kann man bei einer Meisterschaft etwas Zählbares für das Team einfahren.

Wer zählt zu Ihren größten Konkurrenten im Kampf um den Titel in der U23-Altersklasse?

Max Kanter ist amtierender Deutscher Meister, Jonas Rutsch führt die Bundesliga-Wertung an, Niklas Märkl vom Nachwuchsteam Sunweb ist ebenso zu beachten wie Manuel Porzner und, und, und. Ich könnte 15 Namen nennen, die berechtigte Titelchancen haben.

Finden Sie Gefallen daran, dass in einem Rennen drei Landesmeister ermittelt werden?

Wir Fahrer müssen es so akzeptieren, wie es der Bund Deutscher Radfahrer entschieden hat. Jammern bringt nichts. Es ist die erste Drei-Länder-Meisterschaft. Es wird trotzdem Spaß machen, vor meiner Familie und Freunden das Rennen in Angriff zu nehmen. Der größte Fan von der Zusammensetzung bin ich natürlich nicht. Der Rennverlauf wird natürlich verfälscht mit anderen Nationen, als wenn es nur eine reine Deutsche Meisterschaft ist. Ich komme auch so mit breiter Brust nach Holzwickede.

Weitere Informationen auch unter: >>>

Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik