Fussball-Bezirksliga

Andreas Mühle vom TuS Sundern lobt zwei Aufsteiger mit Herz

Andreas Mühle, Sportlicher Leiter des TuS Sundern

Andreas Mühle, Sportlicher Leiter des TuS Sundern

Foto: Dietmar Reker

Sundern.   Die Sauerlandsport-Redaktion hat mit Andreas Mühle, Sportlicher Leiter der Fußballabteilung des TuS Sundern, gesprochen.

Der Fußball-Bezirksligist TuS Sundern hat im Sommer einen großen Umbruch vollzogen. Der Verein aus dem Röhrtal hat 13 neue Spieler geholt und 13 Spieler haben den Verein verlassen. Der Umbruch hat funktioniert. Nach 16 Spieltagen rangiert die Mannschaft in der „Bundesliga des Sauerlandes“ auf dem zweiten Tabellenplatz. Die Sauerlandsport-Redaktion hat mit Andreas Mühle, Sportlicher Leiter der gesamten Fußballabteilung des TuS Sundern, unter anderem über den bisherigen Saisonverlauf, die Trainer- und Kaderplanung sowie über die Hallenturniere während der Winterpause gesprochen.


Guten Tag Herr Mühle. Der TuS Sundern ist aktuell Tabellenzweiter der Bezirksliga 4 und nach dem 3:2-Sieg am vergangenen Spieltag im Verfolgerduell gegen den SuS Langscheid/Enkhausen nach einigen Jahren tabellarisch wieder die Nummer eins in der Stadt. Wie fühlt sich das an?Andreas Mühle: Derbys sind das Salz in der Suppe und wir durften diese Saison nach dem 3:1-Hinspielsieg in Langscheid jetzt bereits zum zweiten Mal lecker essen.


Der Rückstand auf den verlustpunktfreien Spitzenreiter TuS Langenholthausen beträgt sieben Punkte. Wie sehen Sie die Meisterschaftschancen des TuS Sundern?
Der TuS Langenholthausen hat bislang eine überragende Saison gespielt und alle knappen Spiele für sich entschieden. Dies muss man anerkennen und dem Verein vom Düsterloh Respekt zollen. Aber auch wir haben Stand jetzt eine sehr gute Runde gespielt. Wir haben lediglich beim TuS Langenholthausen mit 3:4 verloren und mit 3:3 beim BC Eslohe sowie 2:2 beim FC Arpe/Wormbach Punkte liegen gelassen. Die restlichen 13 Partien haben wir gewonnen. Natürlich sind sieben Punkte Rückstand ein Brett, aber nach 16 Spielen ist noch keine Mannschaft auf- oder abgestiegen. Auch der Gewinn einer Herbstmeisterschaft oder eine Vier-Minuten-Meisterschaft, Fans des FC Schalke 04 werden sich erinnern, reicht am Ende nicht zum Aufstieg oder zur Deutschen Meisterschaft. Abgerechnet wird immer erst nach dem letzten Spieltag. Wir sind somit weiter im Rennen. Ganz wichtig für uns ist das erste Punktspiel nach der Winterpause, wenn am 17. Februar 2019 der TuS Langenholthausen zu uns ins Röhrtalstadion kommt.
Wie sehen Sie zurzeit die allgemeine Situation in der Bezirksliga 4? Ist die „Bundesliga des Sauerlandes“ stärker oder schwächer als in der vergangenen Spielzeit?
Die Liga macht einfach nur Spaß. Man kennt sich und man schätzt sich. Woche für Woche finden Derbys statt und darin liegt der Reiz. Mit dem SV Schmallenberg/Fredeburg und FSV Bad Wünnenberg/Leiberg sind zudem zwei Mannschaften in die Bezirksliga 4 gekommen, die nicht nur die Qualität gesteigert haben, sondern auch Vereine mit Herz sind und den Fußball leben.


Nach der Partie am Sonntag, 9. Dezember, beim TuS Müschede ist Winterpause. Während die Mannschaft vor den Hallenturnieren erst einmal regenerieren kann, kommt auf Sie dagegen reichlich Arbeit zu. Fangen wir beim Trainer an: Bleibt Carsten Krämer auch in der kommenden Saison TuS-Coach?
Da sind wir uns zu 99 Prozent einig. Carsten Krämer ist der richtige Mann beim richtigen Verein. Wir liegen auf einer Wellenlänge.


Kommen wir zur Mannschaft: Bleibt der Kader zusammen?
Wir haben im Sommer nicht beim ,Black Friday’ mitgemacht und wahllos Spieler dazu geholt, sondern den Kader gezielt verstärkt. Die neuen Spieler haben zu 100 Prozent unsere Erwartungen erfüllt. Auf diesem Weg wollen wir bleiben und werden die Mannschaft weiter punktuell ergänzen. Wir wollen natürlich im Sommer auch wieder Nachwuchsspieler aus unserer Jugendabteilung an den Kader der ersten Mannschaft heranführen.


Wie sieht es mit Zugängen in der Winter- oder Sommerpause aus?
Ich denke schon, dass es einige Wechsel in der Bezirksliga geben wird. Aber jetzt im ernst. Geplant ist nichts, aber unverhofft kommt oft.


Wie sieht es mit Ihrer Zukunft beim TuS Sundern aus und wieviel Spaß macht der Job als Sportlicher Leiter? Immerhin haben Sie in der Vergangenheit zahlreiche Top-Spieler aus dem Sauerland ins Röhrtalstadion geholt und sich damit nicht nur Freunde gemacht - oder?
Auch wir haben in der Vergangenheit zahlreiche Top-Spieler an Vereine aus dem Sauerland abgegeben. Spieler kommen und gehen. Was immer bleibt ist der Verein. Nun zu meiner Zukunft: Die beginnt jeden Tag aufs Neue mit dem Tagesgeschäft und da haben wir jetzt noch eine wichtige Woche im Seniorenbereich und zwei Wochen im Jugendbereich vor uns. Ziel ist mit allen Teams ein ruhiges Weihnachtsfest feiern zu können. Das ist bei fünf überkreislichen Jugend- und Senioren-Mannschaften sowie zwölf Teams auf Kreisebene schon eine große Aufgabe für alle Verantwortlichen.


Der TuS Sundern nimmt in der Hallensaison an der Stadtmeisterschaft, dem Pfiff Champion Masters, der inoffiziellen HSK-Meisterschaft des SC Olpe, und dem Volksbanken-Winter-Cup teil. Welchen Stellenwert haben die drei Turniere?
Die Sunderner Stadtmeisterschaft hat immer ihren Reiz, allein durch die zahlreichen Duelle, die es in den Ligen nicht gibt. Das Pfiff Champion Masters in Meschede sind drei Tage Fußball pur: Toller Sport, eine volle Halle und eine hervorragende Organisation. Der Volksbanken-Winter-Cup ist Tradition im Sauerland. Von Runde zu Runde steigt die Spannung und wir als Ausrichter der Endrunde wollen beim Super-Cup natürlich dabei sein.

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