Handball

Bei Aaron Humpert muss niemand anklopfen

Die Freude muss jetzt raus: Handballer Aaron Humpert ist mit der SG Ruhrtal verdient in die Handball-Landesliga aufgestiegen.

Die Freude muss jetzt raus: Handballer Aaron Humpert ist mit der SG Ruhrtal verdient in die Handball-Landesliga aufgestiegen.

Oeventrop/Freienohl.  Kapitän, Leistungsträger und Antreiber: Warum Aaron Humpert (23) so wichtig für die Handballer der SG Ruhrtal ist. Und wieso er nicht weg will.

In der Handball-Bezirksliga der Herren läuft im Derby der SG Ruhrtal gegen den VfS Warstein die 40. Spielminute. Als in der proppevollen Ruhrtalhalle Aaron Humpert für die SGR zum 17:13 trifft und damit sein erstes Tor dieses Tages markiert, ist der Lärmpegel besonders hoch. Ruhrtals Nummer sechs genießt eine Sonderstellung bei den Fans – und weiß diese auch zu schätzen.

Leidenszeit nach Verletzung

Aaron Humpert ist zwar erst 23 Jahre jung, doch er wird von den SGR-Anhängern ganz besonders ins Herz geschlossen. Kein Wunder, denn der Blondschopf ist trotz seines Alters bereits Kapitän und emotionaler Leader. Und die Anhänger haben auch seine Leidenszeit – Humpert hatte sich am vierten Spieltag in der Partie bei der SG Attendorn-Ennest eine Knieverletzung zugezogen – nicht vergessen.

Da sind Glücksmomente wie das Gefühl nach eigenen Toren besonders wichtig. Fünf Treffer trug Humpert letztlich zum 31:21-Erfolg gegen die Warsteiner und für den damit sichergestellten Aufstieg der SGR in die Landesliga bei.

Humpert glänzte sowohl über seine angestammte Position auf Linksaußen, als auch aus dem Rückraum. „Er weiß noch gar nicht, was wirklich in ihm steckt. Er hat aus meiner Sicht das größte Entwicklungspotenzial im Team“, sagt SGR-Coach Frank Moormann über seinen Schützling Humpert.

Den Vätern nacheifern

Der 23-Jährige gehört zur „goldenen Generation“ des 1996er-Jahrgangs. Als Jugend-Kreisauswahlspieler hatte er in jüngeren Jahren Angebote höherklassiger Klubs erhalten. Nachdem er aber – anders als SGR-Keeper Henrik Basler – einen Wechsel ins A-Jugend-Bundesliga-Team des HTV Hemer abgelehnt hatte, blieben weitere Abwerbungsversuche aus – dabei arbeitet Aaron Humpert in Hemer als Laborant. „Bei mir muss auch keiner anklopfen. Ich fühle mich bei der SGR sauwohl und freue mich riesig auf die Herausforderung Landesliga“, sagt Humpert.

Ihm sei es „völlig egal, ob ich auf Außen oder im Rückraum eingesetzt werde – Hauptsache, ich darf spielen und der Mannschaft helfen“, sagt der Antreiber. Dass das Team auch in der Landesliga zusammenbleibe führt Humpert darauf zurück, „dass bei uns tiefe Freundschaften entstanden sind“.

In der Landesliga soll nun der TG Voerde nachgeeifert werden, der es ebenfalls gelungen war, sich ohne externe Verstärkungen zu etablieren. Aaron Humpert: „Und es wäre ein Traum, wenn wir irgendwann die beste Platzierung unserer Väter, nämlich Tabellenplatz drei, überbieten könnten.“

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