Rennrodeln

BSC Winterberg: Rosenthal sorgt für einen Schreckmoment

Cheyenne Rosenthal, Rennrodlerin des BSC Winterberg, kämpft um einen Platz im Weltcup.

Cheyenne Rosenthal, Rennrodlerin des BSC Winterberg, kämpft um einen Platz im Weltcup.

Foto: Dietmar Reker

Altenberg/Winterberg.  Aufregend verlief das erste Selektionsrennen der Rennrodler um einen Weltcup-Platz für Cheyenne Rosenthal und Geueke/Gamm vom BSC Winterberg.

Lange waren sie sich gar nicht sicher, ob sie starten können. Ob sie den Kampf um den dritten – und letzten – freien Platz in der deutschen Weltcupmannschaft der Doppelsitzer vom ersten Selektionsrennen an aufnehmen können. Doch Robin Geueke und David Gamm, Doppelsitzer des BSC Winterberg, starteten in Altenberg. Das – ist die gute Nachricht nach einem Rennen, in dem Cheyenne Rosenthal bei den Damen für einen Schreckmoment sorgte.

Die 20-jährige Rosenthal, die in der vergangenen Saison zum ersten Mal zum Weltcup-Team von Chef-Bundestrainer Norbert Loch gehörte, stürzte im ersten Lauf des Selektionsrennens in Altenberg. „Sie hat sich aber nicht weh getan“, sagte ihr Vereinskollege David Gamm und auch Heike Gruner, Pressesprecherin des Bob- und Schlittenverbands für Deutschland (BSD), erklärte auf Nachfrage: „Cheyenne ist tatsächlich gestürzt, aber sie ist okay.“

Cheyenne Rosenthal rast durch den Eiskanal
Cheyenne Rosenthal rast durch den Eiskanal

Ob ihr Ziel, sich erneut für den Weltcup zu qualifizieren, dadurch einen ersten Dämpfer erlitt? „Norbert Loch wird nach Sigulda ein erstes Zwischenfazit ziehen“, sagte Heike Gruner. In Lettland steht am 21. Oktober das nächste Selektionsrennen an. Wie schwer der Kampf um einen Platz um Weltcup in diesem Jahr ist, zeigt die Platzierung nach dem ersten Lauf im Erzgebirge: Natalie Geisenberger gelang beim Comeback nach ihrer Babypause die schnellste Zeit vor Julia Taubitz und der zweiten Rodel-Mami Dajana Eitberger.

Abbruch nach erstem Lauf

Fraglich bleibt jedoch, wie der Lauf gewertet wird, denn nach dem einen Durchgang brachen die Trainer das Rennen auf Grund schlechter Sicht ab. Bereits am Mittwoch hatte die schlechte Witterung kein Training zugelassen.

Geueke/Gamm? Sie lagen zum Zeitpunkt des Abbruchs fünf Hundertstel hinter dem jungen Oberhofer Doppel Orlamünder/Gubitz auf dem vierten Platz. Die Top-Doppel und bereits für den Weltcup gesetzten Wendl/Arlt und Eggert/Benecken ließen an ihrer Vormachtstellung keine Zweifel aufkommen. Die beiden Sauerländer brechen an diesem Samstagmittag dennoch zuversichtlich Richtung Sigulda auf – weil sie einen Weg fanden, trotz Geuekes Rückenverletzung zu starten. „Wir haben unseren Startablauf etwas an Robins Verletzung angepasst“, sagte David Gamm, „und es funktioniert ganz gut.“

Nächste Station: Sigulda

Die ersten Lehrgänge hatten Geueke/Gamm auf Grund der Verletzung verpasst. Stattdessen trainierten die WM-Dritten von 2017 im Winterberger Kraftraum und nutzten die Zeit für eine besondere Aktion: Mit Unterstützung des Fraunhofer Instituts wurde in der Veltins-EisArena eine Art Windkanal aufgebaut, um spezielle Messungen mit dem Doppel durchzuführen.

Aber jetzt gilt es, im Eiskanal mit Top-Zeiten zu überzeugen: Nach Sigulda setzt sich die so genannte Selektion am Königssee (5. November), in Winterberg (10. November) und erneut am Königssee (21. November als Deutsche Meisterschaft) fort. Gesetzt für den Weltcup, der wie üblich in Innsbruck-Igls (28./29. November) beginnt, sind bislang Julia Taubitz, Toni Eggert/Sascha Benecken und Tobias Wendl/Tobias Arlt.

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