Fußball

Carsten Krämer und Jens Richter: Zwei Banker und Freunde

Gespannt auf das Duell mit Kumpel Carsten Krämer: Arpes Trainer Jens Richter (rechts).

Gespannt auf das Duell mit Kumpel Carsten Krämer: Arpes Trainer Jens Richter (rechts).

Foto: Dietmar Reker

Sundern.  Sie sind gute Freunde, haben beide denselben Beruf und Arbeitgeber – und wollen sich gegenseitig Punkte klauen: Jens Richter und Carsten Krämer.

Es ist eine Partie, die Brisanz in sich birgt: Wenn der TuS Sundern am Sonntag, 25. August, von 15 Uhr an in der „Fußball-Bundesliga des Sauerlandes“ den FC Arpe/Wormbach empfängt, drängen die Hausherren auf ihren ersten Saisonsieg. Zudem treffen mit Sunderns Carsten Krämer und Arpes Jens Richter zwei langjährige Weggefährten aufeinander.

Gemeinsame Erfolge

Krämer trainiert seit der Saison 2017/2018 den TuS Sundern und Jens Richter seit der Spielzeit 2018/2019 den FC Arpe/Wormbach. Beide blicken auf eine erfolgreiche gemeinsame Zeit als Aktive zurück, die sie beim TuS Sundern und SuS Langscheid/Enkhausen verbrachten. „Wir haben sechs Jahre lang in Sundern gespielt und sind gemeinsam mit dem TuS 2002 von der Landes- in die Verbandsliga aufgestiegen“, erinnert sich Jens Richter. Carsten Krämer ergänzt: „Später sind wir dann an die Sorpe gewechselt. Wir sind dann mit dem SuS Langscheid/Enkhausen von der Bezirks- in die Landes- und dann noch in die Westfalenliga aufgestiegen.“

Während Jens Richter nach dem Aufstieg in die Westfalenliga zunächst als Spieler zum FC Arpe/Wormbach wechselte, spielte Carsten Krämer noch drei Jahre lang an der Sorpe in der Westfalenliga. Danach zog es ihn als Trainer zum BC Eslohe. Hier feierte der 43-Jährige große Erfolge und führte das Team unter anderem vor vier Jahren in die Landesliga.

Neben dem Fußball verbinden das Duo weitere Gemeinsamkeiten. Zum einen beruflich: Sowohl Krämer als auch Richter sind bei einem heimischen Geldinstitut angestellt. Natürlich sind die fußballbegeisterten Trainer ebenso Anhänger eines Profivereins – und sind beide Fans des deutschen Rekordmeister FC Bayern München denselben Klub. Sowohl Richter als auch Krämer spielten als aktive Fußballer jeweils im Mittelfeld – und sind heute gute Freunde. „Vor unserem Spiel an diesem Sonntag haben wir nicht gesprochen. Da muss man mal die Freundschaft ausblenden. Ich glaube aber, dass wir nach dem Spiel, egal wie es ausgeht, zusammensitzen und ein oder auch zwei Bier schlürfen werden“, freut sich Jens Richter.

Das sind die Vorzeichen

Der Arper Coach hat auch mit der Familie von Kumpel Carsten Krämer viel zu tun. „Sein Bruder Martin war mein Trauzeuge und auch mit den Eltern habe ich noch ein gutes Verhältnis“, berichtet Jens Richter. Über seinen Freund Carsten Krämer kann er nur Gutes sagen: „Carsten ist ein sehr netter Kerl, mit dem man sich sehr gut unterhalten kann. Auch fußballerisch hat er Einiges drauf.“ Das Kompliment gibt Carsten Krämer gerne zurück: „Wir hatten in Sundern und auch Langscheid einen super Draht. Da haben wir auch aufgrund der Erfolge viel Spaß gehabt und viele Biere getrunken. Auch die Eltern waren bei den Spielen immer dabei. Von daher kenne ich die Familie Richter ebenfalls bestens.“

Besser in die neue Saison ist Jens Richter mit seinem FC Arpe/W. gestartet. Nach einer Partie stehen ein Sieg und drei Punkte zu Buche, während die Sunderner um Carsten Krämer erst zwei Zähler und zwei Remis zu verzeichnen haben.

So besteht für den TuS nun durchaus der Druck, am Sonntag endlich den ersten Saisonsieg einzufahren. „Wir haben aber im zweiten Heimspiel den zweiten schweren Brocken, denn ich halte den FC Arpe/Wormbach ebenso wie die SF Hüingsen für eine Top-Fünf-Truppe“, sagt Krämer. Nach dem 0:0 gegen den SV Oberschledorn/Grafschaft erwartet Jens Richter nun eine Herausforderung: „Gegen Sundern sind wir ganz anders gefordert.“

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