Kreissportbund HSK

Darum ist der Sunderner Michael Kaiser ein Multitalent

Michael Kaiser ist neuer Geschäftsstellenleiter des Kreissportbundes Hochsauerlandkreis (KSB HSK) in Bestwig.

Michael Kaiser ist neuer Geschäftsstellenleiter des Kreissportbundes Hochsauerlandkreis (KSB HSK) in Bestwig.

Foto: Philipp Bülter

Sundern/Bestwig.  Welche Aufgaben erwarten ihn? Welchen Sport betreibt er? Und wie sieht er den KSB aufgestellt? Geschäftsstellenleiter Michael Kaiser im Porträt.

Seit vier Monaten steht er nun am Ruder: Michael Kaiser ist seit diesem Sommer neuer Geschäftsstellenleiter des Kreissportbundes Hochsauerlandkreis (KSB HSK) in Bestwig. Der 43-Jährige kennt sich beim KSB bestens aus – und ist ein sportliches Multitalent.

Fußball, Wassersport, Radfahren, Wandern: Kaiser hat viele sportliche Interessen, wie er im Gespräch mit dieser Zeitung verrät. Angefangen habe damals alles ganz klassisch, bei den Juniorenfußballern des TuS Sundern. Für seinen Heimatverein schnürte der Sunderner von der F-Jugend an die Fußballschuhe, spielte dann auch im Seniorenbereich für den TuS sowie für den SSV Stockum und SuS Langscheid/Enkhausen. „Als ich 25 Jahre alt war, sind wir mit dem SuS in die Landesliga aufgestiegen. Da mich unter anderem mein Sportstudium sehr eingespannt hat, habe ich mit dem Fußball aufgehört und die Schuhe an den Nagel gehangen“, erzählt Michael Kaiser.

Enge Zusammenarbeit

Dem Wassersport fühlte er sich seit jeher eng verbunden. Kaiser bildete, unter anderem in den Niederlanden, Windsurf-, Katamaran- und Segellehrer aus und arbeitete als Sportlehrer am Essener Don-Bosco-Gymnasium. Vor 13 Jahren dann begann er seine Laufbahn beim KSB HSK und war als Breitensportkoordinator und Fachkraft für Jugendarbeit tätig. In einem breit angelegten Netzwerk zeichnete sich Kaiser verantwortlich für die Sportjugend im HSK sowie die Aus- und Fortbildung.

Seit Anfang 2014 war der Diplom-Sportlehrer stellvertretender KSB-Geschäftsstellenleiter und arbeitete eng mit seinem Vorgänger Jens Morgenstern – jetzt Geschäftsführer der Bob- und Rennrodelbahn in Altenberg – zusammen. „Jens und ich haben viele Jahre lang nebeneinander am Schreibtisch gesessen. Wir haben gemeinsam mit unserem Team viele Sachen gut auf den Weg gebracht, unter anderem hat sich der große Bereich der Qualifizierung etabliert“, sagt Kaiser.

Viel Lob

Nun steht der Familienvater – Michael Kaiser ist verheiratet und hat eine sechsjährige Tochter – an vorderster Front und verdient sich von seinen Mitstreitern viel Lob. „Michael Kaiser verfügt über ausgezeichnete sportfachliche Kenntnisse in allen Aufgabenbereichen des Kreissportbundes“, hatte KSB-Vorsitzender Detlef Lins zur Vorstellung gesagt. Dass sich der 43-Jährige beim KSB bereits bestens auskennt, wertet auch Gerald Rieger, ehrenamtlich tätiger Geschäftsführer des KSB HSK, als großen Vorteil. „Michael ist da sehr bescheiden, aber er macht seine Arbeit bei uns ganz hervorragend. Jeder hat seinen eigenen Stil, das ist wichtig“, erklärt Rieger.

Auf Michael Kaiser, dessen Nachfolger André Erlmann seit dem 1. September als stellvertretender Geschäftsstellenleiter tätig ist, warten in seiner neuen Rolle vielfältige Herausforderungen. Ein wichtiges Großereignis ist die HSK-Sportgala in der Konzerthalle in Olsberg, die am Samstag, 28. März 2020, ihre nun mehr 23. Ausgabe erlebt. „Wir sind intensiv in den Vorbereitungen und haben auch einige Änderungen geplant. Wir möchten gerne junge Leute noch besser begeistern“, sagt Kaiser, ohne ins Detail zu gehen.

Als Sprachrohr der im KSB HSK beheimateten Sportvereine gehe es ihm zudem darum, „dass wir ganz allgemein unsere Vereinsberatung ausbauen“, betont er: „Es gibt viele Herausforderungen für die Vereine, bei denen wir ihnen helfen wollen, wie beispielsweise das Thema Digitalisierung, das in der heutigen Zeit eminent wichtig ist.“

Diese Hilfe will Michael Kaiser leisten

Wie halte ich als Sportverein meine Mitglieder? Wie mache ich mich als Klub mit meinen sportlichen Angeboten attraktiv für neue Mitglieder? Wie schaffe ich es, der eher geschwundenen Bereitschaft zur Ausübung ehrenamtlicher Tätigkeiten entgegenzuwirken und genügend Ehrenamtler für meinen Verein zu gewinnen? Auch bei diesen Fragen möchte der KSB HSK dringend notwendige Unterstützung leisten.

In aller Munde ist das Förderprogramm „Moderne Sportstätte 2022“. Das Finanzierungsprojekt der NRW-Landesregierung sieht unter anderem Investitionen in Höhe von etwa einer Million Euro für die Stadt Arnsberg und etwa 400.000 Euro für die Stadt Sundern vor. Auch weitere Kommunen im HSK wie etwa Brilon (344.870 Euro), Meschede (411.395 Euro) und Bestwig (300.000 Euro) werden bedacht.

Wie mit der Unterstützung in der Stadt Sundern umgegangen wird, darüber entscheidet Michael Kaiser mit. Denn seit etwa fünf Jahren ist er jetzt Vorsitzender des Stadtsportverbandes Sundern und arbeitet daher in den entsprechenden Gremien und Ausschüssen mit Vertretern aus Verwaltung und Lokalpolitik zusammen. Zwar sei er ein Teamplayer, sagt Michael Kaiser. „Abschalten kann ich aber auch gut allein – vor allem beim Wandern.“

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