Fußball

Der Gegner des SV Herdringen kommt mit Wut im Bauch

Nicht liegen bleiben, sondern wieder aufstehen: Der SV Herdringen (rote Trikots) kämpft gegen die SG Serkenrode/Fretter um den Klassenerhalt.

Nicht liegen bleiben, sondern wieder aufstehen: Der SV Herdringen (rote Trikots) kämpft gegen die SG Serkenrode/Fretter um den Klassenerhalt.

Foto: Philipp Bülter

Herdringen.  Dieses Spiel hat eine Vorgeschichte: Im Abstiegsknaller der Fußball-Bezirksliga 4 trifft der SV Herdringen auf die SG Serkenrode/Fretter.

„Schwierige Situationen sind dafür da, um sie zu lösen.“ Peter Kozok, Trainer des Fußball-Bezirksligisten SV Herdringen, geht ungeachtet der denkbar schlechten Vorzeichen optimistisch in das Heimspiel an diesem Donnerstagabend um 19.30 Uhr gegen die SG Serkenrode/Fretter. Die Gäste haben mit den Krähen noch eine Rechnung offen.

Exakt 39 Tage vor dem erneuten Duell am Donnerstag hatte das Rückrundenspiel zwischen dem SV Herdringen und der SG Serkenrode/Fretter bereits stattgefunden. Allerdings währte die Partie damals nur 74 Minuten, ehe der Unparteiische das Duell aufgrund des stürmischen Wetters abbrach.

Die Vorgeschichte

Der Hintergrund: Am Sportplatz des SV Herdringen war am Seitenrand ein kleiner Baum umgeknickt. Insbesondere das Verhalten von Herdringens Ex-Coach Klaus Strojnowski stieß den Gästen damals bitter auf. „Er hat in der Halbzeitpause – beim Stand von 2:0 für uns – minutenlang auf den jungen Schiedsrichter eingeredet, damit er das Spiel abbricht. Das ist ja dann später (beim Stand von 3:0 für die SG nach 74 Minuten Spielzeit, Anm. d. Red.) auch passiert. Aus unserer Sicht war das völlig übertrieben, denn niemand war gefährdet. Besonders für unsere 30 mitgereisten Zuschauer tat mir das leid“, sagt Herbert Schmidt-Holthöfer, Vorsitzender der SG.

Gleichwohl tritt am Donnerstag auch er erneut die etwa 50-minütige Fahrt an den Krähenbrink an. Die SG wolle dann auch für ihren Mitspieler Tim Albers – er hatte sich in der Partie ohne Fremdeinwirkung das Kreuzband gerissen und muss seine Laufbahn wohl beenden – eine gute Leistung zeigen. Herbert Schmidt-Holthöfer: „Auch wenn der Termin nicht ideal ist und wir wohl gerettet sind, haben wir Wut im Bauch. Das abgebrochene Spiel ist im Hinterkopf und das gewisse Etwas mit dabei.“

Motivation im Training

Dass diese Begegnung schon allein aufgrund der Vorgeschichte besonders ist, weiß auch Peter Kozok, neuer Trainer des SV Herdringen. Nach der 0:2-Niederlage beim TuS Sundern und dem 0:0-Remis zuletzt gegen den SV Oberschledorn/Grafschaft brennt der 36-Jährige gleichwohl auf den ersten Sieg mit seinen Jungs. Mit drei Zählern im Wiederholungsspiel würden die Krähen nach Punkten zum rettenden Ufer und Konkurrent SV Oberschledorn/Grafschaft aufschließen. „Für uns ist es das nächste Endspiel, in dem für uns natürlich viel auf dem Spiel steht. Trotzdem ist jetzt aber sowieso jede Partie richtungsweisend – und so müssen wir diese Aufgaben auch einfach angehen“, sagt Peter Kozok.

Um seine Mannschaft zu motivieren, stellte Kozok am Dienstagabend ein Video der zuvor bestrittenen Trainingseinheit ins Internet. Dabei lief der Coach gemeinsam mit seinen Spielern aus und bat die Fans, sein Team in der Partie gegen die SG zahlreich zu unterstützen. Allenfalls verbalen Support können dann die beiden Stammspieler Samir Aribi und Marcel Linke, die beide zuletzt Platzverweise kassiert hatten, leisten. Die Personaldecke des SV Herdringen ist dünn.

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