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Der Meister der A-Liga Arnsberg steigt nicht mehr direkt auf

So feierte zuletzt der TuS Müschede den direkten Bezirksliga-Aufstieg.

So feierte zuletzt der TuS Müschede den direkten Bezirksliga-Aufstieg.

Foto: RS

Arnsberg.   Der Fußballkreis Arnsberg hat seinen direkten Aufstiegsplatz zur Fußball-Bezirksliga verloren.

Die Hiobsbotschaft kam aus der Zentrale in Kaiserau. Der Fußballkreis Arnsberg hat seinen direkten Aufstiegsplatz zur Fußball-Bezirksliga verloren. Der Verbands-Fußball-Ausschuss (VFA) des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen (FLVW) hat festgelegt, dass der Meister der A-Liga Arnsberg in der Saison 2018/19 nicht mehr direkt aufsteigt, sondern ein Relegationsspiel absolvieren muss. Nur der Sieger dieser Partie qualifiziert sich dann für die Bezirksliga.

Der TuS Müschede war damit in der abgelaufenen Saison wahrscheinlich die vorerst letzte Mannschaft, die als Meister der A-Kreisliga Arnsberg direkt in die Bezirksliga aufgestiegen ist.

57 Teams von der A- bis zur D-Liga

Wie konnte das passieren? Der Fußballkreis Arnsberg ist mit 57 Mannschaften, die am Spielbetrieb von der A- bis zur D-Liga teilnehmen, der drittkleinste Kreis im Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen. Bei den 36 zur Verfügung stehenden Aufstiegsplätzen zur Bezirksliga, die der Verbandsfußballausschuss des Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen für die Saison 2018/19 auf die 29 Kreise verteilt hat, wurde der Kreis Arnsberg somit nur noch mit einem halben Aufsteiger bedacht.

Begründung: Der Verband hat die Zahl der Bezirksliga-Aufsteiger für die Saison 2018/19 von 37 auf 36 gekürzt. Dieser Maßnahme sind die Kreise Arnsberg und Höxter zum Opfer gefallen.

In einer Erläuterung des Verbandes heißt es: „Wenn die Gesamtanzahl von 36 Aufsteigern überschritten wird, dann wird dem Kreis beziehungsweise den Kreisen mit der größten negativen Differenz (teilnehmende Teams in den Kreisligen am Spielbetrieb; Anmerkung der Redaktion) ein halber Aufsteiger abgezogen, bis die Gesamtanzahl von 36 erreicht ist.“

Der Vorstand des Kreises Arnsberg gibt sich aber kämpferisch. „Da ist das letzte Wort noch nicht gesprochen“, sagt Michael Ternes, Vorsitzender des Fußballausschusses des Kreises Arnsberg, und fügt hinzu: „Wir sind damit noch nicht fertig. Wir werden in einer Vorstandssitzung darüber beraten, wie wir jetzt weiter vorgehen werden.“

Aderlass ist überschaubar

Der Aderlass an Mannschaften im Kreis Arnsberg in den vergangenen vier Jahren ist überschaubar: In der Saison 2013/14 gingen 70 Teams an den Start, jetzt sind es 65 Mannschaften. Macht unterm Strich nur fünf Teams weniger.

Einziger Haken: Für den Verband in Kaiserau zählen nur die Kreisliga-Teams. Die überkreislich spielenden Mannschaften werden nicht mitgezählt. Zum Ende der abgelaufenen Spielzeit hatte der Kreis Arnsberg mit dem SC Neheim (Westfalenliga), SV Hüsten 09 (Landesliga), TuS Sundern, SV Herdringen, TuRa Freienohl, TuS Langenholthausen und SuS Langscheid/Enkhausen (alle Bezirksliga) gleich sieben Teams in überkreislichen Ligen im Einsatz. Michael Ternes: „Da wird man am Ende bestraft, weil unsere guten und starken Mannschaften nicht abgestiegen sind.“

Kreis HSK behält 1,5 Aufsteiger

Der Fußballkreis Hochsauerlandkreis hat auch in der Saison 2018/19 weiter 1,5 Aufsteiger. Damit werden die Meister der A-Liga Ost und West erneut in zwei Relegationsspielen den Aufsteiger zur Bezirksliga ermitteln. Der Verlierer hat dann noch in zwei weiteren Relegationsspielen die Chance, in die Bezirksliga aufzusteigen.

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