Handball

Der Nichtabstieg zum Abschied

Aufbruchstimmung:

Aufbruchstimmung:

Foto: Thor

Neheim.  Sebastian Gohr und Ludger Klinkemeier wollen vor ihrem Weggang von Handball-Bezirksligist TV Neheim noch ein großes Ziel erreichen. Und zwar so:

Zwei Mal muss Handball-Bezirksligist TV Neheim noch nachsitzen. In den Relegationsspielen gegen den HSV Herbede, Viertletzter der Bezirksliga Ruhrgebiet, kämpft der Viertletzte der Staffel Südwestfalen heute Abend ab 20.15 Uhr zu Hause und am Sonntag von 11 Uhr an auswärts um den Verbleib in der Bezirksliga.

Eine besondere Aufgabe kommt dabei auf das Neheimer Trainerduo Ludger Klinkemeier/Sebastian Gohr zu. Beide werden den TVN zum Saisonende verlassen – und sind bereits am vergangenen Freitag nach der bitteren 30:31-Heimpleite gegen den TV Lössel verabschiedet worden. Beide haben dasselbe Ziel: nicht abzusteigen. „Wir haben nach dem ersten Schock, dass wir in die Relegation müssen, lange zusammengesessen. Bei allen herrscht die Einstellung: Jetzt erst recht! Wir können den Klassenerhalt immer noch schaffen“, betont Ludger Klinkemeier.

Gegner ist weitgehend unbekannt

Der TVN-Coach hatte bereits nach Ende der vergangenen Spielzeit überlegt, sein Amt niederzulegen. Damals hatte ihn die Aussicht auf eine weitere Saison in der Derby-Liga bewogen, noch ein Jahr als Trainer dranzuhängen. Beruflich als Gymnasiallehrer und vor allem privat – die Familie richtet sich ihr Eigenheim in Hüsten ein – ist Klinkemeier zeitlich arg eingebunden und hört vor allem deshalb auf. Um mit zwei guten Leistungen in den Relegationsspielen dafür zu sorgen, dass der neue TVN-Trainer und das Team auch künftig Bezirksliga spielen, fordert Klinkemeier „den Einsatz, den wir gegen den TV Lössel gezeigt haben“. Abteilungsleiter Sven Schulte sagt: „An den Trainern hat es definitiv nicht gelegen. Unsere Auswärtsschwäche ist leider legendär.“

Überflüssig könnte die Relegation übrigens nur dann sein, wenn sich der Landesliga-Drittletzte DJK Bösperde in seiner Vierer-Relegation rettet – dies gelingt aber nur der stärksten der vier Teams.

Für das scheidende Trainergespann des TVN, Ludger Klinkemeier/Sebastian Gohr, sind die beiden Extraschichten mit den Duellen gegen den HSV Herbede ein echter Blindflug, denn Stärken und Schwächen des Gegners sind weitgehend unbekannt. „Insgesamt werden wir unser Bestmögliches geben“, sagt Klinkemeier, der für die Partie heute auf Spielmacher Moritz Pater verzichten muss.

Neuer Trainer steht fest

Mut machen sollte dem TV Neheim, dass Gegner HSV Herbede durch drei Niederlagen in Serie auf den viertletzten Platz der Staffel Ruhrgebiet abgerutscht ist. Das Team von Trainer Marko Weiß vergab zuletzt beim 36:40 bei Absteiger VfL Gladbeck III ihren Matchball zum direkten Klassenerhalt – ähnlich wie der TVN. Für die Partie in Neheim heute Abend rechnet Weiß mit einer hitzigen Atmosphäre bei voller Sporthalle am Berliner Platz. „Sauerland halt“, sagt Weiß.

Derweil steht der neue Trainer des TV Neheim bereits fest. Den Namen des Mannes, der derzeit in Hessen aktiv sein soll, möchte Sven Schulte aber noch nicht verraten. Nur so viel: „Beim Hinspiel heute Abend wird der neue Trainer noch nicht in der Halle sein.“

Offen ist in der Bezirksliga Südwestfalen noch der zweite Aufsteiger hinter Meister SG Ruhrtal. In zwei Spielen trifft die SG Attendorn-Ennest auf die HSG Herdecke/Ende. Während der Sieger direkt in die Landesliga aufsteigt, hat der Verlierer dann zwei weitere Partien gegen den Wittener TV.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben