Fussball

Michael Kauke: „Wir wollen die nächste Sensation“

Engagiert: Michael Kauke, 2. Vorsitzender des TuS Voßwinkel, der in der Vergangenheit auch bei mehreren Vereinen als Trainer gearbeitet hat.

Engagiert: Michael Kauke, 2. Vorsitzender des TuS Voßwinkel, der in der Vergangenheit auch bei mehreren Vereinen als Trainer gearbeitet hat.

Foto: SK / WP

Arnsberg-Voßwinkel.  Unsere Zeitung hat mit Michael Kauke, 2. Vorsitzender des TuS Voßwinkel, über die vergangene Saison, Zugänge und das Jubiläum gesprochen.

Nach 13 Jahren Abstinenz kehrt die erste Herrenmannschaft der Fußballabteilung des TuS Voßwinkel in der neuen Saison 2019/2020 in die Fußball-Bezirksliga 4 zurück. Im Gespräch mit dieser Zeitung erklärt Michael Kauke, 2. Vorsitzender des Vereins, warum der Aufstieg eine große Gelegenheit für den Klub darstellt, beschreibt die große Gemeinschaft im „Dorf der schlauen Füchse“ und verrät, wie der TuS Erfolgstrainer Marco Grebe im Verein halten möchte.

Michael Kauke, in der Fußballabteilung des TuS Voßwinkel gab es nun zahlreiche Erfolge zu feiern: Die erste Herrenmannschaft spielt künftig Bezirksliga, die „Zweite“ rettete sich in der B-Liga, die „Dritte“ stieg in die C-Liga auf, das Frauenteam wurde Meister der Kreisliga A und die Junioren kämpfen um den Aufstieg in die Bezirksliga. Ferner wird der TuS 100 Jahre alt. Das war eine tolle Spielzeit, oder?

Michael Kauke: Auf jeden Fall. Es war eine sehr außergewöhnliche Saison. Der Aufstieg der ersten Herrenmannschaft war hart erarbeitet, der Klassenerhalt der „Zweiten“ fast schon sensationell und auch die Frauenmannschaft hat das richtig gut gemacht – auch wenn die Mädels den Aufstieg in die Bezirksliga leider verpasst haben. Unter dem Strich sind wir sehr zufrieden.

Die erste Herrenmannschaft kehrt unter Trainer Marco Grebe nach 13 Jahren in die „Bundesliga des Sauerlandes“ zurück. Wie hoch ist dieser Aufstieg einzuordnen?

Sehr hoch. Wir haben uns vor ein paar Jahren selbst ein Konzept auferlegt, das besagt, dass wir vor allem mit jungen Spielern arbeiten wollen. Davon haben wir jetzt profitiert: Vor allem die Identifikation der Spieler zu unserem Verein ist groß.

Welchen Anteil hat Marco Grebe an diesem Erfolg?

Wir möchten ihn lieber nicht zu viel loben, sonst will ihn ein anderer Verein haben. (lacht) Im Ernst, wir haben Marco vor drei Jahren als Coach beim TuS Voßwinkel installiert und er ist ein Top-Trainer für uns. Marco hat eine hohe Fachkompetenz, arbeitet akribisch und will die Spieler auch taktisch weiterbringen.

So ein Trainer weckt Begehrlichkeiten, beispielsweise beim SV Hüsten 09, bei dem Marco Grebe ja auch die U15 trainiert. Habt ihr Angst, dass ihr ihn verlieren könntet?

Nein. Marco hat bei uns einen Vertrag für die kommende Saison, er steht zu seinem Wort und er hat ja gesagt, dass er mit dem TuS Voßwinkel etwas erreichen möchte. Das ist nach dem A-Liga-Aufstieg nun der Klassenverbleib in der Bezirksliga.

Nur Pascal Nölke, der zur SG Holzen/Eisborn wechselt, verlässt den Verein. Welche externen Spieler sind neu dabei? Und wie ist das Team für die Bezirksliga-Saison aufgestellt?

Wir haben insgesamt eine gute Mischung aus erfahrenen und jungen Spielern und sehen uns daher auch gut aufgestellt. Neu dabei ist unter anderem mein Bruder Matthias „Pocke“ Kauke, der vom SuS Langscheid/Enkhausen kommt. Er wird vor allem die Jungen führen. Auch Cetin Kurt (FC BW Gierskämpen), Danny Maag (SC Neuengeseke), David Bathe (SG Beckum/Hövel) und Thorsten Trebing (TuS Langenholthausen) werden uns in der kommenden Spielzeit verstärken.

Die A-Junioren kämpfen als JSG Voßwinkel/Bachum-Bergheim/Echthausen derzeit in der Aufstiegsrunde um den Sprung in die Bezirksliga. Welche Spieler werden in die „Erste“ hoch rücken?

Das sind Julien Klein, Tjard Weische, Julian Kugel und Jannik Heppelmann. So haben wir derzeit neun Zugänge – und das passt gut.

Wer nach so vielen Jahren in die „Bundesliga des Sauerlandes“ zurückkehrt, der strebt zunächst den Klassenverbleib an, oder?

Absolut. Mit den Zugängen und unseren erfahrenen Spielern wie etwa Ardian Maliqi wollen wir uns beweisen und zeigen, dass wir zu Recht dort spielen. In der vergangenen Saison gab es in der Bezirksliga 4 eine Zwei-Klassen-Gesellschaft. Unten in der Tabelle waren einige Teams abgeschlagen. Wir müssen als Aufsteiger die Sache sehr ernst nehmen und von Saisonbeginn an voll konzentriert sein. Alles andere als der Klassenerhalt wäre Utopie. Wenn wir in der Bezirksliga bleiben, dann wäre das die nächste Sensation, das wollen wir unbedingt. Vor allem möchten wir uns als TuS Voßwinkel dauerhaft in dieser Liga etablieren.

Das „Dorf der schlauen Füchse“ hat etwa 2400 Einwohner, der TuS Voßwinkel etwa 900 Mitglieder. Das zeugt von einem großen Zuspruch für den heimischen Klub.

Wir wollen uns immer weiterentwickeln. Dabei ist vor allem die Jugendarbeit wichtig. Bei uns als Dorfverein zählt die Gemeinschaft sehr viel.

Sie selbst sind seit drei Jahren 2. Vorsitzender beim TuS. Wie läuft die Zusammenarbeit mit Thomas Weber, dem Vorsitzenden, ab?

Sehr gut. Was vor allem Thomas Weber für den TuS Voßwinkel leistet, ist ganz toll. Und das immer aus dem Hintergrund heraus. Ich selbst kümmere mich vor allem um das Sponsorengeschäft und unsere 100-Jahr-Feier. Der Posten bereitet mir immer noch großen Spaß.

Der TuS feiert am Samstag, 28. September, sein 100-Jähriges. Was ist dann konkret geplant?

Es wird einen großen Festakt in der Schützenhalle geben, mit tollem Essen, Trinken, viel Musik und Ehrengästen. Wir feiern nach unserem Motto „Von Mitgliedern für Mitglieder“ und hoffen natürlich auf möglichst viele Besucher.

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