Fußball

Die Hüstener Kern-Kompetenz liefert wieder Heimsieg

Das ist das zwischenzeitliche 3:1 für den SV Hüsten 09: Stürmer Steffen Kern (rechts) ist erfolgreich.

Das ist das zwischenzeitliche 3:1 für den SV Hüsten 09: Stürmer Steffen Kern (rechts) ist erfolgreich.

Foto: Philipp Bülter

Arnsberg-Hüsten.  Der SV Hüsten 09 hat mit zwei Siegen in der Fußball-Landesliga 2 einen starken Start hingelegt. Wie die drei Punkte zustande kamen.

Zweites Spiel, zweiter Sieg: Der Saisonstart des SV Hüsten 09 in der Fußball-Landesliga 2 kann sich sehen lassen. Auch im zweiten Heimspiel blieb die Mannschaft von Trainer Klaus Borschel siegreich – diesmal mit 3:2 (2:1) gegen den VSV Wenden. Insbesondere die individuelle Klasse von Angreifer Steffen Kern ließ die Hüstener jubeln.

Er ist schon ein echtes Phänomen: Nach 15 Minuten Spielzeit monierte das Hüstener Trainerteam um Klaus Borschel und „Co“ Andreas Kauke in Richtung von Steffen Kern, dieser solle „mehr machen“. Torjäger Kern wirkte bis dahin nicht wirklich involviert in die Partie, in der zu allem Überfluss die Gäste aus dem Wendener Land durch einen schönen Treffer von Christian Runkel bereits seit der 9. Minute mit 1:0 führten.

Steffen Kern nahm die Botschaft seiner Trainer an – und wie: Zunächst scheiterte der Stürmer noch mit einem Lupfer an Gäste-Schlussmann Hans Michael Eick-Barghorn (15.) und stolperte dann ein klasse Zuspiel von Philipp Eickelmann am Tor vorbei (19.), ehe ihn Lukas Gebhardt wundervoll einband. Kurios: Gebhardt fand keinen Abnehmer für einen Pass („Keiner da, Alter!“), spielte das Leder dann aus der Not geboren weit über die rechte Seite exakt in den Lauf von Steffen Kern, der Eick-Barghorn umkurvte und aus spitzem Winkel zum Ausgleich einschob (30.). Nur sechs Minuten später schickte diesmal Eickelmann ebenfalls auf rechts Kern auf die Reise, der Hans Michael Eick-Barghorn diesmal sogar tunnelte – 2:1 (36.).

Der Regisseur macht die Entscheidung

Dass in Fußballspielen mit Hüstener Beteiligung allerdings zumeist viele Tore fallen, zeigte erneut der zweite Durchgang gestern. Bereits kurz nach der Halbzeitpause fing sich das Borschel-Team vor laut Gastgebern 162 anwesenden Zuschauern den 2:2-Ausgleichstreffer. Für diesen zeichnete sich erneut Christian Runkel für die weiter ackernden Wendener verantwortlich (49.).

In der Folge blieb die Begegnung bei schwierigen Bedingungen – 32 Grad Celsius und kein Zentimeter Schatten auf dem Platz im Stadion Große Wiese – ausgeglichen. „Die Wendener waren dann ordentlich am Drücker und spielerisch etwas stärker“, sagte Hüstens Coach Klaus Borschel. Gleichwohl habe sein Team „mit viel Geschick, Kampfkraft, Willen und einem Quäntchen Glück dagegen gehalten“.

Wenige Minuten vor dem Spielende nutzte dann Hüstens Zehner Robin Balder einen Fehler im Aufbauspiel des Gastes aus – 3:1 für die Hausherren (85.). Klaus Borschel: „Wir freuen uns über die sechs Punkte zum Auftakt und werden weiter hart arbeiten.“ Weiter geht’s für den SV Hüsten 09 mit der ersten Runde des Kreispokals und der Partie am Donnerstag, 29. August, 19.30 Uhr, bei C-Kreisligist FC Tricolore.

SV Hüsten 09: Matthay; V. Rossi, Kampschulte, Winkler, Plett (56. Rogalski), Gebhardt, Balder (89. G. Rossi), Happe, Gierse, S. Kern (62. Kehoyoglou), Eickelmann (79. Lampros).

Tore: 0:1 (9.) Runkel, 1:1 (30.) S. Kern, 2:1 (36.) S. Kern, 2:2 (49.) Runkel, 3:2 (85.) Balder.

Kommentar von Philipp Bülter

Tore machen einfach Spaß

Es ist wohl nicht wirklich fair, doch im Fußball – natürlich auch im Amateurbereich – stehen erfolgreiche Angreifer viel häufiger im Fokus als hart arbeitende Innenverteidiger oder klug den Ball verteilende „Sechser“.

Auch am vergangenen dritten Spieltag in der Fußball-Westfalen-, Landes- und Bezirksliga sorgten die heimischen Torjäger wieder für Aufsehen. Wer sieht, wie Steffen Kern teils nahezu teilnahmslos über den Sportplatz zu schlurfen scheint, wundert sich. Und erkennt dann die Klasse des Angreifers: Zwei lange Bälle schnappte sich Kern für den SV Hüsten 09 gegen den VSV Wenden, lief allen davon und markierte einen Doppelpack – einfach stark!

Auch Rejhan Zekovic mit zwei abgeklärten Abschlüssen sowie Toren für seinen neuen Arbeitgeber, Westfalenligist SC Neheim, und Chedli Melki mit gleich vier Treffern für Bezirksligist TuS Sundern stellten ihre Qualitäten unter Beweis. Liebe Abwehrspieler, liebe Mittelfeldakteure: Seht es mir nach, aber: Tore machen einfach Spaß!

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