Sommerserie

Die Ruhr hat eine enorme Anziehungskraft

Mit großem Spaß und Eifer bei der Sache: Der Nachwuchs des SKC Neheim-Hüsten beim Training auf der Ruhr. Die Naturstrecke ist nur wenige Meter vom Bahnhof in Hüsten entfernt.

Mit großem Spaß und Eifer bei der Sache: Der Nachwuchs des SKC Neheim-Hüsten beim Training auf der Ruhr. Die Naturstrecke ist nur wenige Meter vom Bahnhof in Hüsten entfernt.

Foto: Verein

Hüsten.   SKC Neheim-Hüsten bietet Kajaksport wettkampfmäßig an. Touren auch auf dem Möhne- und Hennesee.

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„Wasserscheu sollte man nicht sein“, sagt der Neheimer Lukas Vielberg mit einem Lächeln im Gesicht, wenn er über sein Steckenpferd, den Kajaksport, spricht.

Wettkampfmäßig betrieben wird der Sport im Sauerland beim SKC Neheim-Hüsten und zwar auf der Ruhr in der Nähe vom Bahnhof Hüsten. „Dort steht unser Bootshaus. Jeder kann beim Training jederzeit vorbeischauen und mitmachen“, teilt Lukas Vielberg mit. „Natürlich gehört auch ein wenig Mut dazu, wenn man in so ein Boot steigt. Es kann ja auch umkippen. Aber dafür gibt es die Schwimmweste. Insgesamt macht es einfach nur großen Spaß und nach einem halben Jahr ist man richtig gut dabei. In unserem Sport kann man relativ schnell aufsteigen, weil es eine kleine und überschaubare Szene ist.“

Lukas Vielberg hat in seiner aktiven Zeit unter anderem an zahlreichen Deutschen Meisterschaften teilgenommen. Die beste Platzierung, so weit sich Vielberg erinnern kann, war Rang vier mit der Schüler-Mannschaft.

Durch rote und grüne Tore

Bei den Wettkämpfen wird dann getrennt in Kajaks und Kanadiern gefahren. Kajaks, die auch der SKC Neheim-Hüsten benutzt, werden mit einem Doppelpaddel sowie den Beinen Richtung Bug und immer sitzend gefahren.

Im Kanadier benutzt man ein Stechpaddel mit nur einem Paddelblatt. Ein Kanadier wird dagegen kniend gepaddelt.

Auf der Strecke geht es dann darum, so schnell wie möglich durch rote und grüne Tore, die nicht berührt werden dürfen, zu fahren. Ansonsten gibt es Zeitstrafen. Durch die grünen Stangen geht es flussabwärts und durch die Roten flussaufwärts. Lukas Vielberg: „Der Stangenwald ist kein Buch mit sieben Siegeln. Man muss die Strecke einfach nur lesen können, aber auch das ist keine Hexerei.“

Kanu-Wandern

Mit dem Kanu kann man allerdings auf der Ruhr auch wesentlich beschaulicher und ruhiger, sowie ohne durch rote und grüne Stangen zu fahren, unterwegs sein. „Bei uns heißt das Kanu-Wandern oder Kanu-Touren“, berichtet der 25-jährige Lukas Vielberg, der inzwischen von Neheim ins Allgäu gezogen ist und dort als Physiotherapeut arbeitet.

Vielberg: „Ob allein mit sich und dem Boot oder gemeinsam mit anderen: Die Ruhr übt nicht nur auf mich, sonden auch auf sehr viele Freunde und Kanuten eine große Anziehungskraft aus.“

Während das Wasserwandern auf der Ruhr in früheren Zeiten durch Hindernisse wie Wehre und Sohlschwellen erschwert wurde, erleichtern heute Bootsgassen und verbesserte Umtragemöglichkeiten das Paddelvergnügen.

Bis nach Haus Füchten

Wo sind solche Kanu-Touren im Sauerland möglich? Auf dem Möhnesee (ab Körbecke) und Hennesee wird jeweils Seenwandern in einem Kanadier (Viersitzer) mit einer Länge von 5,50 Meter angeboten.

Auf der Ruhr geht es ab dem Bootshaus des SKC Neheim-Hüsten im Kajak bis nach Haus Füchten (vor Wickede).

Auf der Lahn und Saale unterwegs

Der SKC Neheim-Hüsten hat zuletzt auch Touren auf der Lahn und der Saale unternommen. „Da waren wir dann mit insgesamt 21 Vereinsmitgliedern rund vier Stunden unterwegs, haben einfach nur die Natur genossen und am Ende knapp 26 Kilometer zurückgelegt“, berichtet Dietmar Gorlt, Trainer des SKC Neheim-Hüsten, und fügt hinzu: „Mit dem Kanu bei einem Wettkampf oder in der Freizeit ganz ohne Stress unterwegs zu sein, ist einfach nur fantastisch und macht Spaß.“ Nur eines sollte man nicht sein: wasserscheu.

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