Fußball

Elfmeter-Drama! SC Neheim scheitert hauchdünn bei Hagen 11

Am Ende ist da einfach nur noch Leere: Leon Zielonka, Torhüter des SC Neheim, kann die Niederlage bei Hagen 11 kaum fassen.

Am Ende ist da einfach nur noch Leere: Leon Zielonka, Torhüter des SC Neheim, kann die Niederlage bei Hagen 11 kaum fassen.

Foto: Michael Kleinrensing

Hagen.  Ganz nah dran war Fußball-Westfalenligist SC Neheim am historischen Einzug in das Viertelfinale des Westfalenpokals. So bitter war das Aus.

Kühle 14 Grad Celsius, regnerisches Wetter: Auch die Witterungsbedingungen sorgten auf der Hagener Bezirkssportanlage Emst für einen echten Pokalfight im Achtelfinale des Westfalenpokals. Mit der 3:5 (1:1, 0:0)-Niederlage nach Elfmeterschießen verpassten es die Westfalenliga-Fußballer des SC Neheim bei Landesligist Hagen 11, mit dem möglichen erstmaligen Einzug in das Viertelfinale Vereinsgeschichte zu schreiben.

Thiemann besorgt die Führung

Der erste Abschnitt lieferte den Zuschauern der Begegnung nicht gerade ein Offensivspektakel. Weder die Hausherren noch die Gäste erspielten sich wirklich zwingende Möglichkeiten und so ging es nach einer recht ereignislosen ersten Hälfte folgerichtig mit einem torlosen Remis in die Kabinen.

Im zweiten Durchgang nahm die Partie dann aber mehr Fahrt auf – und die Gäste durften rasch jubeln: Mittelfeldspieler Johannes Thiemann traf in der 50. Minute mit einem strammen Schuss von der Strafraumgrenze zur 1:0-Führung für den SC Neheim. Hagen 11 – der Landesligist hatte sich in dieser Westfalenpokal-Saison mit den Siegen gegen Oberligist ASC 09 Dortmund in Runde eins und Westfalenligist SV Sodingen in Runde zwei bislang ebenfalls als Favoritenschreck erwiesen – versuchte in der Folge, den Ausgleich zu erzielen. Die Hagener verfügten über mehr Ballbesitz und drängten den SC Neheim häufiger in die eigene Spielhälfte zurück, versäumten es jedoch, den letzten, entscheidenden Pass vernünftig zum Mitspieler zu bringen.

Die Gäste hätten die Partie ihrerseits entscheiden können, doch Mahmut Yavuzaslan und vor allem Rejhan Zekovic, der freistehend nur den Außenpfosten traf, versäumten es, das 2:0 zu markieren. So blieben die Hausherren bis zum Schluss im Rennen und durften tatsächlich jubeln: Kapitän Tim Bodenröder versenkte in der Nachspielzeit einen direkten Freistoß zum 1:1. Der Szene war ein Fehler von SC-Schlussmann Leon Zielonka vorausgegangen, der den Ball letztlich außerhalb des Strafraums mit der Hand berührt haben soll. Zielonka sah dafür die Gelbe Karte.

Das Elfmeterschießen war nichts für schwache Nerven. Zwar vergaben die Hagener einmal vom Punkt, doch da bei den Gästen sowohl Lukas Wulf als auch Patrick Nettesheim versemmelten, vergab der SC ganz knapp eine historische Chance. Ex-Profi Gaetano Manno besiegelte die 3:5-Pleite aus SC-Sicht. Bruchhage: „Wir haben gegen eine richtig gute Mannschaft verloren, aber selbst in der zweiten Hälfte richtig gut gespielt. Leider haben wir uns für unseren Aufwand nicht belohnt.“

SC: Zielonka; Wulf, Bald (46. Majewski), Michler, Cihan, Thiemann (73. Nettesheim), Busch, Yavuz (88. Ndubuisi Joseph), Xhaka, Yavuzaslan (86. Greco), Zekovic. - Tore (reguläre Spielzeit): 0:1 (50.) Thiemann, 1:1 (90.+5) Bodenröder.

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