Handball

Fans des TV Arnsberg befinden sich in konträrer Gemütslage

Wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt eingefahren: Die Oberliga-Handballerinnen des TV Arnsberg (hier mit Delia Topp) behalten im Heimspiel gegen das Schlusslicht aus Bad Salzuflen mit 26:20 (10:11) die Oberhand.

Foto: Ted Jones

Wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt eingefahren: Die Oberliga-Handballerinnen des TV Arnsberg (hier mit Delia Topp) behalten im Heimspiel gegen das Schlusslicht aus Bad Salzuflen mit 26:20 (10:11) die Oberhand. Foto: Ted Jones

Arnsberg.   Die Anhänger des Herrenteams des TV Arnsberg erlebten einen „Scharzen Freitag“. Die TVA-Handballerinnen sorgten dagegen für ein Erfolgserlebnis.

Konträre Gemütslage bei den Handball-Fans des TV Arnsberg. Die Anhänger des Herrenteams erlebten am Freitag, wie ihre Mannschaft auch die wohl letzte realistische Chance durch eine 25:29-Heimniederlage gegen Schwerte/Westhofen vergab.

Dieser Eindruck wurde durch die Punktgewinne der anderen Kellerkinder aus Herbede und Warstein noch verstärkt. Der VfS verspielte zwar trotz der 14 Tore vom Halblinken Philip Schröder gegen Bösperde in den letzten vier Minuten einen 29:25-Vorsprung, doch da schon in zwei Wochen in Schwerte der aktuell verletzte Lars Schorlemer wieder mitwirken kann, ist der Erzrivale bester Hoffnung, schon vor dem Derby gegen Arnsberg Boden gutzumachen.

Da die kursierenden Gerüchte, dass Menden II etliche Punkte wegen unberechtigtem Einsatz von Spielern aus der „Ersten“ abgezogen bekommt, von Staffelleiter Andreas Thiemann als falsch bezeichnet wurden, ist auch die Hoffnung, zumindest nicht als Dauerträger der Roten Laterne in die Bezirksliga abzusteigen, wieder geringer geworden.

Spielniveau scheint zu reichen

Hingegen hat sich die Stimmung bei den Oberliga-Frauen nach dem so wichtigen Erfolg über das Schlusslicht deutlich gebessert. Wie schon in der Hinserie konnte das Team von Andreas Brüggemeier also gegen die Kellerkinder aus Hüllhorst und Bad Salzuflen drei Zähler einfahren und sich jeweils den direkten Vergleich sichern. Kampfgeist und spielerisches Niveau scheinen, wenn nicht gerade wieder Verletzungspech aufkommt, absolut zu reichen, um auf eine weitere Oberliga-Saison zuzusteuern. Aber Brüggemeier weiß auch: „Im letzten Saisondrittel holen die Abstiegskandidaten stets die meisten Punkte.“ Von daher kann von Planungssicherheit noch längst keine Rede sein. Die Suche nach einem kompetenten Nachfolger für den ja aussteigenden Brüggemeier sollte aber durch die jüngsten Erfolge erleichtert werden.

Die Aussichten der SG Ruhrtal, im Herrenbereich einen Ligatausch mit dem TVA zu vollziehen, sind seit Samstag hingegen wieder gesunken.

Wettbewerbsverzerrung

Und das nicht etwa, weil den Oeventropern die Puste auszugehen droht. Vielmehr wurden sie in Kreuztal Opfer der Strategie des TuS Ferndorf, mit

einer halben Oberliga-Mannschaft die Aufholjagd Richtung rettenden viertletzten Platz für ihre Drittgarnitur zu starten. „Das ist in dieser krassen Form klare Wettbewerbsverzerrung und sollte durch Kaderlisten eingeschränkt werden“, kritisiert Trainer Frank Mähl völlig nachvollziehbar, aber die Statuten bieten nun einmal Spielern unter 21 Jahren die Möglichkeit, ohne Zwangspause in mehreren Mannschaften aufzulaufen. Übrigens trat Ferndorfs Oberliga-A-Jugend am Sonntag gegen Ahlen ohne jeden Auswechselspieler an, hatte zuvor schon eine Auswärtspartie abgeschenkt.

Nutznießer von taktischer Aufstellung eines Gegners war am Samstag der TV Neheim, denn dessen Gast Hohenlimburg II hatte drei Leistungsträger für die dann tatsächlich in Menden siegreiche Erstgarnitur abgestellt.

Der TV Neheim konnte also Kräfte sparen und sich schon einmal für den bevorstehenden Samstag, 10. Februar, warm werfen. Denn da steht, Karneval hin oder her, in Oeventrop das große Nachbarschaftsduell an, wobei nur der Sieger weiterhin gute Chancen auf einen Aufstiegsplatz behält.

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