Volleyball

Funfaktor beim RC Sorpesee – wird’s ein vorderer Platz?

Zusammenhalt am Sorpesee: Die Drittliga-Volleyballerinnen des RCS möchten die Saison 2019/2020 erfolgreich fortführen.

Zusammenhalt am Sorpesee: Die Drittliga-Volleyballerinnen des RCS möchten die Saison 2019/2020 erfolgreich fortführen.

Foto: Georg Giannakis

Sundern-Langscheid.  Für die Volleyballerinnen des RC Sorpesee ging die Saison sehr gut los. Wie sie weitere Erfolge in der 3. Liga und im WVV-Pokal einfahren wollen.

Nur für wenige Augenblicke schaffen es die Vorzeige-Sportlerinnen vom Sorpesee während der offiziellen Mannschaftsvorstellung und im Beisein von Sponsoren und Teamverantwortlichen, sich in diskreter Zurückhaltung und höchst professionell wirkender Seriosität zu üben. Denn sehr rasch zeigen die Drittliga-Volleyballerinnen des RC Sorpesee wieder ihr wahres Gesicht: Sie haben oft gute Laune, sind schlagfertig und vor allem: eine Einheit.

Kuriose Spitznamen

Schnell wird klar, dass die Volleyballerinnen des RC Sorpesee dabei nicht nur auf dem Spielfeld ein Kollektiv sind, sondern auch fernab von filigranen Ballannahmen und famosen Schmetterbällen stets das „Wir-Gefühl“ leben und dieses in der Öffentlichkeit äußerst deutlich zeigen. Es wird leise gekichert und manchmal auch laut und herzlich gelacht, als sich die Protagonistinnen des aktuellen RCS-Kaders mit ihrem Namen und ihrer entsprechenden Position vorstellen und zugleich ihre bisherige sportliche Vita kurz abspulen. „Ich bin Laura Kemper, bin schon seit vielen Jahren dabei, spiele Annahme Außen und trage den tollen Spitznamen ,Pebbles’“, sagt beispielsweise die 20-jährige RCS-Spielerin – und sorgt damit bei ihren Mitspielerinnen für großes Gelächter.

Auch während der weiteren Kurzporträts reißt der Humor nicht ab. Ganz im Gegenteil: Trainer Julian Schallow reiht sich natürlich ein in den Reigen der ausgelassenen Stimmung. „Das ist die Michelle. Sie gehört nicht nur zu unseren Urgesteinen innerhalb der Mannschaft, sondern sie ist in dieser Saison zugleich Titelgirl“, flachst der Übungsleiter und sorgt damit nochmals für besondere Aufmerksamkeit. Denn auf dem jedes Jahr im Vorfeld der beginnenden Volleyball-Saison erscheinenden Vereinsmagazin ist auf dem Cover stets eine Spielerin des RCS abgelichtet, die freudestrahlend die potenziellen Leserinnen und Leser zum Durchblättern der informativen Lektüre einlädt.

Das Saisonziel

Mit einem Sieg im WVV-Pokalwettbewerb und einem Erfolg beim Meisterschafts-Auftaktspiel (wir berichteten) sind die Volleyballerinnen mehr als gelungen in die Saison gestartet und sind hungrig nach weiteren Erfolgserlebnissen. Angeführt von Spielführerin Kirsten Prachtel wollen sie – dem einheitlichen Tenor des Kollektivs zufolge – die Mission „Tabellenplatz im oberen Drittel belegen“ und an diesem Samstag mit einem Sieg bei der Heimpremiere in der Sporthalle am Schulzentrum fortsetzen. „Wir können unsere Ziele in der Tat erreichen. Wir haben zwar eine junge Truppe, aber wir verfügen, im Vergleich zu den anderen Mannschaften, über Spielerinnen, die nicht von irgendwoher zugekauft wurden, sondern hier aus der Region stammen und sich seit vielen Jahren kennen. So etwas kann gerade im Volleyball ein großes Plus am Ende sein“, sagt Schallow und sieht einen möglichen Vorteil für sein Team.

Nicht zuletzt Ute Schlecht, Vorsitzende des RC Sorpesee, untermauert dieses Argument von Julian Schallow schon seit eh und je mit aller Vehemenz. „Hier bei uns werden keine Handgelder oder andere Formen von Gehältern gezahlt. Das Geheimnis ist schlicht und einfach, dass alle Spielerinnen ehrenamtlich und aus Überzeugung bei uns spielen“, betont Schlecht und fügt hinzu: „Die Mädels bekommen neue Sportschuhe und einen Teil an neuer Trainingsbekleidung – sonst nichts“.

Aber eines erhalten die Volleyballerinnen des RC Sorpesee – vor Beginn einer jeden Saison – dann doch noch: Neue Trikots – so wie diesmal auch. Mit der neuen, in schwarzer Optik glänzenden Wettkampfmontur wollen sie nun regelrecht „voll ins Schwarze treffen“, sprich die aktuelle Drittliga-Serie so erfolgreich wie möglich gestalten. Oder wie es Team-Neuling Alexandra Sharipov formuliert: „Ich hatte mitbekommen, dass es hier, mitten in der Natur, eine Mannschaft gibt, die wohl ganz gut Volleyball spielen kann. Na ja, was soll ich sagen: Da ist schon was dran.“

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