Handball

Bezirksligist HV Sundern: Der Beste kann es noch immer

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Im Tor des Bezirksligisten HV Sundern steht ein besonderer Handballer.

Im Tor des Bezirksligisten HV Sundern steht ein besonderer Handballer.

Foto: Oliver Schinkewitz

Sundern.  Ein Allrounder: Falk Beste springt als Torwart wieder beim Handball-Bezirksligisten HV Sundern ein. „Wenn ich gebraucht werde, bin ich da.“

Eigentlich hatte Falk Beste seine langjährige Handballer-Laufbahn beim HV Sundern allmählich ausklingen lassen wollen. Doch als kurz vor Saisonstart feststand, dass neben Marco Biehs auch der zweite bisherige Stammkeeper Milan Vucic aus beruflichen Gründen nicht mehr zur Verfügung stehen würde, stellte sich der 36-Jährige sofort zur Verfügung.

Aufgabe macht Spaß

„Wenn ich gebraucht werde, bin ich da. Es macht ja auch derzeit richtig Spaß“, fühlt sich Beste in seiner Rolle der der unverhofften Nummer eins pudelwohl. Kein Wunder, zählte er doch beim Heimsieg über den TV Letmathe und der ehrenvollen Niederlage beim VfS Warstein zu den stärksten Kräften seiner Mannschaft. Nur gegen die HSG Hohenlimburg II lief es nicht, überließ er nach zehn Minuten dem diesmal aushelfenden Vucic das Feld.

Der gebürtige Briloner verdiente sich schon in Jugendjahren die Bezeichnung „Allrounder“, ließ er sich doch je nach Bedarf im Feld oder im Tor einsetzen. Es reichte sogar zu ein paar Einsätzen in der Kreisauswahl, ehe er im A-Jugend-Alter eine Pause einlegte, im Seniorenbereich aber zunächst wieder als Feldspieler einstieg. Auch ein Kreuzbandriss konnte den 1,84 Meter großen und schwergewichtigen Abwehrspezialisten nicht stoppen. Als in der „Zweiten“ ein Torhüter-Notstand ausbrach, war er sofort bereit, einzuspringen, wechselte aber in den erfolgreichen Kreisliga-Jahren bis hin zum erstmaligen Bezirksliga-Aufstieg wieder in seine Zweitrolle als Deckungsspieler.

Und wie erklärt er, dass es jetzt als Torhüter in der Bezirksliga unter dem neuen Coach Alfred Klein, dessen oft recht rau geführten Stil er durchaus schätzt, so gut für ihn läuft? „Ich denke, es ist in erster Linie die Routine. Mit den Jahren wird das Stellungsspiel besser, kann ich früher erkennen, wohin die Würfe gehen und auch meine Vorderleute besser einstellen“, meint Beste.

Vor allem die familiäre Atmosphäre beim HVS und die sich daraus ergebenden Freundschaften zu etlichen Stammspielern ist es, die den E-Commerce-Manager antreibt, seine sportliche Laufbahn fortzusetzen.

Als Jugendtrainer aktiv

Damit nicht genug: Der Junggeselle betätigt sich mittlerweile auch als Trainer, hat von seinem langjährigen Coach Frank Schaden zusammen mit Dirk Pohl die Betreuung der A-Jugend übernommen. Und dort hat er auch schon einen Nachfolger für sich entdeckt. Moritz Pötter soll in Kürze mit einem Doppelspielrecht ausgestattet werden und, wenn Beste mal eine Pause braucht oder einen schlechten Tag hat, seinen Platz einnehmen. Am Samstag in Neheim aber will Falk am liebsten selbst glänzen, auch wenn ihm Schlagzeilen-Spielereien mit seinem Namen wie „Beste war der Beste“ überhaupt nicht passen würden.

Handball-Bezirksliga: Der Spieltag

TV Neheim – HV Sundern (Samstag, 25. September, 19 Uhr). „Noch eine Niederlage können wir uns nicht leisten, sonst können wir uns von unseren Saisonzielen schon verabschieden“, erklärt TVN-Trainer Klaus-Dieter Erbuth, welch hohen Stellenwert ein Sieg im Lokalduell für seine Mannschaft hätte. Zeit genug zum Wundenlecken nach der Schlappe in Hohenlimburg hatten die Neheimer ja.

Und personell werden sie diesmal auch weitaus besser aufgestellt sein, weil nicht nur Spielmacher Moritz Pater und Keeper Stephan Bauckmann wieder dabei sind, sondern auch Sören Frohe sein Saisondebüt geben wird. Erbuth musste zwar die Übungseinheiten seinem Co-Trainer Andreas Funke überlassen, will aber trotz Reha unbedingt zum Coachen vor Ort sein. „Der Druck liegt beim Gegner, wir können locker aufspielen. Ich erwarte, dass wir es besser machen als beim ersten Auswärtsspiel in Warstein“, stellt HVS-Trainer Alfred Klein durchaus hohe Ansprüche an sein Team, das weiterhin auf Linksaußen Jan Waelter verzichten muss.

TV Arnsberg – TS Evingsen (Samstag, 25. September, 19.30 Uhr). Ein wenig entspannt sich die Personallage beim TVA. Trainer Frank Mähl kann wieder auf David Capristo und Leon Giacuso bauen, auch Kevin Probst, Paul Capristo und Johannes Mevenkamp sollten zumindest für Kurzeinsätze infrage kommen.

Dafür fällt neben Paul Hübner (weiterhin Schulterbeschwerden) auch Kreisläufer Benny Regniet aus, der seinen Urlaub nach dem ersten Spielplan ausgerichtet hatte und nicht mehr umstellen konnte. „Wir treffen auf eine sehr erfahrene Mannschaft, die nach ihrem optimalen Saisonstart sicher auch bei uns punkten will. Wir müssen mit Leidenschaft und trotzdem kühlem Kopf unsere Kampf- und Heimstärke in die Waagschale werfen“, so Mähl.

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