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In Voßwinkel müssen wohl alle Flutlichtmasten ersetzt werden

Foto: Verein

Voßwinkel.   Ausgerechnet im Jubiläumsjahr muss sich der TuS Voßwinkel mit offenen Fragen rund um die Infrastruktur am Waldstadion auseinander setzen.

Grund dafür ist ein umgekippter Flutlichtmast und die Tendenz dahin, dass wohl auch die anderen sieben Masten erneuert werden müssen. Gleichwohl plant der aktuelle Tabellenführer der Fußball-A-Kreisliga Arnsberg abwechslungsreiche Veranstaltungen, mit denen das 100. Jahr des Bestehens gefeiert werden soll.

Mast beschädigt Zaun

Ende Dezember 2018 knickte einer der acht am Waldstadion installierten Flutlichtmasten um und beschädigte dabei einen Zaun. Da derzeit ein spezielles TÜV-Team aus Rheinland-Pfalz die Laternenmasten der Stadt Arnsberg kontrolliert, konnte am vergangenen Mittwoch rasch auch eine Überprüfung der Masten an der Platzanlage des TuS Voßwinkel stattfinden.

Das Ergebnis: Die Anlage ist bis auf Weiteres gesperrt und darf nicht betreten werden. Vorsitzender Thomas Weber und Vize Michael Kauke gehen nun vom Schlimmsten aus. „Wir befassen uns mit dem Worst-Case-Szenario, dass alle Masten erneuert werden müssen, da sie nicht mehr zeitgemäß und sicher sind“, sagt Kauke. Ihr endgültiges Ergebnis wollen die Experten des TÜV am kommenden Montag übermitteln.

Michael Kauke vermutet, dass der Mast „sowohl aus Materialermüdung als auch durch einen Sturm umgekippt ist“. Dass es überhaupt zu so einem Zwischenfall kommen könnte, habe er nicht gedacht: „Ich habe noch nie gehört, dass ein Flutlichtmast an einer Platzanlage umkippt.“ Gemeinsam mit Thomas Weber will Kauke nun dafür sorgen, „dass uns schnell geholfen wird. Die Stadt Arnsberg hat genau das bereits signalisiert, das ist schon mal gut“.

Auf Flutlicht angewiesen

Thomas Weber, der selbst in der Stadtverwaltung arbeitet, schätzt den Zeitpunkt, in dem dieser Fall eingetreten ist, „als sogar noch günstig für uns ein. Dafür ist die Winterpause ja fast ideal – wenn man das so sagen kann“. Der TuS Voßwinkel sei als Verein zwingend auf das Flutlicht angewiesen. „Im Trainingsbetrieb von montags bis freitags haben wir so viele Mannschaften, dass jede immer nur eine Spielhälfte nutzen kann. Unsere Hoffnung ist jetzt, dass die Masten abmontiert werden, damit wir zumindest an den Wochenenden den Platz nutzen können, da dort aufgrund früherer Zeiten kein Licht benötigt wird“, erläutert Weber.

1963 entstand die Platzanlage des TuS Voßwinkel mit einem Aschenplatz. Die insgesamt acht Flutlichtmasten kamen später hinzu und sind nun etwa 50 Jahre alt. „Falls alle Masten erneuert werden müssen, schätze ich die Kosten auf einen hohen fünfstelligen oder einen niedrigen sechsstelligen Bereich ein“, sagt Thomas Weber.

Vorbehaltlich der Entscheidung der Experten des TÜV hat sich der Verein bereits an umliegende Clubs gewandt, um für seine Trainingszeiten zum Übergang womöglich deren Sportplätze nutzen zu können. Neben dem SV Bachum/Bergheim – pikanterweise als Tabellenzweiter der A-Liga Arnsberg der direkte Konkurrent des TuS Voßwinkel um den Aufstieg in die Bezirksliga – sind das der TuS Echthausen, der SV Herdringen, der TuS Bruchhausen, der FC BW Gierskämpen, der TuS Müschede, der FC Neheim-Erlenbruch und der SV Hüsten 09.

Abwechslungsreiches Jubiläumsjahr

Trotz der Probleme rund um die Infrastruktur am Waldstadion blicken die Verantwortlichen optimistisch auf ein abwechslungsreiches Jubiläumsjahr. Der Verein mit mehr als 900 Mitgliedern – unter ihnen sind etwa ein Drittel Kinder und Jugendliche – veranstaltet unter anderem eine zentrale 100-Jahr-Feier, die am Samstag, 28. September, in der Schützenhalle stattfinden wird. „Wir freuen uns auf ein tolles Jahr für den TuS Voßwinkel“, sagt Thomas Weber.

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