Fußball

JSG Marsberg/Erlinghausen schnuppert Profi-Atmosphäre

Eine Ehre: Can Olcay von der JSG Marsberg/Erlinghausen (vorne rechts) darf an der Hand von Nationalspieler und BVB-Kapitän Marco Reus vor dem Supercup ins Stadion marschieren. Seine Mitspieler folgen ihm.

Eine Ehre: Can Olcay von der JSG Marsberg/Erlinghausen (vorne rechts) darf an der Hand von Nationalspieler und BVB-Kapitän Marco Reus vor dem Supercup ins Stadion marschieren. Seine Mitspieler folgen ihm.

Foto: Fromme/Firo

Dortmund.  Es war ein großes Abenteuer für die F-Junioren-Kicker der JSG Marsberg/Erlinghausen beim Supercup in Dortmund. Was die Jungs erlebten.

Bei den Profis von Borussia Dortmund waren sie nach dem Abpfiff lecker zufrieden: Die Dortmund Fußballer hatten im Supercup den FC Bayern München mit 2:0 bezwungen. Ein ganz spezielles Erlebnis war dieser Abend im Dortmunder Signal-Iduna-Park aber vor allem für die Nachwuchskicker der JSG Marsberg/Erlinghausen gewesen.

Denn die F-Junioren der heimischen Juniorenspielgemeinschaft hatten vor dem Anpfiff der Begegnung an den Händen der Stars von Borussia Dortmund in das Stadion einlaufen dürfen. Ein ausverkaufter Signal-Iduna-Park, mehr als 81.000 Zuschauer und dazu die beiden derzeit besten deutschen Fußball-Mannschaften: Das sorgte für mächtig Eindruck bei den Marsbergern und Erlinghausenern. „Für die Kinder war das ein unvergessliches Ereignis. Sie waren allesamt begeistert und haben davon geschwärmt“, sagte Maik Wendt. Er trainiert die F1- und F2-Junioren der JSG Marsberg/Erlinghausen.

Ein großes Abenteuer

Es sei gar nicht so leicht gewesen, vorab zu entscheiden, dass nur die F1-Junioren die Reise nach Dortmund antreten durften. Die elf Nachwuchskicker machten sich mit einem Bus und je einer Begleitperson auf den Weg zum Signal-Iduna-Park. Nachdem die Kinder in die Obhut von BVB-Mitarbeitern übergeben worden waren, konnten sie sich vor Ort stärken, bekamen eine Einweisung sowie ihre Trikots, Hosen und Stutzen. Unter dem großen Applaus der Zuschauer liefen sie dann an den Händen der BVB-Stars ins Stadion ein. Vor allem Can Eryegin war mächtig stolz darüber, dass er an der Hand von BVB-Spielführer und Nationalkicker Marco Reus einlaufen durfte. „Alle Jungs wollten am liebsten mit Marco Reus auflaufen“, erzählt Maik Wendt und lacht.

Seit 28 Jahren lebt der gebürtige Hallenser Wendt im Sauerland und ist leidenschaftlich als Jugendleiter des VfB Marsberg und Trainer der JSG Marsberg/Erlinghausen engagiert. Wendt selbst sagt, dass er kein Fan einer Bundesligamannschaft sei: „Bei den Jungs ist das anders: Sie haben alle noch auf der Tribüne mitgefiebert, da sie dem BVB die Daumen drücken.“

Mit einer List hatte Wendt seiner Mannschaft vor der Abfahrt nach Dortmund eine große Überraschung bereitet. „Ich habe im Bus hintereinander gefragt, ob sie für einen Ausflug in einen Zoo, einen Freizeitpark oder zum BVB-Spiel im Supercup wollen. Der Jubel war beim BVB am größten. Da wussten die Kinder aber noch nicht, dass sie sogar mit ihren Idolen einlaufen werden“, erzählt Wendt. Mit seiner Mannschaft, die in keinem Ligabetrieb startet, hatte der Coach zuvor eine tolle Bilanz hingelegt und bei 18 Turnierstarts 15 Wettbewerbe gewonnen. So war der Ausflug nach Dortmund zum Supercup eine passende Belohnung für die jungen Nachwuchsfußballer.

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