Volleyball

Kimberly Drewniok (16) wechselt zum VC Olympia Berlin

Wechselt vom RC Sorpesee zum Volleyball-Bundesligisten VC Olympia Berlin: Linkshänderin Kimberly Drewniok.

Wechselt vom RC Sorpesee zum Volleyball-Bundesligisten VC Olympia Berlin: Linkshänderin Kimberly Drewniok.

Foto: WP

Balve/Sundern.   Kimberly Drewniok wird den weiteren Weg des RC Sorpesee nicht mitgehen. Die 16-Jährige wechselt zur neuen Saison in die Erste Bundesliga. Beim VC Olympia Berlin stellt sie sich einer neuen sportlichen Herausforderung, die ihr auch in schulischer Hinsicht sicherlich keine Nachteile bereiten wird.

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Sie war ein ganz kleines Rädchen im Getriebe, trotzdem hat sie einen wertvollen Beitrag zum Gelingen des Balve Optimums geleistet. Kimberly Drewniok verrichtete beim Reiterfest ihren Dienst im Eingangsbereich und war mit dafür verantwortlich, dass die vielen Besucher zu den Parkplätzen auf den umliegenden Wiesen geleitet wurden.

„Es war anstrengend, aber es hat auch Spaß gemacht“, sagt die junge Balverin, die beim RC Sorpesee über einige Jahre hinweg für Furore sorgen konnte und nach dem Abstieg der Volleyballdamen in die Oberliga mit ihrer Mannschaft sogleich den Durchmarsch durch zwei Spielkassen vollzogen hatte. Die Krönung dieser beiden fast makellosen Spielzeiten waren im Frühjahr die Meisterschaft in der Regionalliga und der damit verbundene Aufstieg in die Dritte Liga.

Kimberly Drewniok wird den weiteren Weg ihrer Mannschaft jedoch nicht mitgehen. Denn die 16-Jährige wechselt zur neuen Saison in die Erste Bundesliga, beim VC Olympia Berlin stellt sie sich einer neuen sportlichen Herausforderung, die ihr auch in schulischer Hinsicht sicherlich keine Nachteile bereiten wird.

Abitur erst in drei Jahren

In der Hauptstadt wird sie weiterhin zur Schule gehen, hat für ihr Abitur jedoch noch ein Jahr länger Zeit als am heimischen Gymnasium in Sundern, wo ja wie in NRW üblich nach G8-Vorgaben verfahren wird und wo für Kimberly Drewniok der Abschluss für 2016 geplant war. „In Berlin gilt noch das alte G9-System, also kommt für mich das Abi erst in drei Jahren“, sagt die ehrgeizige Schülerin, die jetzt in die elfte Klasse versetzt wird.

Was nach dem Abitur geschieht, vermag die Balverin jetzt noch nicht einzuschätzen. „Eigentlich weiß ich es noch nicht, was ich dann studieren möchte – ich bin momentan nach allen Richtungen offen“, könnte sich die schlanke Linkshänderin aber durchaus „irgendwie etwas mit Sport oder Soziales“ vorstellen. Wohin die berufliche Reise einmal gehen soll, ist also noch ungeklärt. Es ist aber davon auszugehen, dass Kimberly Drewniok sich die Zeit nehmen wird, die man ihr in Berlin gönnt – eventuell weiß sie im Sommer 2017 mehr, wenn sie ihr Abi in der Tasche haben sollte.

Zukunftsmusik. Derzeit ist die Volleyballerin auch damit beschäftigt, sich an den Gedanken zu gewöhnen, dass sie ihr vertrautes Umfeld hinter sich lassen wird. Sie ist sich der Tatsache bewusst, dass ihr nicht nur der familiäre Anschluss („Meine Mutter unterstützt mich in allen Dingen, sie ist eine große Hilfe“), sondern zudem die Freunde, der RC Sorpesee und auch Balve fehlen werden. „Das war schon eine schwere Entscheidung, die ist mit gewiss nicht leicht gefallen“, gesteht sie, dass sie durchaus eine gewisse Angst habe. Schließlich betritt sie in Berlin absolutes Neuland – und sie hofft, dass diese Reise ins Ungewisse all das erfüllt, was sie sich davon versprochen hat.

EM in Estland das große Ziel

Die Fakten pro Hauptstadt haben letzten Endes überwogen, und mittlerweile reift eine gewisse Vorfreude. Auf das Internat und natürlich auf Erstliga-Volleyball beim VC Olympia, auf den dortigen Trainer Jens Tietböhl, den sie als Coach der deutschen U19-Nationalmannschaft kennen und schätzen gelernt hat.

„Ich wurde immer wieder zu Lehrgängen eingeladen und bei Länderspielen eingesetzt“, berichtet Kimberly Drewniok, dass die deutschen U19-Mädchen in diesem noch arg gefordert werden. Muss doch vom 11. bis 13. Juli in Moskau die finale Qualifikation mit Spielen gegen Frankreich, Polen und Gastgeber Russland bestritten werden – mit dem Ziel, die Teilnahme an der Europameisterschaft in Tartu (Estland) vom 16. bis 24. August unter Dach und Fach zu bringen.

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