Fußball

Kozok zum SV Herdringen – ein Wechsel mit Beigeschmack

Lautstark an der Seitenlinie: Peter Kozok ist trotz der 0:2-Niederlage in Sundern bei seinem Debüt als Trainer des SV Herdringen

Lautstark an der Seitenlinie: Peter Kozok ist trotz der 0:2-Niederlage in Sundern bei seinem Debüt als Trainer des SV Herdringen

Foto: Philipp Bülter

Herdringen.  Der vorzeitige Abgang von Peter Kozok zum Fußball-Bezirksligisten SV Herdringen hat A-Ligist TuS Oeventrop nicht erfreut. Die Hintergründe.

Als seine Premiere als Trainer des Fußball-Bezirksligisten SV Herdringen mit der 0:2-Niederlage beim TuS Sundern endgültig verloren ist, klatscht Peter Kozok in die Hände. „Egal Jungs, das ist nicht schlimm! Kopf hoch!“, ruft er seinen enttäuschten Spielern im Röhrtalstadion zu. Wie der 36-Jährige mit den Krähen die Liga erhalten will und warum sein vorzeitiger Wechsel vom TuS Oeventrop nicht nur für Begeisterung gesorgt hat.

Das sagen die Beteiligten

Wie berichtet, hatte der SV Herdringen nach der Entlassung von Ex-Coach Klaus Strojnowski rasch Peter Kozok vom TuS Oeventrop, Tabellenfünfter der A-Kreisliga Arnsberg, losgeeist und als Nachfolger installiert. Eigentlich sollte Kozok, in der Vergangenheit als Coach beim SC Neheim II und dem Soester C-Ligisten SV Lüttringen tätig, den Posten am Krähenbrink erst zur neuen Saison übernehmen. „Das wäre mir auch lieber gewesen, aber weil sich die Dinge eben so entwickelt haben, musste ich mich bei der Anfrage des SVH schnell entscheiden. Das hat den Vorstand des TuS Oeventrop natürlich nicht gefreut“, sagt Kozok.

Auf Anfrage äußert sich Ulrich Diekmann, Fußballabteilungsleiter des TuS Oeventrop, zum Thema. „Mit uns hat niemand gesprochen – auch Peter nicht. Vom Wechsel haben wir aus der Zeitung erfahren. Das wünscht man sich als Verein natürlich anders, nämlich als Austausch“, sagt Diekmann. Gleichwohl wünsche er Kozok, dem bisherigen Trainer und Spieler des TuS Oeventrop, „alles Gute“.

Auftritt macht Mut

Beim SV Herdringen möchte Kozok, der als Angestellter für ein heimisches Geldinstitut arbeitet, insbesondere die Mentalität aufpolieren. Nach der Partie in Sundern lobt er sein Team für die Vorstellung, die Mut mache. „Ich bin dankbar für diese Leistung, denn die Jungs haben mir ihr Vertrauen geschenkt. Wir müssen jetzt weiter engagiert arbeiten, vor allem im Training, dann ist für uns im Kampf gegen den Abstieg alles drin“, sagt er. Kozok hat großen Respekt vor seinem Vorgänger Klaus Strojnowski, „weil Klaus in einer schwierigen Situation nie aufgesteckt hat. Jetzt müssen wir aber weitermachen und nach vorne schauen“.

Die Krähen sind mächtig hungrig auf Punkte – und richten ihren Blick bereits auf den kommenden Sonntag. Das Heimspiel des SV Herdringen (14. Platz, 23 Spiele, 17 Punkte) gegen den SV Oberschledorn-Grafschaft (13., 24 Partien, 20 Zähler) hat wohl entscheidende Bedeutung im Abstiegskampf. Kozok: „Es ist für uns enorm wichtig.“

Sein Posten bleibt vorerst an der Seitenlinie und nicht aktiv auf dem Platz. Der neue Coach des SV Herdringen hat in dieser Saison bereits für den TuS Oeventrop gespielt und ist erst wieder im Sommer spielberechtigt.

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