Handball

Landesliga-Aufsteiger SG Ruhrtal drängt auf Auftaktsieg

Die Handballer der SG Ruhrtal um Topspieler Aaron Humpert (Mitte) möchten die Aufstiegseuphorie in die Landesliga transportieren.

Die Handballer der SG Ruhrtal um Topspieler Aaron Humpert (Mitte) möchten die Aufstiegseuphorie in die Landesliga transportieren.

Foto: MOLITOR

Sauerland.  Auch in den überkreislichen Handball-Ligen steht am Wochenende 14./15. September der Saisonstart an. So sind die Teams aus dem HSK aufgestellt.

Endlich ist es soweit: Jetzt können die Handballer der SG Ruhrtal die Früchte ihres Erfolgs ernten und als erstmals klassenhöchste heimische Herren-Mannschaft in der Landesliga um Punkte kämpfen. Der Auftakt gegen Eintracht Hagen III wird einen ersten Fingerzeig geben, ob sich die SGR auf höherem Niveau rasch stabilisiert. Derweil kann in der Bezirksliga kann der spielfreie HV Sundern verfolgen, wie sich die Nachbarn des TV Arnsberg (Heimspiel gegen Aufsteiger CVJM Gevelsberg) und des TV Neheim (zu Gast bei der HSG Gevelsberg-Silschede II) aus der Affäre ziehen.

Landesliga: SG Ruhrtal – VfL Eintracht Hagen III (Samstag, 14. September, 19.30 Uhr, Ruhrtalhalle). Die längere Sperrung der eigenen Halle, dazu die Verletzungen der Leistungsträger Aaron Humpert, David Bauerdick und Keeper Henrik Basler – die Vorbereitung der SG Ruhrtal verlief alles andere als störungsfrei. „Trotzdem sind wir alle froh, dass es jetzt endlich los geht. Meine Mannschaft fiebert den Aufgaben in dieser attraktiven Staffel entgegen und weiß, dass sie in jedem Match an ihre Grenzen gehen muss, um das große Ziel Nichtabstieg zu bewerkstelligen“, drückt Trainer Frank Moormann die positive Stimmung aus. Er sagt: „Wir müssen vom Harzverbot profitieren und mithilfe unserer großen Fangemeinde den Großteil der Punkte daheim holen.“

Die Hagener sind Künstler darin, den Klassenverbleib, oft mit Unterstützung von oben, auf den letzten Drücker zu schaffen. Der VfL III ist auswärts aber oft nur die Hälfte wert. Der neue Coach Christian Wojtek verspricht jedoch: „Wir werden zwar ohne gelernten Rückraumspieler, aber mit einem vollen Kader inklusive zwei Talenten aus der Bundesliga-A-Jugend anreisen. Der Teamgeist der Truppe ist bemerkenswert gut, die Vorbereitung hätte kaum besser laufen können.“ Mit anderen Worten: Ein Selbstläufer wird das für die siegeshungrigen Ruhrtaler nicht.

Bezirksliga: TV Arnsberg – CVJM Gevelsberg (Samstag, 14. September, 19.30 Uhr, Rundturnhalle). Es gab zwar einige Pannen in der Arnsberger Vorbereitung bis hin zur Hallen-Doppelbelegung im Zuge des Trainingslagers, aber insgesamt sieht Trainer Frank Mähl seine Schützlinge gut aufgestellt: „Es sieht so aus, als könnten wir mit einer deutlich verbesserten Abwehr auf Punktejagd gehen. Die Rückkehr von Paul Hübner nach einjährigem Spanien-Aufenthalt ist ein wichtiger Mosaikstein.“

Die eingespielte Offensive um Regisseur Phillipp Mähl und Goalgetter Johannes Dame hat zuletzt mit 31 Toren gegen Landesligist Ruhrtal Witten geglänzt. Von daher herrscht große Zuversicht, den auf viele Routiniers setzenden Meister des Kreises Hagen-Ennepe in die Knie zu zwingen. In Anbetracht des Saisonziels obere Tabellenhälfte ist ein TVA-Erfolg ohnehin Pflicht.

HSG Gevelsberg-Silschede II – TV Neheim (Sonntag, 15. September, 14.30 Uhr, Sporthalle West). Langeweile ist beim TVN seit der Verpflichtung von Trainer Klaus-Dieter Erbuth ein Fremdwort, denn der ja bekanntlich der Liebe wegen nach Neheim gezogene frühere Bundesligaspieler wird erstens nicht müde, die Qualität des vorhandenen Kaders („Der körperliche Zustand der Mannschaft ist hervorragend, sie hat auch spielerisch einiges drauf“) zu loben und ist zweitens weiterhin bemüht, auswärtigen Spielern einen Wechsel schmackhaft zu machen. „Ich habe schon etliche Gespräche geführt, aber es ist offenbar doch schwerer als gedacht, Verstärkungen ohne finanzielle Zusagen zu bekommen“, räumt Erbuth ein.

Die Gevelsberger hat er im Vorjahr schon beobachtet und meint: „Die spielen eine sehr unangenehme Abwehr, sind dafür im Rückraum nicht so durchschlagskräftig. Wenn wir unsere Leistung aus den Testspielen abrufen können, sind wir trotz geharztem Ball nicht chancenlos.“ Erbuths Zuversicht rührt auch daher, dass er mit der absoluten Bestbesetzung antreten kann.

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