Fussball-Landesliga

Malachowski will Druck nicht erhöhen und lobt Marco Grebe

Thomas Malachowski

Thomas Malachowski

Hüsten.   Die Sauerlandsport-Redaktion hat mit Thomas Malachowski, Sportlicher Leiter des Fußball-Landesligisten SV Hüsten 09, gesprochen.

Er feiert in diesem Jahr Jubiläum. Thomas Malachowski ist mittlerweile seit zehn Jahren Sportlicher Leiter des Fußballvereins SV Hüsten 09. Die Grün-Weißen befinden sich zurzeit mit der ersten Mannschaft und den A-Junioren jeweils im Abstiegskampf. Die Sauerlandsport-Redaktion hat mit dem 57-jährigen Malachowski unter anderem über die aktuelle Situation und die neue Saison gesprochen.


Herr Malachowski, der SV Hüsten 09 ist nach der dritten Niederlage in Folge endgültig im Abstiegskampf der Fußball-Landesliga 2 angekommen. Der Vorsprung auf den drittletzten (Relegations-)Platz beträgt nur noch fünf Punkte. Wie schätzen Sie die Situation ein und kann Hüsten Abstiegskampf?
Thomas Malachowski: Na klar, die Jungs können auch Abstiegskampf. Wir sollten uns aber auch nicht verrückt machen. Natürlich haben wir nur fünf Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz, aber es sind auch nur fünf Zähler bis Platz sieben. Die Landesliga 2 ist in dieser Saison sehr ausgeglichen. Fakt ist: Wir belohnen uns zurzeit einfach nicht für den Aufwand, den wir betreiben. Wir brauchen ein Erfolgserlebnis, egal wie.


In der Hinserie hat Hüsten lange Zeit im ersten Drittel mitgemischt und spektakulären Offensivfußball gezeigt. Nun zeigt die Kurve nach unten. Worauf ist die Talfahrt zurückzuführen?
Unser Kader ist zurzeit aufgrund von Verletzungen dünn besetzt - und das soll keine Ausrede sein. Es fehlt somit auch ein wenig die Erfahrung. Hinzu kommen individuelle Fehler, wie beim 3:4 gegen RW Erlinghausen. Dieses Spiel mussten wir eigentlich mit 4:1 oder 5:1 gewinnen. Die Kurve zeigt meiner Meinung aber nach oben. Zuletzt beim 0:1 in Hohenlimburg waren wir auf Augenhöhe und können auf der Leistung aufbauen.


In der Winterpause hat Hüsten unter anderem Stürmer Marcel Kern vom Bezirksligisten SV Herdringen verpflichtet, obwohl man mit 53 erzielten Treffern den zweitbesten Sturm der Liga stellt. Wäre es bei mittlerweile 52 Gegentoren nicht angebrachter gewesen, die Defensive zu verstärken?
Marcel Kern wollte zu uns und wenn so ein Spieler auf dem Markt ist, muss man zuzugreifen. Wir hätten natürlich auch gerne noch einen Defensivspieler geholt, aber den muss man erst einmal finden.


Am Sonntag, 17. März, findet jetzt das richtungsweisende Heimspiel gegen den Tabellenvorletzten FC Wetter statt. Was erwarten Sie von Trainer und Mannschaft?
Wir sollten den Druck, der vorhanden ist, nicht unnötig erhöhen. Wir dürfen das Spiel auf keinen Fall verlieren, sonst wird es richtig ungemütlich. Klaus Borschel wird die Jungs aber gezielt auf die Partie vorbereiten und zum Erfolg führen. Davon bin ich überzeugt.
Für die kommende Saison stehen mit Dirk Stoltefaut (TuRa Freienohl) und Andreas Kehayoglou (TuS Bruchhausen) zwei Zugänge für die erste Mannschaft fest. Sind damit die Planungen abgeschlossen?
Nein. Wir haben die Zusage von einem richtig guten defensiven Bezirksligaspieler. Den Namen können wir aber noch nicht nennen. Außerdem werden aus der A-Jugend mit Nils Klauke, Julius Oestersporkmann, Noah Weickardt und Leandro Lampros vier überaus talentierte Nachwuchsspieler zum Kader stoßen.


Im Abstiegskampf befindet sich auch die A-Jugend, die in der Bezirksliga 4 auf Rang acht liegt. Der Vorsprung auf die gefährdete Zone beträgt aber nur zwei Punkte. Direkte Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt sind der TuS Sundern und SV Brilon. Sind die Zeiten, als das Fußball-Sauerland in der A-Junioren-Westfalen- und Landesliga vertreten war, vorbei?
Im gesamten Fußball-Sauerland fehlt es nicht nur an Klasse, sondern auch an Masse. Es wird immer schwieriger, Mannschaften zu stellen, denn das Interesse am Fußball hat nachgelassen. Trotzdem sind wir mit zwölf Jugendteams immer noch gut aufgestellt.


In der Winterpause hat der Verein die Verpflichtung von Jörg Fischer, u.a. Ex-Coach des Bezirksligisten TuRa Freienohl, bekanntgegeben. Ab der neuen Saison ist Fischer gemeinsam mit Peter Strojnowski für die Reserve in der A-Liga verantwortlich. Warum hat sich Hüsten für ein Trainer-Duo entschieden?
Bei uns ist die Reserve nicht das fünfte Rad am Wagen. Die zweite Mannschaft ist für uns als Unterbau und für unsere talentierten Nachwuchsspieler als Zwischenstation auf dem Weg in den Landesliga-Kader enorm wichtig. Ich bin fest davon überzeugt, dass sich Jörg und Peter hervorragend ergänzen werden, und das müssen sie auch, denn das Aufgabengebiet sowie die Anforderungen sind größer geworden. Außerdem ist Jörg Fischer ein Hüstener Junge und man kann heutzutage nicht genug qualifizierte Trainer haben.


Richtig Freude machen zurzeit die C-Junioren, die im Westfalenpokal als A-Ligist im Achtelfinale stehen und in der Meisterschaft die Tabelle mit 21 Punkten vor der zweiten 09-Mannschaft (18 Zähler) anführen. Da wächst etwas heran, oder? Auf jeden Fall. Die C-Junioren sind das beste Beispiel, wie wichtig ein guter Trainer ist. Marco Grebe ist aber nicht nur ein guter, sondern ein Top-Trainer. Seine Arbeit bei uns und als A-Liga-Trainer des TuS Voßwinkel spricht für sich. Er ist perspektivisch gesehen auch ein interessanter Mann als Trainer für unsere Seniorenabteilung.


Was sind die mittelfristigen Ziele?
In erster Linie wollen wir weiter ein Familienverein sein, getreu unseres Mottos „Tradition wahren, Jugend fördern“. Zudem ist Kontinuität angesagt. Wir wollen uns in allen Ligen weiter etablieren.

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